Lautsprecherkabel: Kleiner gemeinsamer Hörtest

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Lautsprecherkabel: Kleiner gemeinsamer Hörtest

#1 Beitragvon Loewengrube » Fr 19. Jul 2013, 23:19

Auf dem Rückweg vom Forentreffen sind Dani (DanielaE), Andreas (Agena) und ich noch zu einem schon etwas länger geplanten Hörtest für Lautsprecherkabel zusammen gekommen. Auf dem Heimweg hatten wir dazu bei einem Händler nördlich von Nürnberg einen Termin in einem seiner Hörräume ausgemacht. Im Vorfeld hatte ich mit Dani zusammen Soundmaterial gesichtet - oder sagen wir besser gehört. Am Ende von guten zwei Wochen Vorarbeit blieb ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Sequenzen unterschiedlichster Tracks, die Dani noch in der Wochen vor dem Forentreffen in liebevoller Kleinarbeit zusammen geschnitten hat. Andreas hat davon ebenfalls zum vorherigen Einhören eine Kopie erhalten, damit die Sequenzen für ihn nicht vollkommen freumd waren, wenngleich auch bekanntere Stücke dabei sind.

Da uns einige auf dem Forentreffen gebeten haben, darüber zu schreiben, wollen wir das gerne tun:

Hier die Tracks respektive deren Ausschnitte, die wir zusammen gestellt hatten:

1. Temptation von Diana Krall, The Girl in the other Room (0:00 - 0:55)
2. Babylon Sisters von Steely Dan, Gaucho (0:00 - 0:30)
3. Homerun von Wolfgang Haffner, Signature Edition (4:45 - 5:20)
4. Zidane von Passport, To Moroccco (0:00 - 0:28)
5. Spanish Harlem von Rebecca Pidgeon, Retrospective (1:00 - 2:06)
6. Stargazer von Kyoto Jazz Massive, Spirit of the Sun (0:00 - 0:30)
7. Natural von Matt Bianco, Hifi Bossanova (0:00 - 0:20)
8. Target von Tom Scott, Target (0:00 - 1:00)
9. Human Radio von Enders Room, Human Radio (1:45 - 2:15)
10. The Universe von Matt Bianco, Hideaway (0:00 - 0:35)

Als Hardware diente verstärkerseitig der D-Premier von Devialet und auf der Lautsprecherseite eine Gauder Cassiano Diamant.

Lautsprecherkabel hatten wir einige zusammen getragen (jeweils 2x3 Meter):

- beliebiges Kupferkabel (Doppellitze) mit einem Durchmesser von jeweils 2,5qmm
- Ecoflex 10
- Gauder Clearwater RB 28
- Audioquest Castle Rock
- Audioservice Blank Kupferfolienkabel
- HMS Al Cinema
- HMS Concertato
- HMS Fortissimo
- WSS Gold Line LS2
- Wilbrand 8si

Also diverse Lautsprecherkabel zwischen wenigen Euro und vielen hundert Euro pro laufendem Meter.

Wer mag, kann ja nach den Details zu den genannten Kabeln googlen.
Wir hatten noch mehr dabei, aber nur die oben genannten kamen letztendlich dann zum Einsatz, ehe uns der Kopf brummte.

Fortsetzung folgt...
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#2 Beitragvon Mr.Krabbs » Fr 19. Jul 2013, 23:26

Spannend... :thumbsupcool:
Gruß aus dem Harz !

bild 7.65 (Beta),2xMaxCam:2xHD+),klang 5, klang 5 Sub, Klang Link, BTVi,Connect 26SL(MB180), Airspeaker, Speaker2go, SoundVision
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Re: Lautsprecherkabel: Kleiner gemeinsamer Hörtest

#3 Beitragvon Primus » Fr 19. Jul 2013, 23:46

Da bin ich auch gespannt.
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#4 Beitragvon Loewengrube » Sa 20. Jul 2013, 08:52

