Ich war im Kino...

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FRAGEN SIE DR. RUTH

#376 Beitragvon MovieMan » Fr 4. Sep 2020, 19:18

Doku über Dr. Ruth Westheimer.

Sie überlebt als deutsche Jüdin den Holocaust, wächst ohne Eltern auf, muss sich durchschlagen und wird schlussendlich eine der ersten und bekanntesten Sexualtherapeutinnen der USA, zunächst im Radio dann im TV.
Spezialität ist es von ihr, die Dinge beim Namen zu nennen ohne den Respekt vor dem Zuhörer/dem Zuschauer zu verlieren. Sie wird zum Star. Anlässlich des 90. Geburtstages wurde ihr eine Doku gewidmet.

Die Doku handelt das ganze Leben von ihr ab. Sie selbst erzählt über die Stationen ihres Daseins. Begleitet wird die Doku von den Aussagen ihrer Familie und einigen Weggefährten. Der Film ist glücklicherweise im Original gezeigt worden. Bis jetzt (zwischenzeitlich 92 Jahre alt) hat sie sich den harten und schroffen deutschen Akzent in ihrem Englisch bewahrt. Sie hat sich als Sextherapeutin eine Aufgabe geschaffen, in der sie voll aufgeht - mit einer Energie als würde in ihrem kleinen (kurzen) Körper ein Atomkraftwerk auf Höchsttouren arbeiten.
Wo sie auch hinkommt überträgt sie ihre Begeisterung auf die Zuschauer/Zuhörer und geht dabei mit einer Offenheit zu Werke, dass es nur so eine Freude ist, ihr zuzuhören.
Die Frau hat sehr viel in ihrem Leben erlebt und durchlebt, in der Doku lässt sie den Zuschauer ohne wenn und aber daran teilhaben.
Als Zuschauer wird man durch alle Emotionen geführt: Witzigkeit, Ergriffenheit, Traurigkeit, Bewunderung.....

Diese 100 Minuten können einen einfach nicht kalt lassen, ich hätte noch Stunden zuhören können.
Wohl mit die beste und unterhaltsamste Doku, welche ich jemals gesehen habe.
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THE NEW MUTANTS

#377 Beitragvon MovieMan » Fr 11. Sep 2020, 21:41

Danielle wacht nach einem furchtbaren Trauma in einer Klinik auf.
Dr. Reyes kümmert sich um sie und um eine handvoll anderer Jugendlicher, welche besondere Kräfte besitzen. Danielle muss ihre Kräfte erst kennenlernen. In der Therapie wird jeder mit seinen Ängsten konfrontiert. Doch welches Spiel treibt Dr. Reyes?

Jungendhorror im X-MEN Universum. Wobei sich der Horror nicht richtig einstellen will.
Das ganze mutet wie eine Low-Budget Produktion für das TV an. Die Story bemüht sich noch nicht einmal um Tiefgang. Alle Figuren bleiben oberflächlich. Zum Spannungsmoment fehlen einfallsreiche Wendungen. Der Film plätschert trotz der Action einfach so dahin. Und schauspielerisch erwartet den Zuschauer auch keine Offenbarung. Ich halte den Versuch, einen X-MEN Ableger für die Generation YouTube zu etablieren, für gescheitert.
Technisch ist der Film eine Vollkatastrophe. Die Tricktechnik erinnert an die 80er Jahre und ist vom heutigen Standard weit entfernt. Es sieht manchmal aus, als hätte jemand die Tricks mit Freeware auf den Heim PC programmiert.

Nein, das war in jede Richtung nichts. Dann lieber die alten X-MEN noch mal als Konserve schauen oder die x-te Wiederholung von BUFFY im TV, das ist unterhaltsamer.
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LOVE SARAH LIEBE IST DIE WICHTIGSTE ZUTAT

#378 Beitragvon MovieMan » Di 15. Sep 2020, 19:00

Sarah ist tot. Sie hatte den Traum, eine Bäckerei in London zu eröffnen.
Ihre Tochter, ihre Mutter und ihre Freundin nehmen sich in Erinnerung der Toten dieses Unterfangens an. Dazu gesellt sich ein Verflossener der Verstorbenen.

Aus Personen, welche sich lange nichts zu sagen hatten, muss ein verschworener Haufen werden, denn nur gemeinsam ist das Ziel zu erreichen. Jeder hat zum Gelingen etwas ganz Spezielles beizutragen und muss dafür ein Opfer bringen.
Die unterschiedlichsten Charaktere werden hier zusammengewürfelt, zuerst auch wider Willen.
Doch im Laufe der Zeit zeigt sich, dass jeder Beteiligte auch etwas gewinnen kann. Liebe, Trauerbewältigung, Verlust, Verbohrtheit, Hoffnung sind nur einige der Themen dieses nur leicht fröhlichen und manchmal melancholischen Dramas.

