Ich war im Kino...

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MovieMan
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CONJOURING 3

#426 

Beitrag von MovieMan »

Nächster Teil der Gruselreihe aus dem teils wahrheitsgetreuen Conjouring Universum.
Die Geisterjäger Ed und Lorrain Warren versuchen sich diesmal in Teufelsaustreibung. Wahrscheinlich sind sie aber nicht geübt genug, da sich der Plagegeist erstaunlich bzw. eigentlich weniger erstaunlich als sehr widerstandsfähig erweist und alle Register seiner Fähigkeiten zieht. Nicht nur ihre Schützlinge müssen um ihr Leben kämpfen, auch Ed und Lorrain selbst.

Langsam zeigt sich, das die Reihe abgegriffen wirkt. Zwar spielen P. Wilson und V. Farmiga ihre Rollen wieder sehr souverän, doch der Rest des Castes fällt deutlich ab.
Außerdem sind die ersten 10 Minuten einfach nur geklaut und einem anderen Film entliehen, teils bis in einige Kameraeinstellungen hinein. Fans werden wissen was ich meine wenn sie diesen Film dann sehen.
Die Inszenierung kann die Spannung nicht durchgehend halten, der Grusel hält sich in Grenzen, große Überraschungen sind nicht zu erwarten.
Gefallen haben mir einige Specialeffects hinsichtlich der Körpereffekte und durch geschickt eingesetzte Beleuchtung wurde für mich die meiste Spannung erzeugt.
Man kann kaum glauben, dass das Gezeigte auf realen Erlebnissen beruhen soll. Wie gesagt, die ersten 10 Minuten sind geklaut.

Letztlich der schwächste Teil.
Zeit Ed und Lorrain in Rente zu schicken?
Wenn nein, dann muss wieder mehr Spannung her. Vielleicht sollte man dann nicht den angeblich realen Geschichten nacheifern, sondern neue Spannungsbögen erfinden. Wäre schade, wenn die gut harmonierenden Schauspieler die Rollen nicht mehr ausfüllen würden.

Für Fans vonTeil 1 und 2 zumindest einen Blick wert, der Rest überlegt.
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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CATWEAZLE

#427 

Beitrag von MovieMan »

Otto Waalkes als verpeilter Zauberer aus dem Mittelalter, den es in die Gegenwart verschlägt und der seinen Zauberstab verliert. Mit Hilfe eines Jungen versucht er zurück in den Besitz zu gelangen um in seine Zeit zurückzukehren. Doch der deutsche Staat und die Gesellschaft wissen ihm, den Weg zurück so schwer wie möglich zu machen.

Klamotte, Kinderfilm, Komödie, der Film ist irgendwas dazwischen. Otto ist bestrebt, sich zurückzuhalten und den anderen Akteuren Raum zu lassen. Eigentlich sind die Szenen am besten, wo er nicht typisch kalauert sondern eher spitzfindig und amüsant agiert, leider zu selten. Dafür gelingen ihm ernstere Szenen unglaublich gut, er sollte mal eine ernste Rolle wagen. Zu verlieren hat er in seinem Alter nichts.
Julius Weckauf spielt nicht so gut wie im Hape Kerkeling Film. Immer wenn Szenen mit seiner jungen Partnerin anstehen, wirkt das Schauspiel hölzern und die Texte aufgesagt, weniger gespielt.
Dennoch hat der Film zwei Stars. Eine super animerte Kröte, jedenfalls denke ich, dass sie animiert war und nicht zuletzt eine wunderbare Katja Riemann als Bösewichtin. Ihr Auftritt allein ist schon sehenswert.