Habe in den letzten Monaten viel über die ´richtige´Lautsprecher-Verkabelung gelesen und diverse Diskussionen im Netz dazu verfolgt, die oft in verbalen Handgemengen und wilden Schlägereien ausarten. In zahlreichen Tests einschlägiger Audio-Zeitschriften und natürlich seitens der Hersteller werden einzelnen Kabeln ja mit blumigsten Worten spezifische Leitungseigenschaften zugeschrieben. In Räumen der Highend-Freaks finden sich gartenschlauchdicke Lautsprecherkabel und die Händler werden nicht müde, diese Dinger anzupreisen, die einem bereits das Verlegen schwer machen, weil der Bieegradius dem Wendekreis eines Kleinwagen nahe kommt. Kurzum: Zwischen reinem Voodoo und denen, die selbst in einem Doppelblindtest jeder vermeintlich highendig verdrillte Kupfer- oder gar Silberlitze zu hören glauben, klafft ein riesen Loch. Was wir hier sicher nicht stopfen werden. Vielmehr wollten wir einfach nur für die eigenen Anwendung wissen, wie weit man gegebenenfalls in Portemonait greifen muss, damit es vernünftig klingt und ab wo es möglicherweise dann doch nur noch um Nuancen oder Einbildungen geht. Da ja bekanntlich jeder und in jedem Alter anders hört oder empfindet, waren wir nun zumindest mal zu Dritt + ab und an der Händler mit im Raum.

Alle gewählten Kabel hatten eine vorgegebene Eigenschaft: Niedrig-Ohm-Widerstand. Ansonsten waren die unterschiedlichsten Konstruktionen vertreten, denen ja auch immer wieder nachgesagt wird, sie hätten klangliche Auswirkungen. Preislich, wie oben bereits aufgeführt, war die gesamte Bandbreite von sehr günstig bis absurd teuer vertreten. Wobei wir uns mit vielen der Kabel im schon gehobenen Mittelfeld bewegten. Also so zwischen € 400-600 für ein paar konfektioniertes Stereokabel von 2x3 Meter Länge. Der (Verlängerungs-)Meterpreis so zwischen € 30-70. Auch an verschiedenen Banananensteckern bis hin zu WBT war alles vertreten.

Nachdem ich mit Dani in den letzten Monaten bereits mehrfach unterwegs war, um Lautsprecher und auch Verstärker anzuhören, war dieser Test nun der logische Abschluss. Insbesondere, nachdem keiner von uns im Vorfeld so richtig an Verstärkerklänge geglaubt hatte, die aber in Abhängigkeit der gewählten Lautsprecher durchaus und sogar eklatant bestehen, wie wir sehr rasch feststellen mussten. Und wir reden da nicht von Billigklump, sondern durchaus auch von Amps im fünfstelligen Bereich und entsprechenden Lautsprechern. Anmerken möchte ich noch, dass wir hier nicht das allgemein beste Kabel bestimmen wollten und wir uns darüber im Klaren sind, dass wir es durchaus für denkbar halten, dann die Auswirkungen des gewählten Kabels an verschiedenen Anlagen doch anders ausfallen können, als wir das in der oben benannten Hardwarekombination beobachtet haben. Dani kann vielleicht dazu noch ein paar Worte verlieren.

Auch haben wir lediglich in diesem einen Raum gehört wo zeitweise auch ein Fenster offen stand, so dass auch mal Geräusche von außen kamen. Es war sehr warm, aber wir maximalst möglich konzentiert (nach unserem 3D Orchestra-Test nur wenige Stunden vorher) und natürlich auch gespannt. Also durchaus nicht frei von Umwelteinflüssen, wie es aber ja auch daheim in den eigenen vier Wänden sein dürfte. Andreas musste sein Gehör noch einwenig einnorden nach der Autofahrt, aber dann konnte es auch losgehen.
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#5 Beitragvon DanielaE » Sa 20. Jul 2013, 11:27

