Was ist unanfälliger und ggf. besser, Octo-LNB oder Quattro-LNB mit 8-Fach Multischalter?

Retrostyle
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Was ist unanfälliger und ggf. besser, Octo-LNB oder Quattro-LNB mit 8-Fach Multischalter?

#1 Beitragvon Retrostyle » So 2. Dez 2018, 17:53

Da ja zwei Loewe mit Doppeltuner ausgestattet sind und Schwiegereltern auch Fernsehen wollen, sowie zwei Receiver (beide mit HDD) zu versorgen sind, dachte ich an eine Umrüstung der bestehenden Satelliten-Empfangsanlage (70er Spiegel) entweder mit einem Octo-LNB zum Direkt-Anschluss aller Geräte (inkl. evtl. Zweitfernseher, der reparierte 32" von Telefunken für Schwiegermutter) oder einem Quattro-LNB mit Multischalter und entsprechendem "Kabelsalat". Das Haus ist nicht so groß, daher käme man zu allen Geräten mit unter 20 Metern an Kabel zurecht. Welche Lösung favorisieren die Fachleute unter euch?
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#2 Beitragvon Loewengrube » So 2. Dez 2018, 18:03

Wenn Du sicher bist, dass es bei einer maximalen Anzahl an notwendigen Anschlüssen bleibt...
Doppelt nicht bei der Überlegung vergessen…

Ist ja am Ende auch eine finanzielle Frage.

Wie ist denn die bisherige Verkabelung? Wäre eine Lösung von einer zentralen Stelle im Haus schneller oder mit weniger Aufwand umsetzbar?
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#3 Beitragvon Retrostyle » So 2. Dez 2018, 19:15

Naja, im Grunde sind es nach meiner Zählung Sechs Geräte, zwei mit Doppeltuner (eben die Loewen), zwei Receiver (eine Vu+ Uno mit interner und ein Comaq-Clone mit externer HDD) und zwei Telefunken SAT-Fernseher. Der Spiegel mit Quad-LNB ist an der Hausecke nach hinten angebracht. Ursprünglich war mal einer auf dem Dach, aber die alte Terrestrische Antenne war schon ziemlich marode und hat sich schnell verstellt, bei Analog-Empfang noch nicht gravierend gewesen. Zudem war das alte LNB durch Hagelschlag ziemlich kaputt geschossen, hatte aber noch funktioniert, nur bei Regen fiel das Bild vollständig aus. Die Kabel gehen alle über den Dachboden, von dort drei durch das obere und eines davon bis zum unteren Wohnzimmer und eines geht zum Schlafzimmer. Meine Überlegung mit dem Octo-LNB war, das dann eines mit Fensterdurchführung zum unteren ehemaligen Kinderzimmer geht, damit Schwiegermutter auch mal was anderes gucken kann als der Schwiegervater und jeweils ein zusätzliches Kabel zum oberen Wohnzimmer und zum oberen Schlafzimmer geht, zu letzterem evtl. sogar zwei zusätzliche (wegen dem Loewe-Doppeltuner). Ansonsten gibt es am Dachboden noch ein Holzbrett, wo ursprünglich der terrestrische Antennenverstärker gewesen ist, da hätte ich bei der Konfiguration mit Quattro-LNB und achtfach Multischalter eben jenen angebracht.
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#4 Beitragvon ws163 » So 2. Dez 2018, 21:21

Wir verbauen nur Quattro-LNCs mit Multischalter.Ist flexibler. Wenn möglich Multischalter mit Netzteil. Entlastet die angeschlossenen Geräte, wobei 20m Kabel-Länge in dem Fall nicht relevant sind. Aber bitte keinen Technisat Multischalter. Die sind im Eingangsbereich problematisch und ohne Messgerät sucht man sich dann dämlich.
Gruß
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#5 Beitragvon tege1 » So 2. Dez 2018, 22:58

Am besten auf einkabelsystem umstellen.
Entweder 2x4 oder 1x8 multischalter einsetzen, spart die weiteren Kabel (meisten schlecht möglich)
Ggf. noch kaskadiert

Gruß Tege
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#6 Beitragvon quantentroll » Mi 5. Dez 2018, 15:32

Ich würde auch ein Einkabelsystem (DiSEqC) empfehlen. Dann hast du den Kabelsalat recht gut im Griff. Vier Kabel von der Schüssel (+1 Terrestrisch falls möglich/gewünscht) zum Multischalter und eines oder zwei wieder raus. Da kannst du es dann splitten oder kaskadieren.
Kabellänge ist weniger das Problem. Man muss bei Kaskadieren und Verteilen nur wissen, wie sich die Dämpfungen addieren. Dann kommst du auch über 5 Stockwerke.

Jeder Teilnehmer (also jeder Tuner) erhält sein Signal auf einer festgelegten Frequenz bei diesem System. Versuch mal das Prinzip zu verstehen, dann wirst du sehen ob sich eine solche Anlage für dich eignet. https://www.reichelt.de/reicheltpedia/index.php/Unicable sei dir für den Anfang verlinkt.

Retrostyle
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#7 Beitragvon Retrostyle » Mi 5. Dez 2018, 16:27

Stimmt, da ja noch die zwei Uralt-Antennendosen existieren (für den hier bis 1992 existierenden Terrestrischen Empfang, ab dem Jahr wurde erstmals eine SAT-Anlage eingerichtet), könnte man das Kabel dort durch den Schacht ziehen und zumindest diese beiden durch SAT-Dosen ersetzen, die Frage wäre dann nur, wie verlängert man von den beiden Dosen dann in die jeweils anderen Räume? Abschlusswiderstand am Ende muss ja dann auch gegeben sein. Ein Achtfachverteiler wäre z.B. bei einem TELESTAR 5930527 nicht notwendig? Weil ich die Grafik so verstehe, das dann die Dosen quasi durchgeleitet werden bis zur Abschlussdose mit dem 75 Ohm Abschlusswiderstand?
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#8 Beitragvon quantentroll » Fr 7. Dez 2018, 09:06

Weil ich die Grafik so verstehe, das dann die Dosen quasi durchgeleitet werden bis zur Abschlussdose mit dem 75 Ohm Abschlusswiderstand?


Richtig. Der Ansatz gilt für jede linienförmige Verteilung, egal ob Sat, DVB-C oder Unicable. Du zweigst an jeder Dose einen gewissen Anteil ab, der Rest wird weitergeleitet. Wie viel genau ist angegeben. Am Ende des Kabels bleibt was übrig (wenn kein Receiver dranhängt), das muss der Abschlusswiderstand schlucken, sonst gibt es Reflexionen. Aber der passt in jede Dose.
Du kannst auch mit einem extra Splitter zB im Dachboden die Hälfte abzweigen und zwei Stränge aufbauen. Oder gleich einen Multischalter zwei Ausgängen verbauen.

Die Uralt-Antennendosen solltest du ersetzen. Es kann sein, dass alte Dosen die notwendigen Frequenzen nicht schaffen, nicht klar beschriftet sind,... Wenn neu dann vernünftig. Am besten mal von einem Elektriker beraten lassen, der insatlliert dir das auch und hat auch ein Messgerät, um zu sehen ob bei den Dosen alles richtig ankommt.


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