Ich war im Kino...

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FREE GUY

#451 

Beitrag von MovieMan »

Guy ist Bankangestellter in Free City und erlebt jeden Tag das Gleiche.
Das ist auch weniger ein Wunder denn er ist eine programmierte und nicht durch Menschen steuerbare Videospielfigur im angesagten Spiel FREE CITY.
Diese Figuren sind gescripted und nur schmückendes Beiwerk. Durch einen "Zufall" entdeckt er sein eigenes Bewusstsein, zur Freude der Gamer und zum Ärger der Programmierer.
Doch er ist wild entschlossen, sein neues Bewusstsein zu verteidigen.

Amüsante und zum Nachdenken anregende Geschichte, welche Fragen aufwirft.
Was ist künstliche Intelligenz? Ab wann beginnt sie? Was wollen Konsumenten? Wohin haben sich Videospiele entwickelt? Wer steuert die Entwicklung und Inhalte? Was sagt das Spielverhalten über unsere Gesellschaft aus? Und noch Vieles mehr.

Das ganze verpackt in ein Drama mit Action-, Komödien- und Schnulzenanteil, jedoch immer liebenswert, insbesondere durch die von Ryan Reynolds dargestellte Hauptfigur des Guy, welche auf everybodys Darling getrimmt wurde.

Hier und da erinnert das Design lose an READY PLAYER ONE.
Die Technik ist sehr gut Durchschnitt aber nicht der Überhammer, doch der Focus liegt mehr auf der Story.
Storytechnisch hat man an einer Stelle schamlos bei SIE LEBEN abgekupfert.
Weil das Ganze so charmant rübergebracht wird kann man darüber nicht böse sein, ebensowenig wie man Guy als Charakter nicht nicht gut finden kann.

Inhaltlich liebenswert gestalteter Film, welcher dem Zuschauer ein wenig Feel Good verpasst,
Und das ist in heutigen Zeiten ja auch nicht verkehrt.
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TOM & JERRY

#452 

Beitrag von MovieMan »

Tom & Jerry landen in New York. Jerry schafft es, im besten Hotel der Satdt abzusteigen, während Tom draußen bleiben muss. Durch die Fürsprache einer neuen Hotelmitarbeiterin, welche dort unter ungewöhnlichen Umständen zu einem Job gekommen ist, wird Tom als Jäger für Jerry engagiert. Und schon fliegen die Fetzen und die Einrichtungsgegenstände.
So ganz nebenbei soll auch eine große Hochzeitsfeier im Hotel stattfinden. Dass das nicht ganz störungsfrei abläuft, während sich die beiden durch den Komplex jagen, dürfte klar sein.
Aber nicht nur die beiden stiften Unfrieden, da ist ja noch.....

In den 80ern und 90ern hieß es für mich einmal die Woche: "Vielen Dank für die Blumen...." und ich hatte Mordsspaß mit dem ungleichen unkaputtbaren und blutleeren Duo.
Über die Cartoons kann ich heute noch lachen, da sie inzwischen noch politisch unkorrekter sind als damals.
Der Film entführt die beiden in die Realität. Als Cartoonfiguren werden sie in eine reale Umgebung eingefügt und im Laufe des Films gesellen sich noch weitere Cartoonfiguren dazu. Glücklicherweise hat man gar nicht versucht, die Figuren an die Realität anzupassen, sie sind nach wie vor Cartoons.
Die Interaktion mit den menschlichen Darstellern ist bis auf wenige Stellen sehr gut gelungen. Auch hat man davon abgesehen, T&J sprechen zu lassen. Alles wirkt so, als wären sie einfach nur aus dem TV-Cartoon in einen Realfilm geraten. Das stört nicht im Mindesten.
Darstellerisch gibt sich Chloe Grace Moretz als aufstrebende Hotelmitarbeitrin supersympathisch (wenn auch manchmal etwas nervig) und Micheal Pena hat an seiner Rolle als zweifelnder und investigativer Eventmanager sichtlich Spaß. Schade ist, dass man nur wenige Szenen mit Ken Jeong (der durchgeknallte Asiate aus HANGOVER) als Küchenchef gedreht hat. Damit hat man viel Potential verschenkt.

