Ich war im Kino...

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FRAGEN SIE DR. RUTH

#376 Beitragvon MovieMan » Fr 4. Sep 2020, 19:18

Doku über Dr. Ruth Westheimer.

Sie überlebt als deutsche Jüdin den Holocaust, wächst ohne Eltern auf, muss sich durchschlagen und wird schlussendlich eine der ersten und bekanntesten Sexualtherapeutinnen der USA, zunächst im Radio dann im TV.
Spezialität ist es von ihr, die Dinge beim Namen zu nennen ohne den Respekt vor dem Zuhörer/dem Zuschauer zu verlieren. Sie wird zum Star. Anlässlich des 90. Geburtstages wurde ihr eine Doku gewidmet.

Die Doku handelt das ganze Leben von ihr ab. Sie selbst erzählt über die Stationen ihres Daseins. Begleitet wird die Doku von den Aussagen ihrer Familie und einigen Weggefährten. Der Film ist glücklicherweise im Original gezeigt worden. Bis jetzt (zwischenzeitlich 92 Jahre alt) hat sie sich den harten und schroffen deutschen Akzent in ihrem Englisch bewahrt. Sie hat sich als Sextherapeutin eine Aufgabe geschaffen, in der sie voll aufgeht - mit einer Energie als würde in ihrem kleinen (kurzen) Körper ein Atomkraftwerk auf Höchsttouren arbeiten.
Wo sie auch hinkommt überträgt sie ihre Begeisterung auf die Zuschauer/Zuhörer und geht dabei mit einer Offenheit zu Werke, dass es nur so eine Freude ist, ihr zuzuhören.
Die Frau hat sehr viel in ihrem Leben erlebt und durchlebt, in der Doku lässt sie den Zuschauer ohne wenn und aber daran teilhaben.
Als Zuschauer wird man durch alle Emotionen geführt: Witzigkeit, Ergriffenheit, Traurigkeit, Bewunderung.....

Diese 100 Minuten können einen einfach nicht kalt lassen, ich hätte noch Stunden zuhören können.
Wohl mit die beste und unterhaltsamste Doku, welche ich jemals gesehen habe.
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THE NEW MUTANTS

#377 Beitragvon MovieMan » Fr 11. Sep 2020, 21:41

Danielle wacht nach einem furchtbaren Trauma in einer Klinik auf.
Dr. Reyes kümmert sich um sie und um eine handvoll anderer Jugendlicher, welche besondere Kräfte besitzen. Danielle muss ihre Kräfte erst kennenlernen. In der Therapie wird jeder mit seinen Ängsten konfrontiert. Doch welches Spiel treibt Dr. Reyes?

Jungendhorror im X-MEN Universum. Wobei sich der Horror nicht richtig einstellen will.
Das ganze mutet wie eine Low-Budget Produktion für das TV an. Die Story bemüht sich noch nicht einmal um Tiefgang. Alle Figuren bleiben oberflächlich. Zum Spannungsmoment fehlen einfallsreiche Wendungen. Der Film plätschert trotz der Action einfach so dahin. Und schauspielerisch erwartet den Zuschauer auch keine Offenbarung. Ich halte den Versuch, einen X-MEN Ableger für die Generation YouTube zu etablieren, für gescheitert.
Technisch ist der Film eine Vollkatastrophe. Die Tricktechnik erinnert an die 80er Jahre und ist vom heutigen Standard weit entfernt. Es sieht manchmal aus, als hätte jemand die Tricks mit Freeware auf den Heim PC programmiert.

Nein, das war in jede Richtung nichts. Dann lieber die alten X-MEN noch mal als Konserve schauen oder die x-te Wiederholung von BUFFY im TV, das ist unterhaltsamer.
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LOVE SARAH LIEBE IST DIE WICHTIGSTE ZUTAT

#378 Beitragvon MovieMan » Di 15. Sep 2020, 19:00

Sarah ist tot. Sie hatte den Traum, eine Bäckerei in London zu eröffnen.
Ihre Tochter, ihre Mutter und ihre Freundin nehmen sich in Erinnerung der Toten dieses Unterfangens an. Dazu gesellt sich ein Verflossener der Verstorbenen.