Der Zuschauer wird durch den tragischen Anfang emotional mitgenommen, sodass eine Identifikation mit mindestens einem der Protagonisten gelingen sollte. Man leidet mit, man freut sich mit.
Emotionaler Film, welcher einem Hoffnung vermittelt. Ideal für eiinen Regentag, den man im Kino verbringt.
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FAKING BULLSHIT

#379 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:15

Komödie um eine Dorf-Polizeiwache, welche geschlossen werden soll. Man schickt aus der Landeshauptstadt eine Inspektorin, welche die Effektivität der Truppe beleuchten und ein Urteil zur Schließung fällen soll.
Das gemixte Team der Wache lässt sich etwas einfallen, um dem Ende der Wache entgegenzuwirken, leider nicht immer ganz rechtskonform.

Keine Schenkelklopfer sondern eher amüsant. Die Truppe geht naiv liebevoll zu Werke, die Charaktere sind liebenswert, manchmal scheinen sie leicht trottelig. Etwas klischeehaft aber dennoch liebevoll inszeniert.
Der Versuch, den Figuren Tiefe zu verleihen gelingt nur oberflächlich.
Harmloser leiser Spaß zum einmaligen Ansehen. Kleine Highlights sind die Auftritte von Bjarne Mädel als fordernder Informant. Mädel versteht es, mit einem Oneliner ein politisch/gesellschaftliches Statement abzugeben, sodass ganz nebenbei auch noch Gesellschaftskritik sowie Kritik am Abbau des Sicherheitsapparates mit in die Story einfließt.
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SPUTNIK

#380 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:28

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Zwei Kosmonauten kehren in einer Kapsel aus dem Weltraum auf die Erde zurück, einer von ihnen hat ein Mitbringsel dabei, sodass er von nun an sein Dasein auf einer militärischen Forschungsstation fristen darf.
Zur Forschung fliegt man extra eine Expertin ein, verheimlicht ihr aber den Hintergrund der Einrichtung. Dass das nicht gut geht ist klar, dass ein Außerirdischer irgendwann "Hunger" hat, auch.

Russische Alienvariante mit pseudobiologischem Hintergrund. Parasit oder Symbiont? Das ist hier die Frage.
Interessant ist die Inszenierung. Eine amerikanische Variante wäre actionreich zu erwarten gewesen, so in Richtung ALIEN2. Dieser Film hat durchaus seine Actionelemente, wirkt aber ganz anders. Ganz dem russischen Charakter nach wirkt alles weniger draufgängerisch sondern eher melancholisch, sich der Situation ergebend. Auch sehr viel Dialog. Ich habe das in russischer Originalsprache mit englischen Untertiteln gesehen. Die Russen sprechen derart schnell, dass ich mit dem Lesen kaum hinterher kam. Trotzdem mal eine schöne Abwechselung zum amerikanischen Haudrauf-Aktionismus.
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SLAXX

#381 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:55

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Die CCC Modecompany bereitet sich auf den nächsten Maniac Monday, einem Sonderevent, an dem den Kunden eine Jeans vorgestellt wird, welche sich dem Bodyshape des Kunden anpasst, vor.
Doch die Hosen, welche unter den unsäglichen Umständen der Modebranche in Indien hergestellt wurden, zahlen es ihren Trägern heim. Die perfekte Killer-Jeans!

Klingt schräg? Ist es auch. Mordende Jeans, darauf muss man erst mal kommen. Völlig absurde Szenen sowie heftige Goresequenzen. Die ganze Modebranche wird an den Pranger gestellt einschließlich des Konsumenten. Kaufen, einmal tragen, wegschmeißen, null Nachhaltigkeit, gehypt durch sogenannte Influencer. Eigentlich eine schonungslose Abrechnung mit der Konsumgesellschaft. Das unter Qualen Anderer hergestellte Produkt rächt sich an seinem Schöpfer/Träger. Man kann fast eine Parallele zum ersten Zombifilm von Romero erkennen. OK, etwas gewagt der Vergleich aber meines Erachtens dennoch in der gleichen Richtung.
Das ganze ist aber so überzogen, dass es nicht gruselig ist. Also eher ein FunHorror mit Splatterelementen mit einem trotzdem durchaus ernstem Hintergrund. Auf jeden Fall für die Fans mörder unterhaltsam.
Machen wir doch was draus aus der Kritik.
Wie heißt der schöne Slogan von CCC im Film?: Make a better tomorrow today
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BECKY

#382 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 12:35

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Becky, ein pupertierender Teenager, muss einen Schicksalsschlag verkraften. Als sie dann noch von ihrem Vater zu einem Wochenendtripp in ein Ferienhaus abgeholt wird und mit der neuen Freundin des Vaters sowie deren Sohn konfrontiert wird, ist die Stimmung endgültig dahin.
Und dann sind da auch noch die Knasties, die in dem Haus einen Gegenstand suchen und die Patchworkfamilie als Geiseln nehmen. Nur gut, dass Becky gerade nicht im Hause ist, als die Verbrecher eintreffen. So ist die übelst gelaunte und sowieso auf Kampf gestimmte Göre die einzige Chance gegen die Verbrecherprofis.