Storytechnisch bewegt sich der Film zwischen Cartoonaction, Liebesschnulze, Komödie und Drama.
Für Groß und Klein sowie Nostalgiker ein großer Spaß.
Den hatte z.B. ein kleines Kind hinter mir, welches sich bei den Jagdzenen von T&J deutlich hörbar amüsiert hat. Genauso soll es ja auch sein.
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THE FOREVER PURGE

#453 

Beitrag von MovieMan »

Für 12 Stunden sind in den USA im Rahmen der sogenannten Purge landesweit alle Verbrechen, auch Mord, zugelassen, um den Menschen ein Ventil für aufgestaute Agressionen zu geben.
Nach dieser Zeit ist Gewalt strikt verboten.
Doch als die Sirenen das Ende der Purge ankündigen legen manche erst so richtig los. Das von der Regierung und von Wirtschaftsvertretern ausgeklügelte Konzept hat seine Wirkung verloren, sehen doch die "Weißen und wahren Amerikaner" ihre Vorherrschaft durch zu viele Migranten bedroht.
Insbesondere muss sich eine Farmerfamilie und deren Mitarbeiter nach der offiziellen Purge gegen weitere Eindringlinge zu Wehr setzen.

Nächster Teil der Hetzjagd, topaktuell thematisch (Migrationsprobleme/Rassismus) in Szene gesetzt.
Wenn da der US-Nazi den Klang von Schüssen und Gewehrsalven mit einem Orchester vergleicht und anfängt psydophilosophisch zu schwadronieren, läuft es einem kalt den Rücken runter.
Die gezeigte Gewalt hat es auch in den anderen Teilen gegeben, doch der wahre Horror für mich ist der Bezug zur täglichen Realität, das verschafft Eindruck - einen traurigen. Man muss ja nur mal nach Nahost schauen oder in unser eigenes Land sowie die Trumppolitik nochmals Revue passieren lassen - hochgruselig.
Und da ist es umso besser, wie das Ende gestaltet ist, welches nochmals nachdenklich stimmt. Ich würde es als frech bezeichnen und finde es super, welcher Situation sich manche der Filmfiguren dann ausgesetzt sehen.

Abgesehen davon ist die Story spannend inszeniert und man fiebert mit den Protagonisten mit. Das sorgt für recht kurzweilige Unterhatung.
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PROMISING YOUNG WOMAN

#454 

Beitrag von MovieMan »

Cassy ist Anfang 30, beziehungsunfähig, hat ihr Medizinstudium abgebrochen, arbeitet in einem Cafe als Bedienung hinter dem Tresen und reißt abends Männer in Bars auf, um sich von den angetörnten und meist angetrunkenen Idioten abschleppen zu lassen. Doch für die meisten der Männer endet der Abend anders als gedacht.
Durch einen Zufall trifft sie einen ehemaligen Mitstudenten, für den sie wahre Gefühle hegt und bereit ist, ihre durch einen Schicksalsschlag ausgelöste Schüchternheit abzulegen.
Außerdem ergreift sie die nun gegebene Situation, diesen Schickslasschlag in ihrer ganz eigenen Art "aufzuarbeiten".

"Ruhiger" Thriller und aufwühlendes Drama um eine kaputte Frau, monströs gut gespielt von Cary Mulligan.
Der Film war für viele Oscars nominiert und nachträglich muss ich sagen: Nicht zu Unrecht!
Suspense wird hier fast wie bei einem Hitchcock geschaffen, ohne diesen zu kopieren, grandiose Leistung des Drehbuches sowie der Inszenierung.
Alles steuert auf einen unweigerlichen Höhepunkt am Ende zu, welcher nicht nur dem Zuschauer den Atem raubt und diesem eine tonnenschwere Bitterkeit auf dem Brustkorb legt. Der Gang aus dem Kino sowie die gedankliche Befreiung aus einer zwischenzeitlich eingetretenen Lähmung in den Gedanken, ob der Wucht des Finales, gelingt nur, weil es der Regisseur dem Zuschauer durch eine Prise Genugtuung erlaubt, sich aus dieser Lähmung zu befreien.
Doch die Wucht der Geschichte sowie des Gezeigten wirkt nach, sodass hier wahrhaft niemand das Kino glücklich grinsend verlassen dürfte.