Aus Personen, welche sich lange nichts zu sagen hatten, muss ein verschworener Haufen werden, denn nur gemeinsam ist das Ziel zu erreichen. Jeder hat zum Gelingen etwas ganz Spezielles beizutragen und muss dafür ein Opfer bringen.
Die unterschiedlichsten Charaktere werden hier zusammengewürfelt, zuerst auch wider Willen.
Doch im Laufe der Zeit zeigt sich, dass jeder Beteiligte auch etwas gewinnen kann. Liebe, Trauerbewältigung, Verlust, Verbohrtheit, Hoffnung sind nur einige der Themen dieses nur leicht fröhlichen und manchmal melancholischen Dramas.

Der Zuschauer wird durch den tragischen Anfang emotional mitgenommen, sodass eine Identifikation mit mindestens einem der Protagonisten gelingen sollte. Man leidet mit, man freut sich mit.
Emotionaler Film, welcher einem Hoffnung vermittelt. Ideal für eiinen Regentag, den man im Kino verbringt.
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FAKING BULLSHIT

#379 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:15

Komödie um eine Dorf-Polizeiwache, welche geschlossen werden soll. Man schickt aus der Landeshauptstadt eine Inspektorin, welche die Effektivität der Truppe beleuchten und ein Urteil zur Schließung fällen soll.
Das gemixte Team der Wache lässt sich etwas einfallen, um dem Ende der Wache entgegenzuwirken, leider nicht immer ganz rechtskonform.

Keine Schenkelklopfer sondern eher amüsant. Die Truppe geht naiv liebevoll zu Werke, die Charaktere sind liebenswert, manchmal scheinen sie leicht trottelig. Etwas klischeehaft aber dennoch liebevoll inszeniert.
Der Versuch, den Figuren Tiefe zu verleihen gelingt nur oberflächlich.
Harmloser leiser Spaß zum einmaligen Ansehen. Kleine Highlights sind die Auftritte von Bjarne Mädel als fordernder Informant. Mädel versteht es, mit einem Oneliner ein politisch/gesellschaftliches Statement abzugeben, sodass ganz nebenbei auch noch Gesellschaftskritik sowie Kritik am Abbau des Sicherheitsapparates mit in die Story einfließt.
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SPUTNIK

#380 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:28

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Zwei Kosmonauten kehren in einer Kapsel aus dem Weltraum auf die Erde zurück, einer von ihnen hat ein Mitbringsel dabei, sodass er von nun an sein Dasein auf einer militärischen Forschungsstation fristen darf.
Zur Forschung fliegt man extra eine Expertin ein, verheimlicht ihr aber den Hintergrund der Einrichtung. Dass das nicht gut geht ist klar, dass ein Außerirdischer irgendwann "Hunger" hat, auch.

Russische Alienvariante mit pseudobiologischem Hintergrund. Parasit oder Symbiont? Das ist hier die Frage.
Interessant ist die Inszenierung. Eine amerikanische Variante wäre actionreich zu erwarten gewesen, so in Richtung ALIEN2. Dieser Film hat durchaus seine Actionelemente, wirkt aber ganz anders. Ganz dem russischen Charakter nach wirkt alles weniger draufgängerisch sondern eher melancholisch, sich der Situation ergebend. Auch sehr viel Dialog. Ich habe das in russischer Originalsprache mit englischen Untertiteln gesehen. Die Russen sprechen derart schnell, dass ich mit dem Lesen kaum hinterher kam. Trotzdem mal eine schöne Abwechselung zum amerikanischen Haudrauf-Aktionismus.
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SLAXX

#381 Beitragvon MovieMan » Fr 18. Sep 2020, 20:55

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Die CCC Modecompany bereitet sich auf den nächsten Maniac Monday, einem Sonderevent, an dem den Kunden eine Jeans vorgestellt wird, welche sich dem Bodyshape des Kunden anpasst, vor.
Doch die Hosen, welche unter den unsäglichen Umständen der Modebranche in Indien hergestellt wurden, zahlen es ihren Trägern heim. Die perfekte Killer-Jeans!