Der Anfang ist schon mal sehr stimmig. Mit intelligenter Kameraführung + Inszenierung wird die Einführung der Knastbruderschaft und Beckys Familie gezeigt.
Schauspielerisch hat das Team einen großen Wurf mit der jungen Hauptdarstellerin gelandet. Ob die überhaupt spielt oder ihren jungentlichen Emotionen nur ihren freien Lauf lässt, kann ich als Vater einer 17jährigen im Moment gar nicht beurteilen. Erschreckende Parallelen tun sich da im Verhalten auf.
Aus der Verbrecherriege sticht Kevin James (Hauptdarsteller aus TV-Serie KING OF QUEENS) hervor. Diesmal in absolut böse, als kalhgeschorener Nazi mit entsprechenden Tattoos und Vollbart. Die Verwandlung ist gelungen, er kann auch ekelig und böse.
Insgesamt haben wir hier eine Variante aus dem Homeinvasion Genre. Stereotyp aber dennoch spannend. Die Kleine könnte auch als RAMBOs kleine Schwester durchgehen. Sie ist angepisst, fühlt sich in die Ecke gedrängt und schlägt zurück (inklusive Fallenbau......).
Heftigste Gewaltspitzen werden visuell explizit dargestellt. Ob das so den Streamingdienst oder das Heimkino erreicht ist zumindest fraglich. Die FSK muss da bei sehr guter Laune sein.

Betrüblich fand ich den ersten Teil des Abspanns: In den Namen der Beteiligten (Schauspieler, Kamera, Regie, etc.) wurde der Buchstabe "S" als SS-Rune dargestellt. Das hat mit dem Film dann nichts mehr zu tun, auch wenn dieser die Nazi-Thematik mit auf den Tisch bringt. Was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben, ist deren Geheimnis, absolut unnötig. Aber die Nordamerikaner machen sich da wohl weniger Gedanken.

Guter und auch blutiger Actioner (so wie in Steven Seagals besten Zeiten) mit einem für mich unnötig faden Beigeschmack im Abspann.
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DINNER IN AMERICA

#383 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 12:54

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Simon, Punker und Dealer, ist auf der Flucht vor der Polizei. Er trifft auf Patty, ein eher Mauerblümchen, welche in einer Tierhandlung arbeitet und wohlbehütet bei ihren Eltern und ihrem Adoptivbruder aufwächst. Sie hat eine Leidenschaft für harte Rockmusik und schickt ihrem Idol John Q. peinliche Fotos. Aus zunächst welchem Grund auch immer nimmt sie Simon mit nach Hause. Dort kann er sich verstecken. Seine rebellische Art färbt bald auf die Familie ab. Simon zeigt Patty, dass man sich auch wehren muss. Und so zieht das Paar durch die Gegend, um es allen mal so richtig zu zeigen.
Und dabei zeigt sich, dass die Beiden auch gar nicht so unverhofft aufeinander getroffen sind.

Charismatische Hauptdarsteller, die ordentlich über die Strenge schlagen, aber wohl von jedem Zuschauer schnell ins Herz geschlossen werden.
Erinnert hat mich der Film an das Paar Mickey und Mallory aus NATURELL BORN KILLERS, nur eben als Kinder-/Jungendfassung, obwohl hier ordentlich mit Drogen hantiert und geflucht wird. "Ein "Fuck" und "Shit" müssen fast in jeden Satz mit einfließen.
Intelligent auch die Umsetzung des Filmtitels, indem des Öfteren Familien beim Dinner zu beobachten sind.

Roadmovie der besonderen Art mit trashiger und trotzdem coolen Musik und der Bestimmung des Punks erst einmal gegen alles Etablierte zu sein.
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GET THE HELL OUT

#384 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 16:40

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

In einem asiatischen Parlament bricht das Zombivirus und damit eine Schlacht ums Überleben aus.

Bonbonbunter, comichafter, chaotischer und maßlos übertriebener Zombifunsplatter, in dem nur gebrüllt und geschrien sowie literweise Kunstblut verspritzt wird.

Sowas kann ich nur alle paar Jahre sehen.
Nur für absolute Hardcorefans des asiatischen Brachialhumors.
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THE OUTPOST - ÜBERLEBEN IST ALLES

#385 Beitragvon MovieMan » Mi 23. Sep 2020, 09:28

Nach einer wahren Begebenheit im Afghanistan Krieg der USA.

Nahe der afghanischen Stadt Kamdesh unterhält das US-Militär einen Außenposten, mit ca. gut 50 Mann. Ziel dieses Postens ist, die Verbindung zwischen US-Militär und Zivilbevölkerung zu fördern.
Das Camp liegt in einem Kessel, umgeben von gebirgigem Gelände. Der Waffenstillstand ist brüchig, es kommt immer wieder zu kleinen Gefechten, bis die Taliban dann den Großangriff auf das Camp starten.