Zu den "ein paar Worte verlieren":

Das Grundprinzip der Class-D-Verstärker (gemeinhin als digital gezeichnet) scheint gegenüber dem der Class-A- bzw. Class-AB-Verstärker (klassisch analog) scheint insbesondere in der Kontrolle des Geschehens zwischen Netzteil des Verstärkers und den Lautsprechermembranen auch für ungeübte Ohren hörbare Vorteile zu haben. Dazu kommt noch eine weitere Änderung in der Leistungsendstufe eines Digitalverstärkers - open-loop anstelle von closed-loop, welche den Verstärker "schnell" klingen läßt und Leben in die Lautsprecher haucht.

Welcher dieser Effekte dafür verantwortlich ist, warum auch der Inhaber des Ladens (und eingefleischter Kabelfreak, wie mir scheint) zugibt, daß der Kabeleinfluß bei den ihm bekannten Digitalverstärkern "deutlich eingeschränkt" (O-Z) sei, möchte ich nicht entscheiden.

Mein Fazit des Hörtests war jedenfalls, daß ich beim besten Willen keine Unterschiede heraushören konnte, für deren Signifikanz ich Eide schwören müßte oder von denen ich glauben würde, sie tags darauf wieder hören zu können. Wenn es tatsächlich Unterschiede gibt, dann sind diese so gering gewesen, daß sie von tausend anderen Einflußgrößen (insbesondere Hörraum und Umgebung) dominiert würden. Insofern kann man eine Kabelauswahl tatsächlich auf praktisch relevante Aspekte wie Verlegbarkeit, Optik und Preis beschränken.

Außer natürlich, man möchte die Lufthoheit über dem Stammtisch der Kabelfetischisten. :D
Ciao, Dani

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#6 Beitragvon Loewengrube » Sa 20. Jul 2013, 15:45

DanielaE hat geschrieben:Insofern kann man eine Kabelauswahl tatsächlich auf praktisch relevante Aspekte wie Verlegbarkeit, Optik und Preis beschränken.

Zumindest bezogen auf die gewählte Hardware-Komposition ist dem nicht viel hinzuzufügen. Bei einem anderen Verstärker und anderen Lautsprechern mag das vielleicht anders aussehen. Was ich jetzt nur mal erwähnte, um es gesagt zu haben. Wir haben das nicht getestet, weil gestern nicht relevant. Und ja, der Händler ist ein Kabelfreak und eingefleischter Audioquest-Fan in der bereits angesprochenen Größenordnung Gartenwasserschlauch. Ab und an hörte er dann auch Dinge, mit denen wir uns recht - sagen wir mal - schwer taten. Zumindest aber waren die damit nicht so gewichtig, dass man sich gezwungen sah, ein Kabel zu kaufen, welches den dreifachen Preis hat und wo das günstigere Kabel des Vergleiches bereits in die absolute Oberklasse gehört. Gemeint ist hier der Sprung vom HMS Concertato auf das HDM Fortissumo und im Speziellen die Positionierung und Breite der Stimme im Raum von Rebecca Pidgeon im Song ´Spanish Harlem´. Ich meinte eher einwenig mehr Druck und Genauigkeit beim Kontrabass zu hören mit dem Fortissimo. War aber, wenn überhaupt, wohl mehr als eng. Denn die beiden Anderen hörten da nix.

Übrigens war die Stimme auch die einzige Nuance, die Andreas und mir fast zeitgleich auffiel im Vergleich zu den anderen Kabeln, als wir das erste mal das HMS Concertato angeschlossen hatten. Hier schien die Stimme reiner und tatsächlich etwas freier zu sein, als bei den anderen Kabeln. Dani hörte wohl gemerkt da nichts heraus. Also wieder zurück zu unserer Referenz von gestern, dem Audioquest-Kabel. Und dann ein paar Mal hin und her.