Und trotzdem haben wir hier ein ganz starkes Stück Kino - und zwar saustark. Empfehlung!
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ESCAPE ROOM 2 - NO WAY OUT

#455 

Beitrag von MovieMan »

Zoey und Ben haben den ersten Escape Room der Minos Corporation überlebt, was für beide Spuren (z.B. fortwährende Albträume) hinterlassen hat. Um mit der Geschichte abzuschließen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, reisen sie nach New York. Auf dem Weg zu Minos werden sie unfreiwillig erneut Teilnehmer an einem Escaperoom-Spiel. Mit anderen Teuilnehmern, die nicht zufällig mit dabei sind, müssen sie um ihr Leben fürchten und versuchen, den Fängen der Organisation zu entrinnen während sie von einer zur anderen Prüfung geschickt werden.

Auf den ersten Teil aufbauende Geschichte, sehr rasant und fast ohne Atempause inszeniert. Das Spiel ist deutlich umfangreicher, die Fallen fast noch perfider. Nochmals mehr wird der Zuschauer im Unklaren gelassen, was noch Spiel ist und was nicht. Das steigert die Spannung - sofern man sich nicht die Trailer zu ausführlich angesehen hat.
Man hätte aber gern darauf verzichten können, Ben so nervig darzustellen - er ist permanent am Schreien. Obwohl es auf der anderen Seite mal ganz "witzig" ist, die schreiende Rolle auf den männlichen Charakter zu übertragen.
Aber egal welchen Geschlechts, fast grundlos dauernd schreiende Protagonisten gehen mir irgendwann auf den Senkel.
Für Spannung ist gesorgt, bis zum Ende, obwohl in diesem Genre geübte Zuschauer das Ende wohl schon erahnen können.
Grundsolide Fortsetzung der Überraschung des Erstlings. Hoffentlich reitet man das Pferd nicht komplett tot, indem permanente halbgare Fortsetzungen nachgeschossen werden. Ich fürchte nur, dass man die Kuh noch lange melken will.
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CANDYMAN

#456 

Beitrag von MovieMan »

Anthony ist Künstler und hat sich mit seiner Freundin in einem gentrifizierten Stadtteil Chicagos niedergelassen.
Durch Zufall hört er die Geschichte einer urbanen Legende, dem Candyman. Dabei soll es sich um eine gequälte Seele eines Mannes handeln, der vom Mob verfolgt wurde und dem man den Arm abschlug und stattdessen einen Haken (wie bei den Piraten) montierte, ihn mit Bienen folterte und schlussendlich dem Feuer aussetzte.
Sage man am Spiegel 5 Mal seinen Namen, erscheine er und tötet diejenigen, welche ihn heraufbeschworen haben.
Inspiriert von dieser Geschichte entwickelt Anthony seine Werke. Und ja, einige können es vor dem Spiegel dann nicht lassen....selbst Schuld, wenn man dann am Haken hängt.
Doch Anthony ist vilemehr mit der Legende verwoben als er ahnt.

Remake eines Horrorstreifens von 1992, damals noch mit Tony Todd in der Hauptrolle. Storytechnisch hat die aufstrebende Regisseurin Nia daCosta die Geschichte in die Neuzeit versetzt. Gentrifizierung und Rassismus prägen die Geschichte und anders als im Vorgänger erhält jeder Mord seine eigene kleine Geschichte.
In Rückblenden wird die Geschichte des wahren Candymans als Scherenschnitt/Schattenspiel erzählt. Das steigert ungemein noch die rassistische Beleuchtung der Legende, da durch das Schwarz/Weiß des Scherenschnitts auch der Kontrast des Inhaltes (nicht nur des Bildes) hervorragend dargebracht wird. Es lohnt sich auch, den schon fast künstlerischen Abspann anzusehen.
Die Spannung ist teils recht hoch, kann aber nicht über die gesamte Spieldauer gehalten werden. Schauspielerisch gibt es nichts Herausragendes zu verkünden, eher recht solide Leistungen mir eher unbekannter bzw. nicht im Gedächtnis gebliebener Darsteller. Zu erwähnen ist noch, dass fast alle Rollen mit Farbigen bestezt wurden.