Der Film ist in zwei Hälften unterteilt. Die erste Hälfte thematisiert das Leben der Soldaten im Lager, die täglichen Unwägbarkeiten, das Sozialgefüge im Camp sowie die Befehlsstruktur und den Kontakt zur Zivilbevölkerung.
Die zweite Hälfte ist dem Großangriff der Taliban gewidmet. Die erste Hälfte bereitet quasi das Geschehen in der Zweiten vor. Der Film lehnt stark an ähnliche Streifen wie LONE SURVIVOR oder auch BLACK HAWK DOWN an.
Zunächst hält man sich mit Pathos zurück, da auch Ängste und Befindlichkeiten der Soldaten offen angesprochen werden. Auch während der mindestens 30 minütigen Schlacht steht weniger das Heldentum als der nackte Überlebenswille im Vordergrund. Erst im Abspann wird dann wieder durch Texttafeln und Interviews der wirklich Beteiligten die USA Flagge ganz hoch gehalten, jedoch mit dem bitteren Beigeschmack, dass solche Begebenheiten eigentlich keine Sieger kennen und die dekorierten Helden schließlich fast alle ihr Leben lassen mussten.

Technisch ist der Film gut gemacht. Die Kamera ist immer nah beim Geschehen, egal aus welcher Perspektive. Das Bild war klar und scharf. An Explosionen, Schusssalven und sonstigem Krawumm wurde nicht gespart.
Bei den Splitsurroundeffekten hat sich der Tonmeister ordentlich ausgetobt. Man hat jederzeit das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Mit Kugelgepfeife und Explosionen wird der Kinozuschauer komplett eingehüllt. Insofern kann ich einen Sitzplatz mittig im Saal sehr ans Herz legen.

Schauspielerisch gab es trotz Stareinsatz von Orlando Bloom und Scott Eastwood keine großen Aufwartungen. Clints Sohn erinnert mich immer mehr an seinen Vater selbst: Die Ähnlichkeit mit dem jungen Clint ist enorm, die gleichen Augen, der gleiche Blick, die gleichen Falten im Gesicht, die gleiche coole Art. Mit dem könnte man ein DIRTY HARRY Prequel drehen.

Insgesamt unterhaltsamer Kriegsactionfilm mit historischem Hintergrund.
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HELLO AGAIN EIN TAG FÜR IMMER

#386 Beitragvon MovieMan » Di 29. Sep 2020, 20:06

Zazie ist durch die Scheidung ihrer Eltern beziehungsunfähig und lebt mit zwei Jungs in einer WG. Plötzlich wird sie unerwartet zur Hochzeit ihres damals besten Freundes eingeladen. Als Begleitung nimmt sie Anton aus der WG mit und richtet auf der Feier wahres Unheil an. Dumm, dass sie von nun an in einer Zeitschleife steckt und jeden Tag die Hochzeit neu erlebt. Krampfhaft versucht sie, den Ablauf zu ändern.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Diesmal als seichte Teenvariante. Eine Frau sucht sich und ihre Zukunft. Bis sie sich ihrer wahren Gefühle klar ist, wird der Tag gefühlte tausend Mal durchlebt.
Chaotisch romantische Geschichte mit sympathischen Darstellern, einem ordentlichen Drehbuch und einigen witzigen Szenen.
Der ideale Film für einen Kinoabend zu zweit.
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PERSISCHSTUNDEN

#387 Beitragvon MovieMan » Mi 30. Sep 2020, 18:16

Gille ist belgischer Jude. Um sich vor einer Erschießung zu retten, behauptet er, dass er Perser sei. Zu seinem "Glück" benötigt der Hauptsturmführer des KZs einen Perser, der ihm die Sprache (Farsi) beibringen soll. Nun muss Gille die Sprache, welche er selbst nicht spricht, erstmal "erfinden". Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, eigentlich...

Der Film lebt von der Spannung, ob Gille bei seiner Lüge ertappt und doch noch hingerichtet wird. Es entwickelt sich zeitweilig ein Kammerspiel zwischen ihm und dem deutschen Offizier, der von Lars Eidinger gespielt wird.
Und Eidinger haut alles raus, was er an Können intus hat. Mich hat die Darstellung ziemlich gegruselt, da sie nicht gespielt wirkte. Derzeit wohl einer unserer fähigsten Darsteller.
Mit wenigen Mitteln wird ein unterhaltsamer Film geboten, der von den darstellerischen Leistungen der Protagonisten lebt. Die Nebenfiguren sind klischeehaft charakterisiert, geben dadurch aber Einblick in das harte KZ-"Leben" (wenn man das überhaupt noch so nennen will).
Bei steigender Spielzeit wirkt die Geschichte etwas konstruiert, verliert aber nicht vollends die Glaubwürdigkeit, obwohl sich zu späterer Zeit die "glücklichen Umstände" doch sehr aneinanderreihen.
Vielleicht ist der Film (127 Minuten) doch zwanzig Minuten zu lang. Durch eine Straffung wäre die Glaubwürdigkeit wohl höher.

Doch insgesamt wird das Sehvergnügen dadurch nicht wesentlich getrübt.
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JEAN SEBERG

#388 Beitragvon MovieMan » Di 6. Okt 2020, 12:20

Während der Höhen der Black Panther Bewegung in Los Angeles ist Jean Seberg bereits ein Filmstar, wohnt aber in Paris. Bei ihrer Rückkehr nach LA sympathisiert sie mit der Bewegung mehr als dem FBI lieb ist. Fortan steht sie unter Beobachtung des Staates und sieht sich erheblichen Anfeindungen gegenüber.