Es folgte - berechtigter Weise - der Einwand von Andreas, dass wir keinen richtigen ABX-Vergleich hätten. Da hier aber nun doch etwas zu Hören zu sein schien beim einen Kabel, was die anderen Kabel nicht boten, wollten wir schnell einen Blindtest machen. Also ich die Augen zu und Andreas und Dani die Kabel hin und her gewechselt. Spontan war ich mir sehr sicher, dass Kabel A das HMS war und Kabel B das Audioquest. Ein weiteres Kabel beim Blindversuch war das Clearwater. Wo wir alle keinen Unterschied zum Audioquest hörten (der Händler hatte das aber zuvor schon mal als "für den Preis O.K., aber als echt kühl und kratzig im Vergleich" beschrieben. Davon konnten wir nichts hören. Es klang für uns identisch mit dem Audioquest. So auch im Blindtest. Da konnte ich nicht sagen, ob noch ein anderes Kabel im Spiel war. Problematisch wurde es dann erst beim X-Test, mit dem wir die erste Einschätzung gegenchecken wollten. Da war ich dann nicht mehr so sicher, um meine Oma darauf zu verwetten. Wir reden also sicher nur über Nuancen, die man mit einem Abstand von wenigen Stunden schon nicht mehr hören würde, obwohl uns (also Andi und mir) das HMS Concertato da tatsächlich besser gefallen hat und sich (aber auch nur dort) von den anderen Kabeln abhob. Das Wechseln oder überhaupt das Anbringen von Vorhängen im Raum oder das Schließen des Fensters hätte aber wahrscheinlich hörbarere Auswirkungen gehabt ;) Spätestens aber wohl eine leichte Umpositionierung der Lautsprecher oder ein leichtes Drehen derselbigen.

Ich selber hatte noch den Eindruck, dass bei dem einfachen Kupferkabel, sowie auch dem Ecoflex 10 der Bass einwenig wummeriger/schwammiger und nicht zu klar umrissen und trocken war, wie bei den anderen Kabeln und insbesondere dem HMS und dem Audioquest. Hätte einen Blindtest da aber wohl noch weniger bestanden, als bei der Stimme von ´Spanish Harlem´.

Mein Fazit: Dani war zufrieden, denn sie hat - wie erwartet, denn sonst wäre wohl ein Weltbild zusammen gebrochen - nichts gehört. Andreas war überrascht, dass er etwas gehört hat. Dem Blindtest wurde er aber nicht unterzogen. Und ich bin froh, wie es ausgegangen ist, weil einem das vor unnötigen Ausgaben bewahrt. Man kann sich also nun auf die Verlegeeigenschaften der Kabel konzentrieren (muss bei mir durch ein Leerrohr mit 18mm Innendurchmesser und dicke sowie eher klebrig ummantelte Kabel oder solche mit einem großen Biegeradius fallen da flach) und auf die Verarbeitung (Konfektionierung) sowie vielleicht noch auch die Qualität und Befestigung der verwendeten Bananenstecker.

Natürlich wird man die danach ausgewählten Kabel dann vor der Verlegung in den eigenen Räumlichkeiten noch mal unter Endbedingungen jeweils ein paar Stunden testen. Dann werden es aber wohl auch nur noch 2 oder 3 sein. Nur, um auf Nummer Sicher zu gehen :)
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#7 Beitragvon Pretch » Sa 20. Jul 2013, 16:15

Meint "beliebiges Kupferkabel (Doppellitze) mit einem Durchmesser von jeweils 2,5qmm" ein Baumarkt Stromkabel oder einfach ein billiges Lautsprecherkabel?
Wie war das denn dann im Vergleich zu den Markenkabeln?

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#8 Beitragvon Loewengrube » Sa 20. Jul 2013, 16:34

Lautsprecherkabel.