Familienunterhaltung der seichten Art, die Kinder freuen sich und manch Erwachsener schwelgt in Kindheitserinnerungen ob der gleichnamigen TV Serie.
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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Rudi16
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#428 

Beitrag von Rudi16 »

... und nicht zuletzt eine wunderbare Katja Riemann als Bösewichtin
Auch wenn sie scheinbar eine etwas schwierige Persönlichkeit ist: Gibt es eigentlich einen Film in dem sie nicht brilliert?
P.S.: Mein absoluter Favorit (leider ist der Trailer nur in extrem bescheidener Qualität verfügbar).
Loewe Connect 40 3D DR+ (8.52.0), UniCAM V2 (Sparta 5.52), Yamaha Aventage RX-A810 / BD-1010, Canton GLE490.2, GLE455.2 und GLE430.2, Nubert AW-441, Fritzbox 7362SL+3370, iPad1, iPhone6, GeeXBoX auf PandaBoard, CubieBoard, CuBox, CuBox-i, RaspberryPi 0-3

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GODZILLA VS KONG

#429 

Beitrag von MovieMan »

Godzilla hat sich gegen die Menschen gewandt und zeitgleich versuchen Forscher King Kong von Skull Island herunter zu bekommen.
Einen weiteren Titan in seinem Reich kann Godzilla nicht dulden. Es kommt zur unvermeidlich ultimativen Konfrontation, während Wissenschaftler an einer Überraschung basteln.

Reine Kampf- und Zerstörungsorgie, mit aufgesetzter Geschichte, welche sich diesmal mehr auf Kong beschränkt. Das Franchise beschreitet den gleichen Weg wie TRANSFORMERS. Trotz aller Spezialeffekte sieht Kong viel zu künstlich aus, Godzilla ist gut aufgelöst und animiert.
Das Bild war recht klar, der Sound schön räumlich, der Bass druckvoll. Wenn das auf 4K Scheibe so übernommen wird, gibt es Präsentationsmaterial für das Heimkino mit Ärgerfaktor für die Nachbarn, jedenfalls bei höheren Pegeln.

Für Fans, die es mögen wenn kein Stein auf dem anderen bleibt.
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MONSTER HUNTER

#430 

Beitrag von MovieMan »

Ein Suchtrupp des Militärs durchkämmt die Wüste nach verschwundenen Kameraden, wird von einem Sandsturm erfasst und muss fortan gegen Monster und für das eigene Leben kämpfen.

Klingt weit hergeholt? Ist ja auch eine Videospielverfilmung.
Man hat sich auch ordentlich bei anderen Werken bedient, ALIENS, IM LAND DER RAKETENWÜRMER und STARSHIP TROOPERS. Dazu magische Waffen und viel Action und Fantasy. Inszeniert wurde der Film von Wes Anderson, welcher durch die Verfilmung von RESIDENT EVIL schon reichlich Erfahrung in der Umsetzung von Telespielen gesammelt hat.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass Milla Jovovich den Hauptpart spielt.
Die deutsche Coproduktion ist dabei recht ordentlich umgesetzt, die Monster gut animiert, Video und Audio stimmen ebenfalls.
Genretypisch darf man schauspielerisch keine Glanzleistungen erwarten, dafür aber den einen oder anderen flachen Witz und eine immer hübsch in Szene gesetzte Hauptdarstellerin, welche selbst mit verdrecktem Gesicht noch ein strahlendes Lächeln in die Kamera halten kann. So sehen Videospielheldinnen aus.
Also Kopf aus und das Actionfeuerwerk genießen, nicht nach Logik und Sinn fragen, dafür 114 Minuten Spaß haben, Popcorn nicht vergessen.
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DER SPION

#431 

Beitrag von MovieMan »

60er Jahre, der kalte Krieg ist im Gange und die UDSSR ist kurz davor, Atomwaffen auf Kuba zu stationieren, zum Missfallen der westlichen Mächte.
Ein Oberst der Sowjets nimmt heimlich Kontakt zum MI6 in England auf.
Der Westen schickt einen einfachen Geschäftsmann nach Moskau, der dort spionieren soll. Gegen seinen Willen verstrickt er sich immer tiefer im Sumpf der Spionage bis es wirklich gefährlich für alle Beteiligten wird.