Biopic mit Krimielementen über eine Lebensepisode des damaligen Filmstars.
Der ganze Film wird durch die Titelfigur getragen, sodass die Hauptdarstellerin Kristen Stewart enorme Leindwandpräsenz erhält.
Meines Erachtens kann sie diese Präsenz aber nicht ausfüllen. Sie müht sich redlich, aber ihr Spiel wirkt angestrengt. Die Emotionen scheinen aufgesetzt. Als Zuschauer sieht man der Schauspielerin bei ihrer Arbeit zu, kann sich aber nur schwer mit der dargestellten Figur identifizieren. Und das ist das Problem. Schauspieler, denen man das Schauspiel so anmerkt, denen nehme ich die Rolle nicht ab.
Ich möchte im Film nicht Kristen Stewart sehen, die krampfhaft versucht Jean Seberg darzustellen, sondern ich möchte Jean Seberg sehen und hinterher überzeugt sein, sie wirklich gesehen zu haben.
Eine Kristen Stewart hat diese Gabe leider nicht, sie sollte ihr Spiel zumindest auf fiktive Figuren beschränken.

Durch das in meinen Augen ausdruckslose Spiel ist der Film stellenweise auch langwierig, obwohl die Drehbuchautoren durchaus spannende Stellen eingebaut haben.
Für mich ist der Film eher enttäuschend, bietet das Leben und leider auch der Tod der Darstellerin doch Stoff genug, um eine spannende und vielleicht sogar mystische Geschichte zu erzählen.
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JURASSIC PARK

#389 Beitragvon MovieMan » Mi 7. Okt 2020, 20:53

Häh? Wieso der?

Weil das Cinemaxx den Film dankenswerterweise wieder ins Programm aufgenommen hat.
Für alle die, welche den Film nicht kennen:
Ein reicher Mann hat sich an der Reproduktion von Dino DNA gewagt und züchtet auf einer Insel die Urzeitwesen, um sie der Bevölkerung im Stile eines Vergnügungsparkes zu präsentieren. Der Test läuft anders als geplant und das Parkteam muss um sein Leben fürchten.

Ich habe den Film zum Xten Mal gesehen und finde ihn trotz seines Alters (1993) immer noch sensationell. Gut, die Computereffekte sehen heute etwas besser aus, doch das mindert nicht das Vergnügen.
Und Spielberg beweist, dass es möglich ist, Filme spannend zu inszenieren ohne zu den heute üblichen Stakkatoschnitten zu greifen. Die Machart wirkt heute geradezu liebevoll und nicht wie heruntergespult, wie wir es die vergangenen Jahre von Marvel z.B. serviert bekommen haben.
Für mich ist der TRex immer noch beeindruckend sowie auch die Velociraptoren.
Seine Faszination hat das Werk für mich nie verloren.

Die Vorstellung war übrigens gut besucht, trotz der unüblichen Zeit (Montag Nachmittag 14.45 Uhr). Und es waren auch nicht nur diejenigen da, welche wohl schon damals den Film gesehen haben, sondern auch viele junge Leute.
Solange uns Corona noch die Blockbuster vorenthält können gern ein paar alte Streifen wiederaufgeführt werden.
Neulich habe ich schon ROGUE ONE aus dem STAR WARS Universum nochmals gesehen.
Gegen ALIEN oder DIE HARD hätte ich auch nix einzuwenden.
Das sind wie JURASSIC PARK einfach Filme, welche auf die Leinwand gehören.
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JIM KNOPF UND DIE WILDE 13

#390 Beitragvon MovieMan » Mi 7. Okt 2020, 21:13

Zweiter Teil der Augsburger Puppenkiste Geschichte nach dem Roman von Michael Ende.

Jim Knopf jagt die Piratenbande Wilde 13 und fährt von Abenteuer zu Abenteuer bis er sogar noch etwas über sich selbst erfährt.
Er wird begleitet von Lukas dem Lokomotivführer sowie weiteren Mitstreitern.

Schöne und gelungene Realverfilmung nach dem Roman. Die Produktion muss sich auch international nicht verstecken. Die Technik ist gut, das Bild sauber und klar, der Ton wahnsinnig räumlich. Das war schon beim ersten Teil so.
Ich finde auch, dass trotz der Realverfilmung das Flair der Umsetzung der Puppenkiste irgendwie übertragen werden konnte.
Die Figuren kommen gut rüber und mit Henning Baum als Lukas hat man eine Idealbesetzung gelandet.

Für alle kleinen Abenteurer, eine kindgerechte Umsetzung mit hohem Spaßfaktor für die Kleinen.
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ES IST ZU DEINEM BESTEN

#391 Beitragvon MovieMan » Sa 10. Okt 2020, 16:15

Drei Väter wollen das vermeintliche Unglück, in welches sich ihre Töchter begeben, mit allen Mitteln verhindern. Das vermeintliche Unglück heißt: Freund bzw. Mann.
So schmieden sie Pläne, um die ungeliebten Herren wieder loszuwerden. Dass das den Töchtern nicht gefällt, ist klar und dass die Väter wenig Erfolg haben dürften, ebenso.