Preis ist mir nicht mehr bekannt. Wird aber nicht viel gewesen sein.
Wie geschrieben: Dani und Andreas haben da keinen Unterschied gehört in der Kombination.
Bei mir war es, wie schon formuliert:
Ich selber hatte noch den Eindruck, dass bei dem einfachen Kupferkabel, sowie auch dem Ecoflex 10 der Bass einwenig wummeriger/schwammiger und nicht zu klar umrissen und trocken war, wie bei den anderen Kabeln und insbesondere dem HMS und dem Audioquest. Hätte einen Blindtest da aber wohl noch weniger bestanden, als bei der Stimme von ´Spanish Harlem´.

War übrigens nicht mal gescheit konfektioniert, sondern einfach nur festgeschraubt und fertig. Ebenso das Ecoflex 10.
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#9 Beitragvon Loewengrube » Sa 20. Jul 2013, 16:46

Bezüglich Räumlichkeit und Ortbarkeit gab es übrigens bei keinem der Kabel etwas auszusetzen. Das war bei den hier vorausgehenden Tests mit Amps und Lautsprechern unterschiedlicher Preiskategorien und in unterschiedlichen Kombinationen noch ganz anders. Bei denen gewann am Ende dann glasklar und haushoch die Hardware-Kombination von oben, weswegen sich diese auch zum Test anbot. Bei anderen Kombinationen Verstärker/Lautsprecher ging es bis zum vollständigen Zusammenbruch der Bühne und jeglicher räumlicher Abbildung. Waren sehr erschreckende Erfahrungen, die wir da gemacht hatten. Und keiner der Verstärker oder Lautsprecher war als günstig oder gar billig zu bezeichnen. Eine gute oder gar hervorragende Kombination zu finden ist also alles Andere als trivial und mit recht viel Mühen verbunden. Was uns aber auch sehr viel Spaß gemacht hat und nicht zuletzt sehr aufschlussreich war.
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#10 Beitragvon Agena » Sa 20. Jul 2013, 17:35

Loewengrube hat geschrieben:Es folgte - berechtigter Weise - der Einwand von Andreas, dass wir keinen richtigen ABX-Vergleich hätten

*räusper* das war Daniela ;)

Die Nebengeräusche die wir im Raum vernommen haben, haben mich nicht gestört, da diese nur sehr kurz waren und selten aufgetreten sind. Mehr gestört hat mich dass der Händler manchmal meine Ohren zu Beginn des Testtracks mit Kabelbeschönigungen zugefasselt hat, sowie technische Probleme (Aussetzer und Knackser) mit der Quelle. Zum Schluß muß ich auch sagen dass meine Konzentration (anstrengender Tag, etwas warm im Hörraum) schon angespannt war und bei weiteren Tests hätte ich wohl eine Kirchenglocke nicht mehr von der Türklingel unterscheiden können :D Man benötigt schon Zeit und Ruhe zum hören.

Zum Kabel einziehen: Auch wenn ein Kabel in der Hand sehr flutschig und angenehm wirkt, muss dies in Leerrohren nicht ebenso sein. Die Rillen und der Kunststoff der Leerverrohrung lassen sehr oft in Biegungen die Kabel daran "kleben" und erschweren die Arbeit insgemein. Weiters werden die Kabel dabei relativ sicher abgewetzt, so dass oft kleine Kratzer am Mantel bestehen, oder ein Aufdruck nicht mehr leserlich ist. Da diese Kabel auch oft wegen der Optik gekauft werden soll dies bedacht werden. feste Kabel mit harter Ummantelung lassen sich leichter einziehen. Kabel mit weicher Gummiisolierung hingegen bleiben oft im Leerrohr hängen. Die 08/15 transparenten Isolierungen von Kupferlitzen verbinden sich nach einiger Zeit (Jahre) mit dem Leerohr und sind somit nicht mehr auszuziehen. Meiner Meinung nach liegt das an den Weichmachern, die Isolierung legt sich zwischen den Rillen rein und erhärtet mit der Zeit, das Kabel sitzt dann wie eine Schraube in einem Gewindegang
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#11 Beitragvon Loewengrube » Sa 20. Jul 2013, 18:08