Film nach wahrer Begebenheit, Benedict Cumberbatch mimt den Geschäftsmann.
Die ganze Geschichte ist um diese eine Person aufgebaut, sodass sich quasi ein Einmannstück plus ein paar Komparsen ergibt. Erstaunlich mit welcher Leichtigkeit, ja geradezu Selbstverständlichkeit er die Rolle ausfüllt. Ohne viel Bramborium, doch mit viel Schauspielkunst. Er kann es einfach.
Ich hatte auch nicht erwartet, dass der Spannungsbogen recht konstant oben gehalten wird, bis zum Schluss.
Das Bild wirkt von den Farben her leicht entsättigt, das verleiht dem Film einen leicht dokumentarischen Eindruck. Oder die Projektion war nicht gut.
Immer wieder sticht auch die schön und wohlgefällig komponierte Musik hervor.
Da ist ein kleines Kunststück gelungen, da das Arrangement gleichzeitig westlich beschwingt und russisch schwermütig klingt.

Kleine historisch angehauchte Spannungsperle mit einem superb aufgelegten B. Cumberbatch.
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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#432 

Beitrag von MovieMan »

AUFRUF FÜR DAS KINO

Liebe Filmfans, die Kinos haben wieder geöffnet, es gibt allerhand neue Filme zum Schauen. Leider steht das Kino zum Teil in erheblicher Konkurrenz zum Streaming und Anbieter wie etwa Disney bringen die Filme zeitgleich zum Kinostart auf dem Streamingportal, wie aktuell BLACK WIDOW. Selbst als Abonnent muss man 22 EUR für den Film berappen.
Dieses Vorgehen prangere ich an und weigere mich, das zu bezahlen, zumal ich den Film natürlich zunächst auf Leinwand sehen möchte.

Ich kann verstehen, dass Familien lieber 22 Euro für den Stream ausgeben, da es erheblich billiger ist.
Wenn andere Anbieter nachziehen wird Kino langsam aussterben, die kleineren wird es dann besonders treffen.
Ich bin hier nicht der Moralapostel und werde das auch nicht diskutieren. Jeder muss selbst entscheiden, was er macht.

Für die Karte für BLACK WIDOW in 2D habe ich heute übrigens 5,99 Euro bezahlt, derzeit regulärer Preis einer größeren Kinokette. Nutzt doch gern solche Angebote.

Demnächst kommen wieder ordentlich Rezensionen, ich komme mit dem Schreiben teilweise nicht hinterher, etwas Geduld.

Wir sehen uns.....hoffentlich im Kino.
Bis dahin
Euer MovieMan
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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zero11
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#433 

Beitrag von zero11 »

Keine Sorge! Bevor ich 22 Tacken berappe würde ich auch definitiv ins Kino gehen.
Allein das Riesenbild und den Sound kann kein Homecinema ersetzen! :thumbsupcool:
LOEWE. bild 7.65 auf Floorstand FSM 7.65-77, SL420@Beta, Ton über Yamaha RX-A 2060, Apple TV 4K, Oppo UDP-203
LOEWE. bild 7.55 auf Tablestand TS 7.55, SL420@Beta

ws163
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#434 

Beitrag von ws163 »

Schliesse mich zero11 an :thumbsupcool:
Black Widow ist fürs nächste WE geplant
Loewe bild 3/55 OLED SL510 Beta, SkyQ, ATV4K, Samsung UBD-K8500 , Sonos Playbar,Sub,2 Play1
Loewe Art32 DR+ SL150 mit VU+ Zero, ChromeCast, Leelbox M9S Pro, Soundprojektor ID
Loewe bild 1/43 SL502 Beta, ATV HD, FireTV Qube, BluTechVision 3D
Loewe Connect 40 SL420 Beta, VU+4k,ATV3,Fire TV, Pioneer AV-Receiver per ARC, MiBox S, Fire TV 4k

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NOMADLAND

#435 

Beitrag von MovieMan »

Fern ist Witwe, die Siedlung, aus der sie kommt, wurde im Zuge der Wirtschaftskrise geschlossen. In einem alten teils umgebauten Van reist sie durch die USA von Job zu Job.
Ein Leben nah an der Natur aber auch voller Entbehrungen.