Für Gruselfans sicherlich eine Sichtung wert.
Fun-Fact am Rande: In dem von mir besuchten Kino sind die Spiegel auf den Toilettenräumen mit einem Candyman-Rahmen versehen worden. Ich möchte nicht wissen, wie viele davor stehen und tatsächlich seinen Namen rufen. Ich zumindest habe aus Sicherheit nach 2 Mal abgebrochen; wer weiß denn schon? (Hilfe, ich werde paranoid :nicky: )
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THE FATHER

#457 

Beitrag von MovieMan »

Anthony (Anthony Hopkins) ist ca. 80 Jahre alt und kommt - entgegen seiner eigenen Meinung - aufgrund seiner Demenz nicht mehr allein zurecht. Er wird durch seine Tochter Anne (Olivia Coleman) unterstützt.
Diese will vor ihrem Umzug von London nach Paris ihren Vater in guten Händen wissen und sucht nach einer neuen Pflegerin, denn Anthony kann sich zwar charmant geben, tut es aber nicht immer.
Die Nerven bei allen Beteiligten liegen blank, eine persönliche Tragödie bahnt sich an.

Filmisches Kammerspiel nach einem Bühnenstück. Schauspielkino wie es besser nicht sein kann. Hopkins spielt wie er und man nicht besser spielen kann (Oscar 2021) und Coleman hält locker mit (leider kein Oscar).
Das sensationelle Drehbuch (Oscar 2021) peitscht beide unaufhörlich in ihrer Performance nach vorn, ohne Atempause in der Geschichte und für den Zusachauer.
Wer einmal eine demente Person erlebt hat, kann an der Performance von Hopkins keinen Zweifel hegen. Der leere Blick, die Ungeduld, die Zweifel an Wahrheit und Trug, emotionale Explosionen - alles ist in der Rolle vereint und wird authentisch transferiert. Gestik und Mimik von einer so hohen Schule, dass einem der Atem wegbleibt. Und Coleman? Weniger Gestik, dafür noch mehr Mimik. Mit dem Zucken der Gesichtsmuskeln kann sie ganze Geschichten erzählen, Trauer, Wut und der komplette Weltschmerz sind aus diesen Gesichtszügen ableitbar und nachvollziehbar.
Ein besseres Schauspiel habe ich kaum irgendwo gesehen.
Die Thematik ist bedrückend, geradezu niederschmetternd. Durch Kniffe in der Story (z.B. Perosnentausch) wird auch der Zuschauer in manchen Momenten im Unklaren gelassen und muss sich gedanklich neu aufstellen.
Das verstärkt das Verständnis, welches einer dementen Person entegegen gebracht wird. Auch diese ist in sich gefangen und muss zwischen Realität und Einbildung (im Sinne von Vergessen) ständig Kämpfe mit sich ausfechten.

Nein, inhaltlich eigentlich eine wirkliche Zumutung für jeden Zuschauer, doch das Durchhalten wird belohnt mit den besten schauspielerischen Leistungen, die ich in den letzten Jahren ansehen durfte.
Allen denen, die Zuschauspielern bei ihrer harten Arbeit einmal zusehen und diese durch einen Kinobesuch würdigen möchten, kann ich diesen Film dringend ans Herz legen, auch wenn man das Kino ob des Inhaltes nicht fröhlich verlässt.
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KILLER´S BODYGUARD 2

#458 

Beitrag von MovieMan »

Nachdem der Bodyguard Michael dem Profikiller Darius im ersten Teil das Leben gerettet hat, bahnt sich bei ihm ein Burn Out an und er versucht, sein Leben neu zu definieren und es vor allem ruhiger angehen zu lassen.
Doch kaum im Urlaub wird er von Darius`Frau Sonia "entführt", da Darius schon wieder in Schwierigkeiten steckt. Im weiteren Verlauf gerät Micheal in das Eheleben des turbulenten Paares und muss mit Darius plötzlich so ganz nebenbei auch noch die Welt vor einem Idioten retten, der Griechenland wieder in den Mittelpunkt der Zivilisation rücken möchte.
Die Bildung eines neuen Ichs wird daurch für Michael zur Herausforderung, auch weil er sein eigenes Familienleben noch in den Griff zu bekommen hat.

Flotter und actionreicher Nachfolger des ersten Teils, der die Ehe von Darius und Sonia mehr in den Mittelpunkt rückt und einer Salma Hayek wesentlich mehr Leinwandpräsenz spendiert.
Man fragt sich den Film über, wer eigentlich die durchgeknallteste Perosn ist, Darius, Sonia, Michael oder - nennen wir ihn mal: Mister X.
Überall wo das ungleiche Trio auftaucht sterben Menschen und wird begleitet von unsäglichen Fluchtiraden und Beschimpfungen, die so gar nicht ladylike vor allem von Sonia abgelassen werden.
Michael verkommt zur Randfigur und leidet ständig vor sich hin, lange davon beseelt, dieses alte Ich hinter sich zu lassen. Die Rolle des ewig Leidenden erfüllt Ryan Reynolds mit Bravour, während Salma Hayek und Samual L. Jackson sicht- und hörbar viel Spaß haben, das verrückte Paar zu geben.