Agena hat geschrieben:
Loewengrube hat geschrieben:Es folgte - berechtigter Weise - der Einwand von Andreas, dass wir keinen richtigen ABX-Vergleich hätten

*räusper* das war Daniela ;)

Ich könnte schwören, Du warst es und Dani schaute nur fragend. Mag andersherum gewesen sein.
Von der ganzen Hörerei wird man ja ganz dusselig :D
Agena hat geschrieben:Die 08/15 transparenten Isolierungen von Kupferlitzen verbinden sich nach einiger Zeit (Jahre) mit dem Leerohr und sind somit nicht mehr auszuziehen. Meiner Meinung nach liegt das an den Weichmachern, die Isolierung legt sich zwischen den Rillen rein und erhärtet mit der Zeit, das Kabel sitzt dann wie eine Schraube in einem Gewindegang

Ob das auch mit meinem T+A Speaker Six in den letzten 8 Jahren passiert ist, weil ich das nicht ohne Gewalt herausbekomme :cry:
Hatte schon sowas vermutet die letzten Tage. Muss ich wohl noch mehr Kraft aufwenden oder mal mit einem Draht durchpopeln.
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#12 Beitragvon Loewengrube » Fr 2. Aug 2013, 20:14

Übrigens habe ich ein Kabel aus unserer Testreihe (das eher unbekannte von Blank) an anderer Stelle mit einem T+A Powerplant balanced an einem Paar T+A TCD310 und auch einem Paar Dynaudio Focus 380 mal gegen ein T+A Speaker Six Kabel antreten lassen, was nun auch nicht gerade billig ist. Da waren dann die Unterschiede deutlichst hörbar. Das Speaker Six war nicht in der Lage, die Räumlichkeit zu transportieren, wie das andere Kabel. Stimmen klebten an den Lautsprechern und Instrumente waren weniger deutlich zu separieren. Nachdem der Devialet und die Gauder nicht mal mit einer billigen Doppelkupferlitze schwächelten, scheint das System sozusagen ´kabelresistent´ zu sein, was Unterschiede angeht, während es in anderer Kombination dann doch deutliche Unterschiede zu hören gibt :blink:
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#13 Beitragvon Pretch » Fr 2. Aug 2013, 20:20

Womit wir wieder am Ausgangspunkt der Kabeldebatte wären. Kabel können den Klang beeinflussen, oder auch nicht, vielleicht. :D

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#14 Beitragvon Loewengrube » Fr 2. Aug 2013, 20:29

Yep ;) Erschreckend :us:

Würde mich interessieren, was es dafür für eine Erklärung gibt :cry:

Vielleicht hat Dani eine :hb:

Ansonsten ergibt sich daraus wohl ganz klar die Empfehlung, es an der jeweiligen Wunschkombination aus Verstärker und Lautsprechern selber heraus zu finden, ob diese von einem Kabel(wechsel) möglicherweise profitiert.
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#15 Beitragvon mulleflup » Sa 3. Aug 2013, 10:00

Solange die Tests nicht Blind durchgeführt werden sind diese nur Makulatur.

Meine Erfahrung, dass fast Jeder der unverblindet testet (gilt ebenso für mich), der Suggestion bzw. dem berühmten Placebo-Effekt (durch positive/negative Erwartungshaltung) erliegt, wurde schon ‘zig Male bestätigt. In dem Moment wo gesagt wird: “so, und jetzt hören Sie mal…..” (die behandelte/unbehandelte CD, MP3/lossless, das teure/billige NF-Kabel, das teure/billige Netzkabel, teure/billige Komponenten, etc.), passiert etwas, das einem hypnoseartigen Kommando gleichkommt! 9 von 10 Testpersonen reagieren darauf. Sie glauben dann tatsächlich einen Klangunterschied zu hören, der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Gibt es diese Kommandos nicht (wie beim verblindeten Vergleichen), fällt dieser Effekt weg und die Realität bleibt übrig. Schlimm ist die Tatsache, dass die HiFi Magazine mit ihren Testberichten genau diese Kommandos auslösen. Auch in Form von “Workshops”, vor anerkennend nickendem Publikum. Besonders peinlich kann es werden, wenn eine Testperson bewusst “beschummelt” wird und ohne einer tatsächlich stattgefundenen Veränderung bzw. Umschaltung behauptet, dass “das jetzt völlig anders (besser, schlechter) klingt”. Dieser böse Trick funktioniert fast immer! Einen eindeutigeren Beweis für eine stattgefundene Suggestion kann es wohl nicht geben!