Der Oscargewinner des Frühjahrs. Ein Roadmovie, welches den Pioniergeist der Nordamerikaner in die heutige Zeit transportiert. Gespielt wird fast ausschließlich von Laiendarstellern. Der Film ist nahezu eine Dokumentation über modernes Nomadenleben und dessen Herausforderungen. Die Figur von Fern macht eine persönliche Entwicklung durch.
Not weicht Bewusstsein und Überzeugung.
Die Rolle ist Frances McDormand auf den Leib geschrieben. Die auch im wirklichen Leben recht bodenständig wirkende Schauspielerin verkörpert die Figur dermaßen glaubhaft, dass man am Ende des Films vergessen hat, dass es sich um eine Schauspielerin handelt.
Zu Recht wurde sie mit dem Oscar ausgezeichnet.
So karg wie das Leben der Nomaden der Neuzeit sich darstellt ist auch die Landschaft und die Filmmusik, die diesen Eindruck gekonnt verstärkt.
Die bewusste Abkehr von der Zivilisation entfaltet in Coronazeiten zusätzlich eine besondere Wirkung.
Stiller, ruhiger und doch abenteuerlicher Film über Aussteiger. Sehr sehenswert.
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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DIE CROODS - ALLES AUF ANFANG

#436 

Beitrag von MovieMan »

Die Steinzeitfamilie Crood ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Am "Ende der Welt" offenbaren sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten, nur dass man nicht allein ist. Familie Bessermann ist bereits vor Ort und bietet den Neuankömmlingen Hilfe an. Die Errungenschaften der Bessermanns scheinen aus einer anderen Welt - irgendwie so fortschrittlich. Neben Staunen mischt sich auch Zweifel und Argwohn unter die Croods. Und warum darf man die Bananen nicht essen? Beide Familien werden durch einen "Unfall" in ein gemeinsames Abenteuer gestürzt und müssen fortan zusammenhalten - so unterschiedlich sie auch sind.

Herrlich abgedrehter quietschbunter Animationsspaß mit den schrulligen Figuren aus dem ersten Teil (die Oma ist mein Lieblingscharakter) und kreativen Einfällen in der Storyline sowie trockenem, fast anarchischem Humor. Alles kindgerecht abgemixt. Kritische Untertöne dem Verhalten Neuem und Altem gegenüber sind inbegriffen, dürften die kleinsten Zuschauer aber wohl weniger interessieren.
Schöner Spaß für die Familie, besonders während der zahlreichen Regentage in diesem Sommer.
bild 7.55 Software 5.2.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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NOBODY

#437 

Beitrag von MovieMan »

Nobody ist männlich, lebt ein langweiliges Leben und ist der Fußabtreter der Familienmitglieder. Als er sich dann bei einem Angriff nicht zur Wehr setzt, verliert er vollends sein Ansehen, auch bei den Kollegen. Bereit, auch dieses Schicksal zu ertragen, ändert sich seine Einstellung erst als seine Tochter ihr Lieblingsarmband vermisst.
Jetzt ist er bereit, zurückzuschlagen - und zwar mit voller Härte. Plötzlich erwachen verloren geglaubte Kräfte in ihm und er mischt die Mafia (fast) allein auf, egal ob er sich dabei eine blutige Nase oder Schlimmeres holt.