Klingt schräg? Ist es auch. Mordende Jeans, darauf muss man erst mal kommen. Völlig absurde Szenen sowie heftige Goresequenzen. Die ganze Modebranche wird an den Pranger gestellt einschließlich des Konsumenten. Kaufen, einmal tragen, wegschmeißen, null Nachhaltigkeit, gehypt durch sogenannte Influencer. Eigentlich eine schonungslose Abrechnung mit der Konsumgesellschaft. Das unter Qualen Anderer hergestellte Produkt rächt sich an seinem Schöpfer/Träger. Man kann fast eine Parallele zum ersten Zombifilm von Romero erkennen. OK, etwas gewagt der Vergleich aber meines Erachtens dennoch in der gleichen Richtung.
Das ganze ist aber so überzogen, dass es nicht gruselig ist. Also eher ein FunHorror mit Splatterelementen mit einem trotzdem durchaus ernstem Hintergrund. Auf jeden Fall für die Fans mörder unterhaltsam.
Machen wir doch was draus aus der Kritik.
Wie heißt der schöne Slogan von CCC im Film?: Make a better tomorrow today
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BECKY

#382 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 12:35

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Becky, ein pupertierender Teenager, muss einen Schicksalsschlag verkraften. Als sie dann noch von ihrem Vater zu einem Wochenendtripp in ein Ferienhaus abgeholt wird und mit der neuen Freundin des Vaters sowie deren Sohn konfrontiert wird, ist die Stimmung endgültig dahin.
Und dann sind da auch noch die Knasties, die in dem Haus einen Gegenstand suchen und die Patchworkfamilie als Geiseln nehmen. Nur gut, dass Becky gerade nicht im Hause ist, als die Verbrecher eintreffen. So ist die übelst gelaunte und sowieso auf Kampf gestimmte Göre die einzige Chance gegen die Verbrecherprofis.

Der Anfang ist schon mal sehr stimmig. Mit intelligenter Kameraführung + Inszenierung wird die Einführung der Knastbruderschaft und Beckys Familie gezeigt.
Schauspielerisch hat das Team einen großen Wurf mit der jungen Hauptdarstellerin gelandet. Ob die überhaupt spielt oder ihren jungentlichen Emotionen nur ihren freien Lauf lässt, kann ich als Vater einer 17jährigen im Moment gar nicht beurteilen. Erschreckende Parallelen tun sich da im Verhalten auf.
Aus der Verbrecherriege sticht Kevin James (Hauptdarsteller aus TV-Serie KING OF QUEENS) hervor. Diesmal in absolut böse, als kalhgeschorener Nazi mit entsprechenden Tattoos und Vollbart. Die Verwandlung ist gelungen, er kann auch ekelig und böse.
Insgesamt haben wir hier eine Variante aus dem Homeinvasion Genre. Stereotyp aber dennoch spannend. Die Kleine könnte auch als RAMBOs kleine Schwester durchgehen. Sie ist angepisst, fühlt sich in die Ecke gedrängt und schlägt zurück (inklusive Fallenbau......).
Heftigste Gewaltspitzen werden visuell explizit dargestellt. Ob das so den Streamingdienst oder das Heimkino erreicht ist zumindest fraglich. Die FSK muss da bei sehr guter Laune sein.

Betrüblich fand ich den ersten Teil des Abspanns: In den Namen der Beteiligten (Schauspieler, Kamera, Regie, etc.) wurde der Buchstabe "S" als SS-Rune dargestellt. Das hat mit dem Film dann nichts mehr zu tun, auch wenn dieser die Nazi-Thematik mit auf den Tisch bringt. Was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben, ist deren Geheimnis, absolut unnötig. Aber die Nordamerikaner machen sich da wohl weniger Gedanken.

Guter und auch blutiger Actioner (so wie in Steven Seagals besten Zeiten) mit einem für mich unnötig faden Beigeschmack im Abspann.
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DINNER IN AMERICA

#383 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 12:54

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Simon, Punker und Dealer, ist auf der Flucht vor der Polizei. Er trifft auf Patty, ein eher Mauerblümchen, welche in einer Tierhandlung arbeitet und wohlbehütet bei ihren Eltern und ihrem Adoptivbruder aufwächst. Sie hat eine Leidenschaft für harte Rockmusik und schickt ihrem Idol John Q. peinliche Fotos. Aus zunächst welchem Grund auch immer nimmt sie Simon mit nach Hause. Dort kann er sich verstecken. Seine rebellische Art färbt bald auf die Familie ab. Simon zeigt Patty, dass man sich auch wehren muss. Und so zieht das Paar durch die Gegend, um es allen mal so richtig zu zeigen.
Und dabei zeigt sich, dass die Beiden auch gar nicht so unverhofft aufeinander getroffen sind.

