Ich war im Kino...

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TROLLS WORLD TOUR

#351 Beitragvon MovieMan » So 14. Jun 2020, 19:14

Die Trolle sind wieder los.
Diesmal müssen Königin Poppy und ihr Volk sich gegen einen anderen "Stamm" erwehren. Die Trolle sind analog zu Völkern in verschiedene Stämme unterteilt, welche sich nach Musikrichtungen generiert haben. Und jetzt will der Rock die Trollherschaft übernehmen.

Drolliger Animationsspaß um Toleranz und Identität, eigentlich hochaktuell.
Das Ganze wird kindgerecht, quietschbunt und mit lustigen Wesen serviert.
Der bunteste Film den ich wohl je gesehen habe.
Mit viel Musik, alles eingedeutscht und viele bekannte Melodien.

Ein Bunt-Glitzer Gutelaunefilm gegen die Corona-Tristesse für die ganze Familie mit aktueller Message.
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MAN FROM BEIRUT

#352 Beitragvon MovieMan » So 21. Jun 2020, 18:16

Ein Auftragskiller mit Handicap hat während der Durchführung eines Auftrages einen Anfall von Menschlichkeit und deshalb ist ihm bald selbst eine Killerin auf den Fersen, sodass er ständig seinen Aufenthaltsort wechseln muss, um auch eine weitere ihm lieb gewonnene Person nicht zu gefährden.

Mutiger deutscher Thriller, ungewöhnlich verfilmt.
Der Film ist in Schwarz Weiß und im 4:3 TV Format. Alles wirkt minimalistisch und doch mit künstlerischem Anspruch.
Es wird Deutsch, Englisch und Albanisch (wenn ich das richtig recherchiert habe) gesprochen, sodass auch stellenweise mit Untertiteln gearbeitet wird.
Seine Spannung bezieht der Film über die fortwährende Flucht des Protagonisten.
Durch die Optik wirken die Gewaltexzesse eher surreal.
Der Look und die Machart lassen mich den Streifen als Film Neo Noir bezeichnen.

Mal ganz was anderes und dazu aus deutschen Landen. Kann man sich vielleicht nicht jeden Tag ansehen, bleibt aber länger im Gedächtnis als der meist amerikanische Einheitsbrei.
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DER FALL RICHARD JEWELL

#353 Beitragvon MovieMan » Fr 26. Jun 2020, 16:29

Richard weiß was Recht und Unrecht ist. Deshalb hat er den Wunsch bei der Polizei anzufangen, landet aber im Securitybereich. Es ist ihm daran gelegen, seinem Job mit Hingabe und dem nötigen Ernst nachzugehen. Als es wirklich Ernst wird ergreift er die Chance und rettet mehreren Menschen das Leben. Zunächst gefeiert wird er durch das Justizsystem der USA solange in die Mangel genommen bis er Hauptverdächtiger eines Verbrechens ist.

Leider handelt es sich um eine wahre Geschichte, welche sich anlässlich der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta an einem Nebenschauplatz ereignet hat.
Kein geringerer als C. Eastwood hat Regie geführt und produziert. In seiner typischen Machart hat er sich erneut einer realen Story bedient und diese auf die Leinwand gebracht. Diese Art von Filmen scheinen zu seiner Passion geworden zu sein.

Den sympathischen aber naiven Hauptcharakter mimt P.W. Hauser derart glaubwürdig, dass man sich angesichts der Rechtschaffenheit und Naivität mehrmals an den Kopf fassen muss.
Klasse wie immer ist Sam Rockwell als Anwalt und sensationell Kathy Bates als Mutter des Naivlings, während Olivia Wilde die Ätzreporterin gibt.

Neben den darstellerischen Leistungen ist die Geschichte auch recht spannend.
Eastwood schneidet viele Themen an wie Justizwesen, Waffenrecht, Medienmissbrauch und Mittelschicht der USA ohne dabei zu sehr zu glorifizieren.
Er lässt dem Zuschauer noch die Möglichkeit sich selbst ein Bild der Gesellschaft zu machen.

Ein schönes und auch spannendes Drama nach wahrer Begebenheit mit feinen Darstellerleistungen und gelungener Erzählweise.
Clint kann es einfach.
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GUNS AKIMBO

#354 Beitragvon MovieMan » So 28. Jun 2020, 18:43

Miles ist Programmierer und in einem Anfall von Größenwahn versucht er das Netzwerk SKIZM zu dissen. Ein paar Stunden später hat man ihm Knarren an die Hände geschraubt und er muss gegen die SKIZM Spielerin Nix zum Duell auf Leben und Tod antreten. Er macht mit aber recht widerwillig.