Heiner Lauterbach, Jürgen Vogel und Hilmi Sözer als ungleiches Trio mit einem leichten Hang zum Overacting. Da wird von einem Fettnapf zum anderen getappt. Immer tiefer reißen sich die Männer rein und verlieren den Blick für das, was sie ja eigentlich lieben.
Das Ganze geschieht aber durchaus liebevoll, obwohl ein wenig Fremdschämfaktor auch dabei ist. Die Inszenierung bietet einige lustige Szenen, an denen insbesondere Jürgen Vogel seinen Anteil hat.
Insgesamt eine gelungene Familienkomödie mit spielfreudigen Akteuren ohne zu stark erhobenen Zeigefinger. Noch etwas mehr Lockerheit wäre noch besser gewesen. Die deutschen Komödien sind immer noch leicht verkrampft aber bereits besser als noch vor Jahren.

Wahrscheinlich werde ich mich in Kürze oder mittelfristig wieder gern an den Film erinnern wenn meine "Kleine" mit einem Nichtsnutz im Schlepptau um die Ecke biegt. Ich fürchte, ich werde mich genauso oder ähnlich benehmen wie die Drei. Bin halt auch nur ein Vater.
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VERGIFTETE WAHRHEIT

#392 Beitragvon MovieMan » Sa 10. Okt 2020, 16:38

Ein neuer Juniorpartner einer Unternehmensanwaltskanzlei (gespielt von Mark Ruffalo) übernimmt nach Zögern ein Mandat für einen Farmer seiner ehemaligen Heimatstadt. Streitgegenstand ist die Vergiftung der Umwelt durch den Industriekonzern DuPont.
Zunächst tut er das Anliegen als eher unwichtig ab, kniet sich dann aber voll in den Fall hinein und macht erschreckende Entdeckungen. Es folgt ein Prozess, welcher sich über viele, viele Jahre hinzieht.

Spannendes Justizdrama nach wahrer Begebenheit. Der Prozess gegen die Firma wurde/wird tatsächlich geführt. Der Konzern spielt alle seine Macht und seine Finanzstärke aus, um den Prozess zu behindern, zu verschleppen und sich vor seinen Zusagen zu drücken.
Schaut man heute auf die Internetseite der Firma steht da: Jeder spricht über eine bessere Zukunft. Lassen Sie uns die Welt verbessern.
Angesichts des gezeigten Prozesses ist das der blanke Hohn eines Weltkonzerns, der mit einem seiner Produkte (Teflon) vielen Menschen geschadet hat.
Thematisiert wird aber auch die sogenannte "Selbstüberwachung" von US Konzernen und die Untätigkeit/Unfähigkeit der Umwelt- bzw. Gesundheitsbehörde. Bevor das Kind nicht in den Brunnen gefallen ist, gibt es keinen Grund zur Handlung. Und wenn es um Arbeitsplätze geht, scheint Alles erlaubt.
Auch das Justizsystem kommt nicht gut in der Kritik weg.

Ich fand den Film sehr spannend inszeniert, die gut zwei Stunden vergingen wie im Flug. Als Anwalt brilliert hier Mark Ruffalo und darf sein schauspielerisches Können auch mal zeigen. Der film ist voll auf die Figur zugeschnitten, sodass Ruffalo sehr viel Screentime hat. Aber auch die Nebenrolle des betroffenen Farmers wurde mit Bill Camp stark besetzt, sodass sich eine ideale Ergänzung der Spielweisen ergeben hat.

Für alle Freunde von Enthüllungsgeschichten sowie ordentlich was zum Nachdenken, in was für einer Welt wir eigentlich leben und welche Werte wir bzw. einige von uns vertreten. Hier mal wieder eine Empfehlung von mir.
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PENINSULA

#393 Beitragvon MovieMan » Di 13. Okt 2020, 12:53

Nachfolger von TRAIN TO BUSAN.

Das Zombievirus hat sich über ganz Südkorea ausgebreitet, wer fliehen konnte ist froh, denn die Halbinsel ist abgeriegelt. Die Depression der Geflüchteten wird in Hongkong von skrupellosen Banden ausgenutzt.
Ein Flüchtling lässt sich zurückbringen mit dem Auftrag, Geld aus Korea nach Hongkong zu transportieren. Bei Erfolg könne er die Hälfte behalten. Eigentlich ein Himmelfahrtskommando.

Der Nachfolger kann meines Erachtens das Niveau des Vorgängers weder erreichen noch halten und fällt deutlich ab. Letztendlich ist der Film nur ein asiatischer Zombieklon von DIE KLAPPERSCHLANGE aber ohne dessen Coolness, etc.. Der Film ist zwar stellenweise spannend und auch actionreich, doch von der Storyline reiht er sich dann in die Gruppe der beliebigen Zombiefilme ein, ohne überhaupt hervorzustechen.
TRAIN TO BUSAN war wesentlich "intelligenter" inszeniert. Auch habe ich mit den Protagonisten bei Weitem nicht so mitgefiebert wie beim Vorgänger.