Der Film ist die dreckige B-Movievariante einer Mischung aus JOHN WICK und RAMBO, doch statt umfangreicher Choreo wird hier eher im unbeholfen wirkenden Streetfightmodus vorgegangen. Bemitleidenswert wie er zu Werke geht. Aber der Trick funktioniert. Als Zuschauer ist er einem sofort sympathisch und man wünscht ihm alles erdenklich Gute auf seiner Tour der Leiden. Christopher Loyd (Doc Brown aus ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT) mimt den schrulligen Vater des Protagonisten, im Altenheim vor sich hin vegetierend, köstlicher Einfall.
Fröhlicher Haudraufspaß mit sympatischem Antihelden und die eine oder andere Situationskomik besorgen dem Zuschauer einen vergnüglichen Kinoabend, nach dem man grinsend und fröhlichster Laune das Lichtspielhaus verlässt.
Nobody darf gern wiederkommen - ein gutes Drehbuch und eine gute Story vorausgesetzt.
Für mich schon eine der Überraschungen dieses Kinojahres.
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Pretch
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#438 

Beitrag von Pretch »

MovieMan hat geschrieben: Mo 12. Jul 2021, 15:32 Die Steinzeitfamilie Crood ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause.
Haben wir am Wochenende mit den Kids geschaut, kam super an. :D

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MovieMan
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PETER HASE 2

#439 

Beitrag von MovieMan »

Thomas und Bea heiraten und wohnen nun zusammen. Peter, der eifersüchtige Hase von Bea, versucht, sich zusammenzureißen und nicht fortan Chaos zu stiften. Teilweise selbst unschuldig wird sein Bemühen um ein gutes Verhältnis zu Thomas nicht belohnt, er schießt sich immer mehr ins Abseits. Aus Kummer schließt er sich einer Tiergang an, die krumme Dinger dreht, ihn aber sofort aufnimmt. Noch in der Überlegung, ob ihm seine neue "Familie" gefällt, bleiben weitere Enttäuschungen nicht aus und er wird erst spät erkennen, wer es wirklich gut mit ihm meint.

Obwohl der Film wieder mit prominenten Schauspielern (Domhnall Gleeson, Rose Byrne) besetzt ist, besticht die reale Darstellung und Animation der Tiere, nahezu an der Perfektion und meines Erachtens noch besser als im ersten Teil. Von der Fellzeichnung bis hin zum Schattenwurf, eine ganz hervorragende Arbeit der Tricktechniker. Auch die Interaktion mit den realen Schauspielern wurde verbessert, sehr hohes Niveau.
Verschmerzen muss man eine flache Story, welche eigentlich nur dazu dient, die Viecher in Szene und Bewegung zu setzen.
Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass dieser Verfilmung ein Kinderbuch zugrunde liegt.
Für Kinder sicher ein niedlicher Spaß, die Erwachsenen gehen nur aus Freude einer gemeinsamen Unternehmung mit - oder aber erfreuen sich an der guten Tricktechnik.
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BLACK WIDOW

#440 

Beitrag von MovieMan »

Natasha muss aufgrund ihrer russischen Herkunft mit der Familie (Eltern und Schwester) aus den USA zurück in die Sowjetunion fliehen. Nach Ankunft wird die Familie getrennt. Jahre später, Natasha ist bereits Mitglied der AVENGERS, treffen die beiden Schwestern wieder zusammen. Es zeigt sich schnell, dass man sich auseinandergelebt hat. Die unterschiedlichen Schwestern machen sich auf die abenteuerliche Suche nach ihren Eltern und merken bald, dass es für jeden auch eine Suche nach sich selbst ist. Gemeinsam heißt es dann, den eigentlichen Feind ausfindig und ihm den Garaus zu machen.