Daniel Radcliffe schwimmt sich endgültig frei von der Potter Rolle.
Diese Actionfarce ist ein bunter Mix aus CRANK, RUNNING MAN und HARDCORE.
Kills in Slowmo, visuelle Verfremdungen, fetzige Musik, eindimensionale Charaktere und schwarzer Humor.
Hirn aus, Getränk und Popcorn bereitstellen und ab geht der Partyactioner.
Ist nicht ganz unblutig aber gut auszuhalten.

Schöner abgefahrener Streifen für gute Laune.
Da fällt mir ein, ich brauche dringend neue Hausschuhe....
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SEMPER FI

#355 Beitragvon MovieMan » Sa 11. Jul 2020, 14:56

Cal und Oyster sind ein ungleiches (Halb)Bruderpaar. Während Cal als Cop und Marine-Reservist seinen Dienst versieht, hat Oyster mehr Schwierigkeiten, sein Leben im Gleichgewicht zu halten.
Durch einen dummen Fehler muss Oyster einsitzen und sein Bruder wird in den Irak abkommandiert. Nach dessen Rückkehr sind mehrere Monate vergangen und Oyster immer noch im Knast. Der Knastalltag gestaltet sich nicht leicht und so fasst Cal mit Hilfe seiner Freunde (aus Jugend- und Marinezeiten) einen folgenschweren Entschluss. Dass nicht alles nach Wunsch läuft sollte dem Zuschauer klar sein.....

Mix aus Familiendrama und Knastfilm gespickt mit Kriegsaction und Veteranenleiden. Der Film entscheidet sich nicht, was er eigentlich sein möchte. Dadurch wirkt die Handlung zwar nachvollziehbar aber doch sehr konstruiert.
Dennoch besteht immer wieder für eine gewisse Zeit Spannung hinsichtlich der sich fortentwickelnden Handlung, wobei der Spannungsbogen wieder in sich zusammenfällt und nicht durchgehend gehalten werden kann.
Die Schauspieler sind mir weitestgehend unbekannt, aber ein so richtig frisches Gesicht, auf das man sich freut es in weiteren Filmen wiederzusehen, wird nicht präsentiert.
Durch die FSK 12 darf man sich nicht täuschen lassen, die paar Krieghandlungen sind in 2-3 Szenen doch ziemlich derb, aber realistisch.

Eher was für den Streamingabend.
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GRETEL UND HÄNSEL

#356 Beitragvon MovieMan » Sa 11. Jul 2020, 15:16

X-te Verfilmung des Märchens vom Geschwisterpaar, welches sich allein in den Wald begibt und auf die Hexe trifft.
Inhaltlich ist die Geschichte aber nur angelehnt an das Märchen und wird nicht nur neu interpretiert sondern präsentiert auch eigene Ideen zum Hintergrund der Geschwister sowie der Hexe.
Für mich eine sehr gelungene positive Überraschung.
Die Atmosphäre ist stetig unterschwellig unheimlich, kaum Jumpscares sondern eher ein allgegenwärtiges Unbehagen, welches dem Geschwisterpaar begegnet und sich auf mich als Zuschauer übertragen hat. Also wohltuender Grusel statt blanker Horror.
Durch Erzählungen aus dem Off wird der Märchencharakter gehalten.
Besonders haben mir die Bilder bzw. die visuelle Umsetzung gefallen. Nebelschwaden ziehen sich durch den Wald abwechselnd mit einzelnen Lichtstrahlen, welche durch die Wolkendecke brechen. Ein hervorragendes Lichtspiel durch super Ausleutung sowie Licht- und Schattenspiel.
Einige Szenen wiesen fast regelrecht Standbilder wie Fotos auf, welche sensationell konzipert waren, top gewählter Ausschnitt und perfekt ausgeleuchtet. Diese Szenen hätten auch Bilder in einem Märchenbuch sein können.
Alles untermalt durch einen eigentlich nicht auffälligen aber düsteren Sound, der die Atmosphäre noch weiter hervorhebt.

Abseits von der bekannten Thematik des Märchens findet man auf der Metaebene eine für mich intelligent umgesetzte Idee, das Erwachsenwerden inklusive Trennungsängsten und den damit verbundenen Schwierigkeiten in Szene zu setzen.