Für Fans des Genres - aber nur sehr durchschnittliche Kost und für mich eher eine Enttäuschung.
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DRACHENREITER

#394 Beitragvon MovieMan » So 18. Okt 2020, 13:37

Die Drachen sind ausgestorben, eigentlich. Ein paar von Ihnen leben in einer ZUflucht im Dschgungel, welche zunehmend durch die Expansion des Menschen bedroht wird. Es droht ein neuer Krieg zwischen Drachen und Menschen.
Der Jungdrache Lung macht sich auf, um den legendären Ort "Saum des Himmels" ausfindig zu machen, von dem sich die Drachen einer Sage nach eine neue ungestörte Heimat erwarten können. Als Begleitung hat er ein Koboldmädchen und einen Waisenjungen dabei.
Die Truppe muss Abenteuer bestehen und Gefahren überwinden, um das Ziel zu erreichen.

Animierte Umsetzung nach einem Roman von Cornelia Funke. Der Look ist eher TV-Serien like. Ausgeklügelte Animationen auf perfektem Höchstniveau werden nicht geboten, was aber auch nicht stört.
Das ist auch seit dem Lockdown der erste 3D-Film, den ich wieder gesehen habe. Der 3D-Effekt hält sich aber in Grenzen. Der Aufpreis dürfte für die Wenigsten lohnen, da er keinen besonderen OHA-Effekt bietet.
Die Geschichte ist auf Kinder zwischen 6-12 zugeschnitten, obwohl auch Themen wie Verlust, Trauer, Liebe, Hoffnung, Zusammenhalt sowie Umweltzerstörung aufgegriffen werden, ohne jedoch die Kleinen und Kleinsten zu überfordern.

Lockeres Animationsabenteuer für einen Familiennachmittag.
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DER GEHEIME GARTEN

#395 Beitragvon MovieMan » So 18. Okt 2020, 13:54

Die 10jährige Mary muss aufgrund einer Familientragödie im Jahr 1947 aus einem wohlhabenden Hause in Indien zu ihrem Onkel nach England ziehen. Der Onkel selbst hat diverse Probleme und will bzw. kann sich um Mary nicht kümmern. Unter den Augen der strengen Haushälterin sowie einer gütigen Angestellten muss sie lernen, ihre Erwartungen an ein schönes Leben sehr weit zurückzufahren und so fristet sie nahezu allein in ihrem Zimmer ein trauriges Dasein. Dann lernt Sie ihren Cousin Colin kennen, welcher aufgrund einer Krankheit ans Bett gefesselt ist. Und zusätzlich gibt es noch den unangepassten Dickon. Zusammen versuchen sie dem gefängnisgleichen Anwesen zu entfliehen, in einen Garten, der scheinbar magische Kräfte hat und der von den Erwachsenen wohl schon vergessen ist.

Grundsätzlich ist der Film ziemlich traurig von der Stimmung her. So müssen Tod, Verlust und Einsamkeit von vielen der Protagonisten verarbeitet werden, von einem Jedem auf seine Weise. Im Kontrast dazu steht die Bildgewalt des zauberhaften Gartens, der auch von Tim Burton hätte gestaltet werden können.
Schauspielerisch stechen Colin Firth als gebrochener Onkel sowie Julie Walters als gestrenge Haushälterin hervor. Insgesamt harmoniert der Cast gut.
Der Garten verändert sich teils der Stimmung der Protagonisten entsprechend in seinem Aussehen und diese Animationsphasen sind optisch hervorragend umgesetzt.

Ein zauberhafter Fantasiefilm für Jung und Alt mit ernstem und traurigem Thema. Wie gut, dass die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt.
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EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN

#396 Beitragvon MovieMan » Di 20. Okt 2020, 20:52

Patience arbeitet als Übersetzerin bei der Polizei. Sie hat Geldsorgen, da sie für die Heimunterbringung ihrer Mutter aufkommen muss.
Durch einen Zufall eignet sie sich eine große Menge Drogen an und beginnt diese zu verticken, ein einträgliches Geschäft. Ihre Kollegen sowie die wahren Eigentümer des Rauschgiftes sind nun hinter ihr her.

Isabelle Huppert als Dealerin gibt hier fast eine One-Woman Show.
Der Film wird als Komödie angepriesen, hat aber etwas wenig mit den letzten eher schwungvollen französischen Komödien gemeinsam. Dieser Film ist leise und stellenweise amüsant. Als reine Komödie würde ich das nicht bezeichnen, eher als Dramödie.
Hupperts Schauspiel ist auch nicht so intensiv wie in ELLE.
Spannung kommt ein wenig auf, aber nicht im Sinne eines Thrillers.

Kann man sich gut einmal ansehen, wird aber nicht lang im Gedächtnis bleiben.
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GREENLAND

#397 Beitragvon MovieMan » So 25. Okt 2020, 13:00

Ein Komet rast auf die Erde zu, einzelne Teilen sollen auch Richtung Erde fallen, aber eher in der Atmosphäre verglühen. Man sitzt gemütlich vor dem Fernseher und schaut sich das Spektakel live an, bis dann doch die dickeren Brocken einschlagen.
Einzelne Familien erhalten eine Nachricht, sich in eine Schutzzone zu begeben, aber nur einzelne, so auch John mit seiner Frau und seinem Sohn. Und schon beginnt in der Panik der Kampf um das pure Überleben.