Gutelauneactionkino, mehr aber auch nicht. Trotzdem ein würdiger Nachfolger des ersten Teils, bei dem die Rollen etwas anders verteilt sind.
Kopf aus, Popcorn raus und fertig.
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SHANG-CHIE - UND DIE LEGENDE DER ZEHN RINGE

#459 

Beitrag von MovieMan »

Der junge Shang-Chie muss sich mit der Terrororganisation "Die zehn Ringe" auseinandersetzen. Dadurch ist er gezwungen, sich seiner Vergangenheit, insbesondere seiner Familie zu stellen.
Es gilt, nicht weniger als den Weltuntergang zu verhindern, denn mit der Macht der Ringe soll ein monströses Ungeheuer befreit werden, welches die Menschheit auslöschen wird.
So macht sich Shang-Chie mit Gefährten auf den Weg und landet in einer anderen Welt, wo ihm seine Vergangheit und auch die Zukunft vor Augen geführt wird.

Mit Shang-Chie wird ein neuer Charakter in das Marvel-Universum eingeführt, der erste chinesische "Superheld". Der Cast ist fast ausnahmslos mit asiatischen Schauspielern besetzt, Ben Kingsley darf den Clown geben und verleiht dem Film an der einen oder anderen Stelle eine humorige Nervigkeit.
Aus dem Einheitsbrei hearusstechend ist allein durch ihre Erscheinung Michelle Yeoh, ansonsten gibt es weder schauspielerisch noch hinsichtlich des neuen Marvel-Ccharakters eine Offenbarung.
Der Zuschauer wird durch einen Familienkonflikt auf Fantasy Art geschleift, ohne dass man Nähe zu den Figuren aufbauen kann.
Wenn das das neue MCU wird - dann gute Nacht. Der ganze Streifen ist gefühlt für den asiatischen Markt produziert worden, doch die fantastische Welt, in die man eintaucht, wollte mich bis auf eine kurze Sequenz nicht so ganz gefangen nehmen (das war bei BLACK PANTHER anders). Da konnte ich mit THE GREAT WALL wesentlich mehr anfangen.
Einzig die Mid-Credit-Szene hat bei mir Spannung dahingehend aufgebaut, wie dieser Charakter in das neue MCU zukünftig eingebunden wird. Und ja, es gibt auch noch eine Post-Credit-Szene.

Auch technisch hat Marvel/Disney hier einen Gang zurückgeschaltet. Die Special-Effects sehen gut durchschnittlich aus, der Sound ist ok, aber alles nicht vom Hocker hauend - trotz des Einbindens namhafter Effektschmieden.
Das ganze wirkt so, als wolle Marvel mit Macht und diesem Appetithappen den asiatischen Markt auf das neue MCU einschwören (um ordentlich Kohle zu generieren).
Bin mal gespannt, wie der Film in der westlichen Sphäre aufgenommen wird. Natürlich wird er auch hier seine Fans finden, fragt sich nur, wie viele.
Ich hätte gern Positiveres berichtet.
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BECKENRAND SHERIFF

#460 

Beitrag von MovieMan »

Das Motto von Bade...äh Schwimmmeister Karl ist: Auf Bahn 6 wird nicht gekrault!
Auch sonst sorgt er penibelst für die Einhaltung aller Regeln, welche ein Freibad so mit sich bringen. Doch die Tage des Bades sind gezählt, es soll neuen Immobilien Platz machen.
Doch Karl muckt auf und initiiert ein Bürgerbegehren zum Fortbestand des Bades. Er weiß, einige Personen hinter sich zu versammeln.
Das Bad solle nicht schließen, es gehöre zur Kultur, biete auch Flüchtlingen Perspektive und außerdem Gelegenheit liebgewordene Menschen so ganz nebenbei immer um sich zu haben.
Das Vorhaben wird natürlich durch finanzielle Interessen anderer Gruppen immens gestört. Fragt sich nur, wer den längeren Atem hat.