Die Vorgeschichte zu Natasha Romanoff, mit der Klärung, warum und wie sie zu BLACK WIDOW wurde. Wer einen weiteren AVENGER Film erwartet, liegt falsch. Es handelt sich eher um ein actionreiches Familiendrama mit losem Zusammenhang zu den bisherigen Filmen aus dem MCU.
Auch die Aufmachung entspricht nicht dem Bombast der AVENGERS. Ja, es gibt reichlich Action, Verfolgungsjagden, Explosionen, kaputt gehende Einrichtigung, Kämpfe, etc. - aber alles eine Nummer kleiner, eher wieder auf Normalmaß zurückgedreht. Das Budget ist niedriger, die Trickeffekte nicht ganz so umfangreich und detailreich. Das tut dem Film aber keinen Abbruch. Die Spannung ergibt sich aus der Geschichte.
Mit David Harbour als Vater hat man einen weiteren Coup gelandet. Spielfreudig sorgt er für einige heitere Momente - bis kurz vor der Nervgrenze. Der übrige Cast spielt genauso launig. Die Story bietet Wendungen, für Spannung ist gesorgt. Ich bin noch unentschieden, ob der Film mit 134 MInuten ca. 15-20 Minuten zu lang ist oder ob bei den Zuschauern bereits die Erwartungen in pausenlose Action und Storyentwicklungen - ohne Verschnaufspause - so verfestigt sind, dass jede andere Inszenierung als langatmig wahrgenommen wird.
Ich denke eher Letzteres. Allerdings hätte sich der Film in diesen Pausen mehr die Charaktertiefe der Personen vornehmen können. Ein Gegenbeispiel ist der Film CRANK, welcher mit seiner ununterbrochenen Action bis zur letzten Filmsekunde die Story durch genau diese Inszenierung enorm unterstreicht und die beabsichtigte Wirkung erzielt (im Übrigen einer der besten Kinovorstellungen, der ich jemals beigewohnt habe :D ).

Sympathischer MCU-Actioner mit einer Figur im Focus, zusammengeschrumpft auf ein Normalmaß bei gutem Unterhaltungswert. Und weil man Marvel kennt, bleibt man auch bis zum Ende sitzen.
Im Kino gucken!
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MINARI

#441 

Beitrag von MovieMan »

Die vierköpfige koreanische Familie zieht aufgrund wirtschaftlichen Scheiterns in Kalifornien auf das platte Land von Arkansas, um sich eine neue Existenz als Farmer aufzubauen.
Nicht von jedem werden die Erwartungen an das neue Leben erfüllt. Es gilt permanente Rückschläge zu verkraften und den Zuzug von Oma in die eh schon beengten Verhältnisse.
Der Zusammenhalt wird vor eine Zerreißprobe gestellt und die Rückschläge mehren sich.

Der mit Nominierungen und Preisen ausgezeichnete Film ist leise und doch voller Dramatik. Fortwährende Zuversicht in Einklang mit teilweise täglichem Scheitern, bedrückend ob der Entwicklung des Schicksals der Protagonisten und trotzdem Glauben schenkend an eine bessere und erfolgreiche Zukunft. Ein modernes Märchen über den amerikanischen Pioniergeist.
In jeder Rolle top besetzter Film, insbesondere in der Rolle der Oma, die so gar nicht Oma-like ist. Die Schauspielerin Yoon Yeo-jeong hat alle möglichen Preise abgeräumt und eine bezaubernde Vorstellung bei der Oscarverleihung abgegeben. Allein wegen ihr ist der Film schon sehenswert.
Top Drama, welches beim Zuschauer sämtliche Gefühlsregungen und -richtungen anspricht.
Hier mal wieder akuter Empfehlungsalarm.
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FAST AND FURIOUS 9

#442 

Beitrag von MovieMan »

Dom Toretto muss sich diesmal seiner Vergangenheit stellen und hat einen Gegner, den er nicht auf der Pfanne hatte. Es gilt, die Welt vor der Übernahme durch einen Irren zu bewahren, welcher sich eines Gerätes bemächtigt hat, das ihm bei Aktivierung die Kontrolle über alle Staaten erlauben würde. Genau der richtige Kick für die Truppe.