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#16 Beitragvon Loewengrube » Sa 3. Aug 2013, 10:37

Es ist doch so: Ich schrieb schon als Titel "Kleiner (...) Hörtest" und habe nirgendwo einen wissenschaftlichen Anspruch erhoben. Wir (nicht nur einer, sondern gleich 3 Leute mit jeweils unterschiedlichen Erwartungen) haben 10 Kabel gehört und summa summarum keinen hörbaren Unterschied bekommen. Abgesehen von der Frauenstimme in genau einem Song und dazu dann auch einen Blindtest gemacht. Ergbebnis oben nach zu lesen.

Fazit - auch ohne jeden Blindtest - ist doch, wenn ich ein solches Ergebnis habe, wo ich nicht den geringsten Unterschied höre, dass ich für diese Kombinationen letztendlich jedes der Kabel nehmen kann, wenn es mir gefällt oder mir der Preis zusagt oder warum auch immer.

Der Test von dieser Woche nur zwischen zwei Kabeln war ebenfalls sowas von eindeutig, dass Du hättest 20 Blinde hinstellen können, und wirklich jeder von denen hätte das bestätigt. Und - im Gegensatz zum anderen Test - würde jeder von denen auch nach Wochen noch sagen können, welches Kabel da gerade ´spielt´.
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#17 Beitragvon mulleflup » Sa 3. Aug 2013, 10:40

Loewengrube hat geschrieben:
Der Test von dieser Woche nur zwischen zwei Kabeln war ebenfalls sowas von eindeutig, dass Du hättest 20 Blinde hinstellen können, und wirklich jeder von denen hätte das bestätigt. Und - im Gegensatz zum anderen Test - würde jeder von denen auch nach Wochen noch sagen können, welches Kabel da gerade ´spielt´.


Genau diesem widerspreche ich. Wie glaubwürdig können dann Aussagen von Testpersonen sein, bei denen es oft Minuten/Stunden/Tage/Wochen zwischen den Hördurchgängen gab? Jede Änderung in einer Anlage (z. B. das Umstecken von Kabel oder das Einlegen einer anderen CD) dauert eine Zeitspanne, die viel zu lang ist um sich Klangeindrücke so genau zu merken wie sie für derartige Vergleiche notwendig wären. Noch dazu ist die Musikwiedergabe nichts Statisches (wie beispielsweise zwei Fotos die man nebeneinander vergleicht) und das macht die Sache noch schwieriger!

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#18 Beitragvon Loewengrube » Sa 3. Aug 2013, 10:48

Kannst dem gerne widersprechen, aber ich weiß, was ich gehört habe und ich habe schon viel gehört. Bei Kabel A war alles reichlich flach und emotionslos und bei Kabel B eine offene Bühne mit wunderbar räumlicher Darstellung. Das hatte etwas von Schwarz und Weiß. Da brauche ich mir auch nichts zu merken. Bühne und Ortbarkeit ist entweder gegeben oder eben nicht. Ich spreche hier nicht von Nuancen, wo ich ebenso kritisch bin, wie Du. Ich spreche über a) keine hörbaren Unterschiede im ersten Test und b) manifeste Abweichungen im zweiten ´Test´, an den ich zudem eher kritisch gegangen bin, nachdem wir ja im ersten Hörtest keine greifbaren Unterschiede gehört hatten.