Klamaukgarant Milan Peschel gibt hier die Hauptrolle des sympathischen Sonderlings. Der weitere Cast ist bis auf wenige Ausnahmen mit eher unbekannteren Kinodarstellern (mehr bekannte Gesichter aus dem TV-Bereich), wobei Johanna Wokalek als taffe Trainerin für das Männerwasserballteam deutlich heraussticht.
Die Charaktere sind von peinlich bis skurill gehalten, der Witz ist eher flacher Natur, wobei fast immer die Kurve in das Sympathische bekommen wird.
Die Story vermixt vielfältige Themen wie deutsche Regelwut, Kulturleben, politische Machtgefüge im Gemeindekosmos, Liebesgeschichten, Flüchtlingsdramen, Immobilienhaikritik, etc. und ist immer kurz davor, den Faden in diesem ganzen Wirrwarr zu verlieren. Die Mühen des Drehbuches merkt man der Spielweise zum Teil auch an, doch die Akteure tun ihr Bestes.
Dabei finde ich die Performance von Peschel gar nicht so schlecht. Er kann mit seiner Mimik so einiges anstellen. Ich denke sogar, dass man diesen Schauspieler sehr unterschätzt und ihn leider in den Kinoproduktionen in eine feste Schublade gepackt hat, aus der er nur schwer herauskommt. Ich würde mal gern einen Film sehen, wo er in einer ernsten Haupotrolle besetzt ist.

Harmloser Spaß zum Wochenende, bei dem entspannt werden kann, sodass man gelöst in den verlängerten Feierabend gehen kann.
Trotzdem bitte nicht vergessen: Auf Bahn 6 wird nicht gekrault!
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DON´T BREATHE 2

#461 

Beitrag von MovieMan »

Der blinde Ex-Navy Seal Norman hat den Einbruch in sein Haus (aus Teil 1) überlebt und lebt mit seiner jungen Tochter Phoenix zurückgezogen von der Außenwelt in seinem Refugium vor sich hin.
Es ist klar, dass er das Mädchen nicht mehr lange von der Zivilisation fernhalten und beschützen kann, die Kleine fängt nämlich auch an, unangenehme Fragen zu stellen.
Als ihn seine Vergangenheit einholt und der kleinen Phoenix Leid widerfährt, schlägt er erbarmungslos zurück, um die Kleine - und auch sich selbst - zu retten.

Stephen Lang verkörpert die Hauptrolle gekonnt und glaubhaft eiskalt und erbarmungslos. Allein diese Darstellung lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.
Von der Erzählweise und Umsetzung her, kann der Film teils mit dem letzen RAMBO verglichen werden, denn der Protagonist zieht als Ein-Mann-Armee gegen zahlreiche Widersacher zu Felde, um sein Heim und seine Liebe zu verteidigen. Der Gewaltpegel ist hoch, blutig, ultrahart und an einigen Stellen explizit, die FSK18 sind total gerechtfertigt. Mehr wäre ohne Verpflichtung, die Schere anzusetzen, zumindest in Deutschland nicht gegangen.
Doch nicht nur die physische Gewalt ist enorm. Im Rahmen einer der mehreren Wendungen im Film wird auch psychische Gewalt in brutalster Weise ausgeübt, sodass ich für meinen Teil diese Stelle als die übelste im ganzen Film ansehe. Dabei muss ich gestehen, man hätte das kommen sehen können. Doch abgespannt von der Arbeitswoche (nein, jetzt bitte keine Beileidsbekundungen) war ich nicht ganz konzentriert, sodass die Wendung mich in ihrer Wirkung voll erwischt hat.
Die Spannung wird dank der Inszenierung konsequent bis zum Ende hoch gehalten und fällt auch gegenüber dem ersten Teil in der Qualität nicht ab.

Visuell weiß die Umsetzung zu gefallen, als dass viel im Dunkeln spielt, das Bild aufgrund der hervorragenden Arbeit mit spärlichem Lichteinfall aber immer gut durchzeichnet ist, sodass dunkle Szenen nicht im visuellen Matsch absaufen. Noch besser ist die Akustik gelungen. Insbesondere die Höhen kommen glasklar und das Soundmixing ist sensationell gelungen. Während viele Filme bei aufwendigen Actionszenen in einem lauten Einheitsbrei der Geräusche untergehen, ist hier jedes Geräusch hervorragend auf die Lautsprecher im Saal deutlich hörbar abgemischt. Auch in den ruhigen Szenen sind die Geräusche ganz sauber herausgearbeitet, wodurch einigen Szenen zusätzlich eine atemlose Spannung verliehen wird. Eine ganz hervorragende Arbeit der Techniker.