Für mich eine sehr gelungene Verfilmung, die mir viel Freude bereitet und mich hervorragend unterhalten hat.
Die Spielzeit von knapp 90 Minuten ist optimal, sodass man nicht den Eindruck erhält, der Film würde künstlich gestreckt, nur um mehr Spielzeit zu bieten - weil es eben "in" ist, das die Laufzeit mindestens 2 Stunden plus betragen muss. Kurz und auf den Punkt.
Hier mal eine Empfehlung für Mutige, die sich auf sowas einlassen möchten/können.
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THE VIGIL

#357 Beitragvon MovieMan » So 12. Jul 2020, 02:10

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.
An diesem Wochenenee läuft in einigen Städten Deutschlands wieder das Fantasy Filmfest in der Nights Ausgabe, aufgrund Corona weit nach hinten geschoben.

Yakov, jüdischer Bürger in den USA hadert mit den Lebensumständen, kein Job und wenig Geld. Für ein paar Dollar lässt er sich für eine Nacht als Totenwache engagieren.
Die Totenwache dient dem Schutz der Seele des Verstorbenen unter den gläubigen Juden. Der Leichnam ist in der Wohnung des Toten aufgebart und befindet sich unter einem weißen Laken. Außerdem ist da noch die alte demente Witwe.
Yakov wird die Nacht nicht nur gegen seine eigenen Dämonen kämpfen und 5 Stunden können quälend lang sein.

Das erste Drittel des Films ist gruselig und unheimlich, überall knarzt und poltert es, Licht und Schatten suggerieren die Anwesenheit von etwas Unheimlichem, die Witwe ist auch sonderbar und gruselig im Auftritt.
Dann verlässt meines Erachtens der Film den Grusel und schwenkt mehr ins Mystische.
Das hat mir die Spannung genommen. Ab diesem Zeitpunkt war für mich der Unterhaltungswert nicht mehr in dem Maße wie anfangs vorhanden.
Dem Hauptdarsteller nimmt man das traumatisierte Weichei ab, doch die Darstellerin der Witwe spielt ihn glatt an die Wand.
Insgesamt nicht ganz solider Gruselfilm, dem zum Ende hin immer mehr die Luft ausgeht und der sein Potential leider verschenkt.
AUTOPSIE OF JANE DOE war ähnlich inszeniert aber besser und spannender.
Im Original wird eine Mischung aus Englisch und Jiddisch gesprochen. Das verleiht der Geschichte die notwendige Authentizität.
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WE SUMMON THE DARKNESS

#358 Beitragvon MovieMan » So 12. Jul 2020, 02:28

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Alexis und ihre zwei Freundinnen werden auf dem Weg zum Metall Festival Opfer eines blöden Streiches dreier Jungen, die sie auf dem Fest wiedersehen.
Man schließt Frieden und nach dem Fest fahren die 6 gemeinsam zum Anwesen von Alex Vater, um noch ein wenig weiter zu feiern.
Diese Feier entwickelt sich für Einige aber in eine ganz andere Richtung als gedacht.
Und den Morgen werden auch nicht Alle erleben.

Funslasher im 80er Gewand. Coole und aufgebrezelte Tussies auf der einen Seite, 3 männliche Idioten auf der anderen. Dazu 80er Musik, literweise Kunstblut, die eine oder andere Wendung, übersteigerte Charaktere und ab geht die Party.

Licht aus, Kopf aus, Popcorn, Getränke und genießen und raten wer das Gehacke und Gemurkse überleben wird.
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FOLLOW ME

#359 Beitragvon MovieMan » So 12. Jul 2020, 15:58

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Cole ist Youtube Star, er begibt sich gern in bedrohliche Situationen, postet und streamt live und hat gefühlt Millionen Follower.
Auf Einladung reist er mit einer Gruppe Freunde nach Moskau, um dort zusammen mit diesen an einem Escape Room Spiel teilzunehmen. Das Spiel ist extra auf seine Bedürfnisse und Erfahrungen zugeschnitten, das Publikum per Stream live dabei.
Auch wurde versichert, dass Alle jederzeit sicher seien. Na ja, eben so gut wie, zumindest wohl ein bisschen sicher oder auch gar nicht?