Charismatische Hauptdarsteller, die ordentlich über die Strenge schlagen, aber wohl von jedem Zuschauer schnell ins Herz geschlossen werden.
Erinnert hat mich der Film an das Paar Mickey und Mallory aus NATURELL BORN KILLERS, nur eben als Kinder-/Jungendfassung, obwohl hier ordentlich mit Drogen hantiert und geflucht wird. "Ein "Fuck" und "Shit" müssen fast in jeden Satz mit einfließen.
Intelligent auch die Umsetzung des Filmtitels, indem des Öfteren Familien beim Dinner zu beobachten sind.

Roadmovie der besonderen Art mit trashiger und trotzdem coolen Musik und der Bestimmung des Punks erst einmal gegen alles Etablierte zu sein.
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GET THE HELL OUT

#384 Beitragvon MovieMan » So 20. Sep 2020, 16:40

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

In einem asiatischen Parlament bricht das Zombivirus und damit eine Schlacht ums Überleben aus.

Bonbonbunter, comichafter, chaotischer und maßlos übertriebener Zombifunsplatter, in dem nur gebrüllt und geschrien sowie literweise Kunstblut verspritzt wird.

Sowas kann ich nur alle paar Jahre sehen.
Nur für absolute Hardcorefans des asiatischen Brachialhumors.
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THE OUTPOST - ÜBERLEBEN IST ALLES

#385 Beitragvon MovieMan » Mi 23. Sep 2020, 09:28

Nach einer wahren Begebenheit im Afghanistan Krieg der USA.

Nahe der afghanischen Stadt Kamdesh unterhält das US-Militär einen Außenposten, mit ca. gut 50 Mann. Ziel dieses Postens ist, die Verbindung zwischen US-Militär und Zivilbevölkerung zu fördern.
Das Camp liegt in einem Kessel, umgeben von gebirgigem Gelände. Der Waffenstillstand ist brüchig, es kommt immer wieder zu kleinen Gefechten, bis die Taliban dann den Großangriff auf das Camp starten.

Der Film ist in zwei Hälften unterteilt. Die erste Hälfte thematisiert das Leben der Soldaten im Lager, die täglichen Unwägbarkeiten, das Sozialgefüge im Camp sowie die Befehlsstruktur und den Kontakt zur Zivilbevölkerung.
Die zweite Hälfte ist dem Großangriff der Taliban gewidmet. Die erste Hälfte bereitet quasi das Geschehen in der Zweiten vor. Der Film lehnt stark an ähnliche Streifen wie LONE SURVIVOR oder auch BLACK HAWK DOWN an.
Zunächst hält man sich mit Pathos zurück, da auch Ängste und Befindlichkeiten der Soldaten offen angesprochen werden. Auch während der mindestens 30 minütigen Schlacht steht weniger das Heldentum als der nackte Überlebenswille im Vordergrund. Erst im Abspann wird dann wieder durch Texttafeln und Interviews der wirklich Beteiligten die USA Flagge ganz hoch gehalten, jedoch mit dem bitteren Beigeschmack, dass solche Begebenheiten eigentlich keine Sieger kennen und die dekorierten Helden schließlich fast alle ihr Leben lassen mussten.

Technisch ist der Film gut gemacht. Die Kamera ist immer nah beim Geschehen, egal aus welcher Perspektive. Das Bild war klar und scharf. An Explosionen, Schusssalven und sonstigem Krawumm wurde nicht gespart.
Bei den Splitsurroundeffekten hat sich der Tonmeister ordentlich ausgetobt. Man hat jederzeit das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Mit Kugelgepfeife und Explosionen wird der Kinozuschauer komplett eingehüllt. Insofern kann ich einen Sitzplatz mittig im Saal sehr ans Herz legen.

Schauspielerisch gab es trotz Stareinsatz von Orlando Bloom und Scott Eastwood keine großen Aufwartungen. Clints Sohn erinnert mich immer mehr an seinen Vater selbst: Die Ähnlichkeit mit dem jungen Clint ist enorm, die gleichen Augen, der gleiche Blick, die gleichen Falten im Gesicht, die gleiche coole Art. Mit dem könnte man ein DIRTY HARRY Prequel drehen.

Insgesamt unterhaltsamer Kriegsactionfilm mit historischem Hintergrund.
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