Und nochmal: Wenn ich bei Kabeln keinen Unterschied in einer Alltagssitutation höre, dann kann ich frei wählen. Mag vielleicht noch mal 2 oder 3 Kabel dann daheim für einen längeren Zeitraum mit mir bekannter Musik testen, um sicher sein zu können. Letztendlich macht es aber wohl wenig Sinn, für einen laufenden Meter über € 100,- auszugeben, wenn ich persönlich keinen Unterschied höre zu einem Kabel, welches einen Bruchteil kostet. So geschehen in Test 1.

Wenn aber nach einem Kabelwechsel die Sonne aufgeht, dann ist die Situation eine vollkommen andere. Auch ohne jeden Blindtest.
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#19 Beitragvon kalif75 » Sa 3. Aug 2013, 22:37

Ich habe mir 1998 aufgrund eines Stereoplay-Testes (HiFi Highlight 1997) 2 x 2,5 m Mogami Blue Rocket Kabel ohne Stecker für DM 275,- gekauft, was damals für ein LS-Kabel schon viel Geld war.
Und ich bereue den Kauf bis heute nicht. Jeder, der meine teilweise schon sehr betagte Anlage hört, bestätigt den Superklang und ich kenne nur einen, dessen Anlage besser klingt und die kostet über 6.000,- €. Und das liegt auch bei mir an den Mogami-Kabeln. Ich hatte bei Umbau der Anlage No Name-Kabel Querschnitt 4mm ausprobiert und schleunigst wieder die Mogami angesteckt, so gravierend war der Klangunterschied, vor allem im Bass (druckvoller) und den Höhen (klarer, Stimmen natürlicher). Es hängt immer von der jeweiligen Kombination (Verstärker/LS/Kabel) ab, wie gut eine Anlage klingen kann. Und noch weiter zurück zu Zeiten nach Einführung der CD habe ich auch mit einem damaligen Kollegen mit hochwertiger Anlage einen Blindtest mit behandelter/unbehandelter Dire Straits-CD (Rand grün) durchgeführt und die behandelte CD immer herausgehört, die klang tatsächlich Nuancen besser. Hinzu kommt, dass nicht alle gleich gut hören, 18 - 20 kHz hören überwiegend nur junge Menschen und da geht es schon los. Nach meiner Erfahrung kann man also schon Unterschiede hören und dies teilweise auch recht deutlich.

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#20 Beitragvon Loewefreund » So 17. Jan 2016, 12:18

Da ich mir mal wieder den etwas älteren Thread zum Kabelvergleich durchgelesen habe, dachte ich mir, ich poste hier mal einen interessanten Link.
Ich werde in den nächsten Wochen so einiges von meinen Soundkomponenten austauschen und auch die bisher verlegten Lautsprecherkabel.
Bis jetzt sind die vorderen LS alle mit 1,5mm2 und die Rear LS mit 0,75mm2 verkabelt. Die Rear LS haben bei mir schon jeweils ein 8,5m Kabel und vorne ca. 3m Kabel. Die neuen LS werden dann aber mit "normalen" 4mm2 versorgt.
Am logischsten klingt mir hier die Auswirkung der Leiterquerschnitte in Bezug auf die verlegte Länge. Da man wohl keinen signifikanten Unterschied zu den extrem teuren Kabeln hört (bei selben Querschnitt), investiere ich das Geld lieber in gute Lautsprecher.

http://dj4br.home.t-link.de/lautspr.htm
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#21 Beitragvon Loewengrube » So 17. Jan 2016, 12:31

Was sicher ja grundsätzlich mal der richtige Ansatz ist ;)
Sonst braucht man über "Kabelklang" eh nicht groß nachzudenken :D
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#22 Beitragvon Loewefreund » So 17. Jan 2016, 14:10

Genau :thumbsupcool:
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