Hier wird gnadenlos aus Filmen geklaut, allen voran SAW und HOSTEL.
Nach gemächlicher Einführung werden die Daumenschrauben der Spannung kontinuierlich angespannt, bis man einen regelrechten Nägelkauer und Nervenzerrer vor sich hat.
Sobald die Story im Escape Room in Fahrt kommt, hat der Zuschauer wenig Verschnaufspausen.
Intelligent hat man die besten Eigenschaften des Toture Porns aus den o.g. Filmen zusammengefasst und schön mit den Stereotypen des kalten Krieges gemixt.
Frei nach dem ROCKY IV Motto:
Is it East versus West or man against man

Alles schön klischeehaft und verschwurbelt mit Kritik an der dummen Youtube Generation, jederzeit auf der Jagd nach noch mehr Extremen.
Kein Wunder wenn man sich da eine blutige Nase einfängt oder sogar Schlimmeres.

Und am Ende haben wir ein sensationelles Remake eines alten Films, gehoben auf Horrorniveau.
Aus Spoilergründen kann ich den natürlich nicht verraten.

Nach dem Abspann hat es ein paar Minuten gedauert, bis mein Adrenalinlevel wieder normal war.

Ob der Film ungeschnittenen das Heimkino erblickt, ist angesichts 2 bis 3 derber Szenen fraglich aber bei guter Stimmung der FSK nicht unmöglich. Das Ende könnte dazu beitragen, dass die Schere nicht angesetzt wird.

Leider lebt der Film von dieser Spannung, sodass nach einmal schauen alles vorbei ist. Ein Kauf lohnt daher nur für die Wenigsten.
Wer jedoch sein Adrenalinlevel mal in Schwung bringen möchte, kann das mit einer Sichtung bewerkstelligen.

Hier mal eine Empfehlung an die Freunde des Aufgeregten, welche nicht zu zart besaitet sind.
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YUMMY

#360 Beitragvon MovieMan » So 12. Jul 2020, 21:22

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Der erste Zombiefilm aus Belgien.....und was für einer!

Michael kutschiert seine Freundin und deren Mutter nach Osteuropa, wo sich die Teuerste die Brüste verkleinern (doch wirklich!) und Mama sich rundum erneuern lassen will. Die Klinik ist eher nicht State of the Art und das Personal wenig vertrauenserweckend, jedenfalls für Michael.
Doch die Klinik dient wohl nicht nur der schönheitschirurgischen Behandlung sondern auch der Forschung. Aber wer billig bucht, erhält auch billig und darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich um sein Leben laufen muss.

Die Belgier haben gut aufgepasst und einen mega unterhaltsamen Zombiefilm zusammengezimmert. Glücklicherweise nimmt sich der Film auch zu keiner Zeit ernst.
Schwarzer Humor wechselt sich mit heftigsten Splatterszenen ab, und zwar so heftig, dass der ganze blutige Sabberkram oftmals gleich auf der Kameralinse landet.
Das Filmteam muss ordentlich geputzt haben, um den ganzen Schmodder wieder vom Objektiv zu bekommen.
Schöne handgemachte Effekte verfehlen nicht ihre Wirkung.
Nein, das ist nicht die Neuerschaffung des Zombiegenres aber extrem unterhaltsam verfilmt und mit lustigen Ideen gespickt. Die Spannung wird über die Dauer dank einiger Einfälle und Wendungen konsequent hoch gehalten, nicht so nervenzerreibend wie FOLLOW ME, aber trotzdem spannend.

Der geneigte Zuschauer sollte sich gut überlegen, ob er vor oder nach dem Film Essen geht...oder sicherheitshalber weder noch.
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HARRIET - DER WEG IN DIE FREIHEIT

#361 Beitragvon MovieMan » Di 14. Jul 2020, 17:25

Minty ist Sklavin auf einer Farm in Maryland Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre eigentlich verbrieften Freiheitsrechte werden von ihrem "Besitzer" nicht akzeptiert, sie flieht bis nach Philadelphia und schließt sich den sogenannten "Schaffnern" einer Sklavenbefreiungsorganisation an, vornehmlich um ihre Familie nachzuholen - geleitet von der Stärke ihres Glaubens.