Katastrophenactiondrama mit Gerard Butler und Morena Baccarin in den Hauptrollen. Die Geschichte fokussiert sich auf die Flucht dieser Familie in die Schutzzone und bezieht daraus auch die Spannung. Die visuelle Umsetzung lässt sich mit ähnlichen Filmen (geraden denen von Roland Emmerich) nur schwer vergleichen. Das Einschlagen der Kometen wird eher beiläufig gezeigt, mehr Focus liegt auf Panik, Fluchtbewegungen der Bevölkerung und Management der Evakuierung.
Schauspielerisch gibt es nur solide Kost aber nichts was herausragend erwähnenswert ist. Butler gibt sich mürrisch sympathisch wie in allen Filmen und Baccarin verkommt leider eher zum schmückenden Beiwerk. Das liegt aber am Drehbuch.
Natürlich ist alles arg konstruiert, muss es auch. Dafür wird aber die Spannung fast konstant hoch gehalten.
Das Ende hätte man auch anders gestalten können, dafür hat wohl aber der Mut der Verantwortlichen gefehlt, da man sich sonst wohl einer Publikumskritik hätte ausgesetzt gesehen.
Technisch hinterlässt der Film einen zwiespältigen Eindruck. Einige Szenen sind optisch hervorragend, andere erreichen das Niveau einer TV-Produktion und lassen die Tricktechnik als solche auch deutlich erkennen. Tonal ist der Sound bis auf einige schöne Einschlagsszenarien mit ordentlich Raumvolumen eher unaufgeregt.

Wer über die Schwächen hinwegsehen kann wird mit einem spannenden Actionfilm belohnt. Zumindest einmal kann man sich den gern ansehen.
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THE MORTUARY

#398 Beitragvon MovieMan » So 25. Okt 2020, 13:17

In Ravens End wird bei einem Bestatter eine Aushilfe gesucht, die junge Sam meldet sich und spricht vor. Der seltsame Bestatter erzählt ihr wunderbare schaurige Geschichten über den Tod. Doch er sowie Sam selbst bergen ein spezielles Geheimnis, welches nur nach und nach offenbart wird.

Wunderbar atmosphärische Gruselgeschichte mit einem tollen Ambiente sowie schrulligen Figuren. In die Hauptgeschichte sind weitere Erzählungen und Geschichten klug eingebaut. Das Ganze erinnert teil sehr an TALES FROM THE CRYPT, ist aber aufgrund einer eigenen Rahmenhandlung doch ganz anders.
Die Geschichten werden von mal zu mal blutiger und umfangreicher. Alles beinhaltet Anteile des Gothic Horrors. Auch Elemente von Poe und Lovecraft kann man ansatzweise wiederfinden.
Die Rolle des Bestatters ist mit Clancy Brown hervorragend besetzt und auch die deutsche Synchronstimme trägt viel zur schauerlichen Atmosphäre bei. Ein Twist am Ende rundet den Film ab.
Es wird natürlich auch Wert auf visuellen Grusel gelegt, aber das Drehbuch gibt hinsichtlich der gesprochenen Dialoge bzw. deren Wortwahl eine Möglichkeit den schaurigen Effekt über die Sprache noch zu steigern, ähnlich wie bei Poes Erzählungen.
Kein Blockbuster aber ein schönes kleines und feines Werk.

Schöner atmosphärisch dichter Grusler - genau das Richtige zu Halloween.
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THE BEACH HOUSE

#399 Beitragvon MovieMan » So 25. Okt 2020, 13:32

Randall fährt mit Emily in das Strandhaus seines Vaters, um sich mit ihr auszusprechen. Dort treffen sie unerwartet auf Mitch und Jane, einem befreundeten Paar seines Vaters. Die Vier beschließen, einen Teil der Zeit gemeinsam zu verbringen.
Doch irgendwas stimmt nicht, die Gegend mutet seltsam an und was hat es mit dem abendlichen Nebel auf sich? Für jeden steht eine Veränderung an, in jeglicher Hinsicht.

Horror im Stile von CABIN FEVER. Es fängt harmlos an und steigert sich immer mehr. Und spätestens, wenn ein Protagonist zur Selbst-OP greifen muss, wird dem Zuschauer klar, dass wohl nicht alle Personen das Haus wieder aufrecht verlassen werden.
In der ersten Stunde des Films wird die Spannungsschraube gekonnt und kontinuierlich angezogen, bis den Machern dann die Ideen ausgegangen sind, sodass die letzte halbe Stunde die Geschichte doch einige Längen aufweist und die Spannung nur daraus besteht, zu erfahren, wer denn am Ende durchkommt.
Die Thematik ist schön aktuell gehalten. Die Empfindlichen ziehen vielleicht Paralellen zur aktuellen Lage in der Welt. Das verleiht dem Film natürlich noch ein wenig Unheimliches. Insofern ist die Story jetzt im Kino auch gut aufgehoben.
1-2 schöne Ekeleffekte sind wirklich gut gemacht, der Rest ist Durchschnitt.
Aufgrund der wirklich spannenden ersten Stunde immer noch eine Sichtung wert.
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