Dass am Ende einfach mal so bei STAR WARS geklaut wird, sei mal verziehen.

Spannender Nachfolger der Überraschungshits aus 2016, in dem Stephen Lang einem Sylvester Stallone in nichts nachsteht.
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lightdesign
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Dune – der Wüstenplanet

#462 

Beitrag von lightdesign »

Ich war seit mind. 2 Jahren nicht mehr im Kino. Aber Dune – der Wüstenplanet soll richtig fetzten
Loewe.
bild 3.55 OLED Black SL4xx
Sonos Soundbar | Sonos Subwoofer | 2* Sonos One

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Rudi16
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#463 

Beitrag von Rudi16 »

Ich spiele auch mit dem Gedanken. Vielleicht morgen oder am Montag (Kindertag :D )...
Loewe Connect 40 3D DR+ (8.52.0), UniCAM V2 (Sparta 5.52), Yamaha Aventage RX-A810 / BD-1010, Canton GLE490.2, GLE455.2 und GLE430.2, Nubert AW-441, Fritzbox 7362SL+4020, iPad1, iPhone6, GeeXBoX auf PandaBoard, CubieBoard, CuBox, CuBox-i, RaspberryPi 0-3

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#464 

Beitrag von zero11 »

Ich fand den Hammer…..auch der Score von Hans Zimmer…. https://youtu.be/uTmBeR32GRA
Unbedingt im Kino schauen!!! Überlege sogar nochmal reinzugehen……
In 2 Wochen dann Bond…
LOEWE. bild 7.65 auf Floorstand FSM 7.65-77, SL420@Beta, Ton über Yamaha RX-A 2060, Apple TV 4K, Oppo UDP-203
LOEWE. bild 7.55 auf Tablestand TS 7.55, SL420@Beta

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DUNE

#465 

Beitrag von MovieMan »

Der Impeartor zieht die Truppen der Harkonnen vom Planeten Arrakis ab. Die Harkonnen haben auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten bisher das für das Imperium so wichtige Spice gefördert, ohne das Raumfahrt nicht möglich ist. Die Einwohner von Arrakis, die Fremen, werden als billige Arbeiter gehalten und sind verdammt dazu, sich in der Wüste ihr Leben zu arrangieren. Anstelle des Hauses Harkonnen wird das Haus Atreides mit dem Abbau betraut, wobei der Fürst von Atreides eher gemäßigt ist und mit den Fremen ein gutes Auskommen haben möchte.
Die ausgebooteten Harkonnen schlagen aber zurück und das Haus Atreides droht in einer Intrige unterzugehen. Einzige Hoffnung ist Paul Atreides, Sohn des Fürsten. Kann er den Untergang des Hauses aufhalten?

Neuverfilmung einer Romanreihe des Scifi-Autoren Frank Herbert. Es gibt bereits eine Verfilmung von David Lynch mit Sting in einer Nebenrolle. Diese neue Verfilmung unter der Leitung von Denis Villeneuve (ARRIVAL, BLADE RUNNER 2049) soll näher an der Romanreihe sein. Das kann ich nicht beurteilen, da ich die Bücher nie gelesen habe. Der Film umfasst auch nur einen kleinen Teil der Gesamtgeschichte.

Schauspielerisch wurde eine ordentliche Riege aufgefahren: Oscar Isaac, Josh Brolin, Dave Bautista, Zendaya, Jason Momoa, Stellan Skarsgard, Javier Bardem, Charlotte Rampling....
Es wird sich einige Zeit genommen, einzelne Charaktere einzuführen, was allerdings in der Interaktion mit anderen Figuren geschieht. Das spart etwas Zeit und macht den über 150 Minuten langen Film nicht noch länger und hält die Spannung weiter oben.
Herausragende Leistungen sind nicht zu vermelden, hier brilliert das Team insgesamt als ausgewogener Cast.