Verfilmung der Geschichte von Harriet Tubman, die mit all ihrem Mut vielen Menschen zur Freiheit verholfen hat.
Die Hauptdarstellerin C. Erivo brilliert als mutige, teils naive aber immer starke Frau in der titelgebenden Rolle. Der Film zeigt weniger das körperliche Leid der Sklaven sondern thematisiert die andauernde Gefahr durch Fluchtversuche und die Bemühungen, Befreiungsaktionen gezielt zu planen, zu organisieren und auch durchzuführen. Sicherlich konnte man in die über 2 Stunden nicht alle Facetten erzählerisch einbauen, doch einen Einblick, was es hieß, Sklave zu sein, erhält man schon - diese Menschen waren eben "nur" Ware und Wertbesitz.
Ein wahrlich dunkles Kapitel der US-Geschichte bzw. der Gegenwart - denn der Rassenhass ist übrig geblieben.
Die Geschichte ist über große Strecken auch recht spannend inszeniert. Stellenweise ist die Filmmusik wunderschön und einige Landschaftsaufnahmen sind schlichtweg atemberaubend.

Wer also Interesse an etwas Geschichtsunterricht in Filmform hat darf gern zugreifen.
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UNHINGED

#362 Beitragvon MovieMan » Fr 17. Jul 2020, 13:12

Rachel ist eine überforderte Mutter, welche ihren Sohn zur Schule, ihren Job und ihre Scheidung auf die Reihe bringen muss. Durch ihre Unpünktlichkeit bringt sie sich immer um den Erfolg. Wieder genervt im Stau stehend hupt sie einen anderen Verkehrsteilnehmer an, der selbst einen schlechten Tag hat. Die von ihm erwartete Entschuldigung wird ihm von Rachel verwehrt. Fortan ist er hinter ihr und ihrer Familie her.

DUELL meets FALLING DOWN. Russel Crow (in Marlon Brando Statur) als eiskalter Vollpsychopath, so überzeugend, dass man wirklich Angst bekommt, einem solchen Menschen in die Quere zu kommen. Nur um eine Entschuldigung zu erhalten ist er bereit, Blut fließen zu lassen.
Die Gewalt entlädt sich immer wieder in heftigen Spitzen.
Der Wechsel zwischen den Verfolgungsjagden und den Thrillereinlagen im Stile von Homeinvasion steigern ungemein die Spannung. Insgesamt eine flotte Inszenierung, die dem Zuschauer nur wenig Atempausen gönnt, bis zum bitteren Ende.

Die einführenden Erklärungsversuche, warum die Menschen immer mehr im Verkehr durchdrehen, können zum Teil nachvollzogen werden, zumindest wenn man in Hamburg öfter mit dem Auto unterwegs ist. Der Umgang wird zusehends aggressiver.
Die Geschichte des Films treibt diese üble Entwicklung nur noch weiter auf die Spitze.

Insgesamt spannungsgeladener Thriller mit einem gut aufgelegten R. Crow.
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MARIE CURIE

#363 Beitragvon MovieMan » Sa 18. Jul 2020, 22:15

Biopic über die in Frankreich lebende polnisch stämmige Wissenschaftlerin.

Der Film thematisiert ihre Arbeit in Frankreich bis hin zu ihrem Tod.
Gezeichnet wird das Bild einer von der Dominanz der Männer unabhängig sein wollenden Frau, die ihre Forschung über alles - auch ihr Privatleben stellt und somit eigentlich trotz ihres wissenschaftlichen Erfolges immer Außenseiterin bleibt.
Ihr Erfolg besteht in der Entdeckung zweier radioaktiver Elemente.

Unabhängig vom Leben der Frau wird zusätzlich auf die Gefahr der Errungschaften durch Wissenschaft im Sinne der Nutzung der Erkenntnisse für Kriegszwecke, etc. hingewiesen. Der positive Nutzen der Forschung findet nur selten Beachtung. Insofern ist der Film inhaltlich sehr negativ gefärbt. Auch an der Person Curies wird durch einseitige Darstellung kaum ein gutes Haar gelassen.
Entweder war die Frau wirklich nur durch die Arbeit getrieben und nahezu beziehungsunfähig in alle erdenkliche Richtungen oder die Darstellung wurde bewusst einseitig inszeniert. Das ist dem Film dann aber nicht bekommen, er wirkt sehr negativ.

Insgesamt hat mir die Inszenierung nicht zugesagt. Alles wirkt wie eine Aufzählung, die einfach und lieblos aneinandergereiht ist, von einer durchdachten Erzählstruktur und von einem spannenden Leitfaden ganz zu schweigen.
Genauso spröde wie die chemischen Formeln sind kommt der Film rüber.

Rosamund Pike in der Hauptrolle kann das auch nicht retten. Sie erreicht ihre darstellerische Leistung von FEINDE - HOSTILES bei weitem nicht, hat aber durch die Inszenierung auch eine undankbare Aufgabe, zusätzlich muss sie den ganzen Film auch allein tragen.