Die Reihe entwickelt sich inhaltlich zur Toretto-Saga und wird zusehends auf diesen Charakter zugeschnitten. Die zweite Hauptrolle wird diesmal von John Cena verkörpert, denn gespielt zu sagen wäre jetzt wirklich übertrieben. Insgeheim ein Battle zwischen zwei Mimen, die nicht mimen können (Sorry Mr. Diesel, aber sie können es ebenso wenig) aber grandiose Actionmeister sind. Um die Action entfalten zu können, hat man sich wieder einer James Bond mäßigen Hintergrundstory bedient.
Dabei ist die Action fast wieder eine Stufe ausufernder als in den vorangegangenen Teilen und gleichzeitig mehrerer Universen unglaubwürdigiger durch jegliche Aufhebung von Physik, Wissenschaft und Logik, dafür aber 1a inszeniert mit vollster Tricktechnik, welche hervorragend umgesetzt ist. Kompliment auch an die Armee von Stuntleuten, die im Abspann von der Anzahl her schon fast mit den Digital Artists mithalten können.
Im Zusammenspiel der Akteure hat sich nicht viel getan, eine weitere Charakterentwicklung ist nicht zu beobachten. Neu ist storybedingt, dass viele Rückblenden die Vergangenheit von Dom sowie anderen Akteuren beleuchten, um etwas Erklärung in die Story zu geben. Auch dabei bleibt viel Logik auf der Strecke.
Diesmal war man bemüht, fast alle bisher aufgetauchten Figuren in den Film einzubauen.
Hat man auch bis hin zum Ende fast geschafft, wobei dieses Ansinnen arg konstruiert wirkt ebenso wie die kläglichen Versuche, Familienpathos als reales Gefühl an den Zuschauer zu transportieren.

Wer es schafft, inhaltliche Erwartungen und Erwartungen an eine logische Storyline auszublenden oder zumindest auf ein rudimentäres Maß zu reduzieren wird mit einem gutlaunigen 1a Nonstopactioner belohnt, der in dieser Hinsicht einen fantastischen Unterhaltungswert bietet.
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SPACE JAM 2

#443 

Beitrag von MovieMan »

Dom, Sprössling von LeBron James, dem aktuellen Basketball Superstar der NBA, interessiert sich so gar nicht für den Sport seines Vaters. Vielmehr programmiert er lieber Videospiele, alles Quatsch in den Augen von LeBron.
Nun hat aber der sich verselbständigende Superserver von Warner ein digitales Auge auf Dom und seine Künste geworfen. Duch Irrungen und Wirrungen werden Vater und Sohn Teil des Supercomputers beim Warnerimperium. Sie können sich nur freikaufen, wenn sie ein Basketballspiel gewinnen und zwar gegeneinander. Papa LeBron tritt mit den Toons (Bugs Bunny, Daffy, Taz, Tweety und viele mehr) gegen eine computergegenierte Truppe mit integrierten Superspecialmoves an und die Regeln sehen so gar nicht nach Basketball aus.

Aufgesetzte Vater-Sohn-Löslösungs- und Beziehungskiste unter den Vorwand, nach Michael Jordan im ersten Teil einen weitere NBA-Superstar in den Film bzw. die virtuelle Welt der Toons zu bringen.
Das ganze wird in TRON ähnlicher Manier dem Zuschauer präsentiert.
Der Film ist eigentlich recht langatmig, einzig das finale Match der Toons, welche schön animiert sind, sticht in so etwas wie Spannung und Kreativität hervor. Schauspielerisch hat man es bei den menschlichen Darstellern mit Laien zu tun, LeBron sollte auf jeden Fall beim Sport bleiben. Und Don Cheadle als Computerhost ist dermaßen overacting, dass es schon fast peinlich ist.
Videomäßig kann die Umsetzung weder mit TRON noch mit READY PLAYER ONE mithalten, storytechnisch sowieso nicht.

Ganz klar, Erwachsene sind nicht Zielgruppe des Films, nur die (wirklich) Kleinen, die Bugs & Co mal Basketballspielen sehen wollen.
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