Dafür ist der Film technisch der Hammer. Villeneuve zaubert beeindruckende Bilder und Kameraperspektiven auf die Leinwand. Er hat mit seinen Vorgängerfilmen wohl nur geübt, um uns ein solches Epos würdig zu präsentieren. Die Farben sind entsättigt, was ungemein die Wirkung der Umgebung und der Lebensverhältnisse auf Arrakis unterstreicht. Die blauen Augen der Fremen setzen sich förmlich leuchtend von den übrigen Farben ab und verleihen dem Volk fast etwas Mystisches.
Dazu gehört auch die Aussstattung. Während die Gebäude eher karg gehalten sind, sind die Raumschiffe umso größer und mächtiger. Seit STAR WARS waren wohl kaum größere Schiffe zu sehen.
Untermalt wird das von einem sensationellen Sounddesign. Das Grummeln der Schiffe erzeugt einen wahnsinns Tiefbass, sodass der Zuschauer das in der Magengrube spürt. Gute direktionale Effekte runden den sehr guten Gesamteindruck ab, einzig die Höhen hätten noch etwas klarer sein dürfen (so wie bei DON´T BREATHE 2). Klagen auf hohem Niveau.
Dazu gesellt sich ein wunderbarer Score von Hans Zimmer, welcher metallische Klänge mit Anleihen afrikanischer Musik (zumindest deuten das meine Ohren so) perfekt arrangiert hat.
Die visuellen Effekte stehen in nichts zurück. Die Raumschiffe, die Ernteschiffe und die Sandwürmer sind gut in die Umgebeung eingearbeitet. Selten habe ich so gute Sandeffekte gesehen, da lohnt sich bestimmt ein Making Of.

Zero11 hat in seinem Beitrag recht. Das ist ganz klar ein Film für die große Leinwand, und zwar für die größte, die ihr in eurer Umgebeung finden könnt, bestenfalls zusätzlich mit einem deftigen Soundsystem ausgestattet.
Auf IMAX in DOLBY ATMOS müsste das Filmvergnügen herausragend sein. Bild und Ton bieten auf jeden Fall allerbeste Voraussetzungen dafür.
Und das Ende verlangt nach einem weiteren Teil.
bild 7.55 Software 5.3.5.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

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SAW SPIRAL

#466 

Beitrag von MovieMan »

Ein Irrer Serrienmörder richtet Polizisten mit grausammen Foltermethoden, nicht ohne ihnen zumindest theoretisch die Chance zu geben, mit dem Leben durch ein "Spiel" zu kommen, auch wenn das eine oder andere Körperteil dabei auf der Strecke bleibt. Der Einzelgänger Detective Zeke (Chris Rock) wird immer weiter in die Morde hineingezogen und muss erkennen, dass er mehr damit zu tun hat als er zunächst denkt. Sein Vater (Samuel L. Jackson), ehemaliger Polizist, ist keine große Hilfe, behandelt er seinen Sohn immer noch so, als wäre er ein kleiner Junge. Derweil zieht sich die Schlinge des Mörders immer enger.

Jigsaw ist zurück!? Mitnichten, Tobin Bell spielt in diesem Fall keine Rolle mehr. Wer darauf gebaut hat, wird enttäuscht.
Die Geschichte ist auch anders aufgemacht. Große Vorkenntnisse aus der bisherigen Reihe sind nicht von Nöten. Auch die Atmosphäre ist eine ganz andere. Standen bei den Vorgängern die Fallen und "Spiele" im Vordergrund ist es hier eher die Jagd nach dem Täter. Die Folterszenen sind teils explizit in Szene gesetzt, daher die FSK18 auch gerechtfertigt.
Chris Rock mal gar nicht lustig. Allerdings haben mir die schauspielrischen Leistungen des gesamten Castes in der ersten Hälfte gar nicht gefallen. Die Dialoge klangen wie aufgesagt, lieblos dahergebrabbelt.
Ich denke aber, es liegt an der deutschen Synchro. Diese ist zwar technisch ok, doch passt die gefühlsmäßige Ausarbeitung nicht zu dem, was auf der Leinwand zu sehen ist. In der zweiten Hälfte wird das etwas besser.

Ansonsten erhält der Zuschauer einen soliden Torture Porne im SAW-Universum. Ob das nun endlos so weitergeführt werden muss, ist trotz der größtenteils aufkommenden Spannung fraglich.
Aber: Immerhin bekommt man hier mal wieder Samuel L. Jackson zu Gesicht, natürlich mit seinem mitlerweile üblichen "Motherf....."-Gerede. Man sieht ihn ja auch nicht so oft in Filmen, so rar wie er sich macht :rofl:
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