Auch die Maske hat mir nicht gefallen. Da der Film das Leben Curies über mehrere Jahrzehnte abhandelt, musste natürlich per Maske ordentlich gearbeitet werden.
Die Masken der älteren Curie fand ich misslungen, da sie deutlich als Maske erkennbar war und das Gesicht wachsartig gemacht hat. Ein Niveau einer durchschnittlichen TV Produktion.

Insgesamt leider eine schwache Produktion weit unter meinen Erwartungen.
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EDISON

#364 Beitragvon MovieMan » So 26. Jul 2020, 17:19

Nächstes Biopic, diemal über Thomas Alva Edison, geistreicher Erfinder im 19. Jahrhundert.

Inhaltlich geht es um die Elektrifizierung der USA. Ein Wettstreit verschiedener Erfinder und Industriellen sowie der Wettkampf zwischen Gleich- und Wechselstrom.
Betont werden immer wieder die guten wie auch nicht so guten Seiten der Elektrik.

Insofern wird nur ein Lebensabschnitt von Edison gezeigt. Durch den Wettstreit entbehrt der Film auch nicht einer gewissen Spannung. Im Prolog werden die Ereignisse als inspiriert von wahren Begebenheiten angekündigt. Das lässt darauf schließen, dass die Grundgeschichte schon wahr ist für den Film dramaturgisch aber ordentlich aufgebauscht wurde. Sonst wäre es ja auch eine Doku und kein Spielfilm mehr.
Die Inszenierung halte ich für gelungen. Durch die Konzentration auf einen Lebensabschnitt wird auch nicht so unentwegt durch den Film gehetzt, auch wenn es manchmal den einen oder anderen kleinen Zeitsprung gibt, man verliert nicht die Übersicht.

Gewohnt souverän gibt Benedict Cumberbatch die titelgebende Hauptrolle, fast schon ein wenig unterfordert. Gut dass der bzw. die Gegenparts ebenfalls gut besetzt wurden, sodass ein schauspielerisches Gleichgewicht zwischen Protagonist und Antagonist gewahrt bleibt.

Hervorragend fand ich die Kostüme, welche mit hohem Aufwand entstanden sein müssen und abwechslungsreich dargeboten werden.
Gespart wurde dann bei der Tricktechnik. Manches Mattepaintig ist als solches auch zu erkennen. Hat mich komischerweise aber nicht ganz so gestört, da in diesem Film die Story als solches doch stark im Vordergrund steht.

Gelungene und kurzweilige Unterhaltung mit einem ausgewogenen und spielfreudigen Cast unter geschichtlichem Hintergrund.
Und weil Edison maßgeblich an der Entwicklung des Kinos beteiligt war gehört er selbstverständlich zu meinen persönlichen Helden.
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OUT OF PLAY

#365 Beitragvon MovieMan » Fr 31. Jul 2020, 13:09

Jack ist nach einem Schicksalsschlag und der Trennung von seiner Frau dem Alkohol zugetan. Da erreicht ihn der Ruf seiner alten Highschool. Als ehemaliger Spitzenbasketballer soll er den Coach für das schlechte Schulteam geben.
Zunächst scheint er der Aufgabe gewachsen. Kann er auch seine inneren Dämonen besiegen?

Ben Affleck liefert eine gerade noch solide Leistung in der Hauptrolle ab. Das Drama zeigt, dass er nicht sehr wandelbar innerhalb einer Rolle agieren kann oder das Drehbuch war entsprechend geschrieben. Dann hat er aus der schauspielerischen Interpretationsmöglichkeit der Rolle aber wenig gemacht.
Das Drama ist eher ein ruhiger Film, etwas turbulenter geht es nur bei den Basketballspielen zu.
Die ruhige fast ausschließlich aus Klavier bestehende Musik verstärkt den Effekt der desolaten Lebenslage des Protagonisten noch, ein wahrhaft minimalistischer Score, der seine Wirkung nicht verfehlt.

Durchschnittliches Drama über einen Gescheiterten, der wieder auf den Erfolgsweg will und sich meist selbst im Weg steht.
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LUCY IN THE SKY

#366 Beitragvon MovieMan » Mo 3. Aug 2020, 19:18

Lucy ist Astronautin und kehrt von einem Weltrauneinsatz zur Erde zurück.
Für sie ist irgendwie nichts wie vorher.

Nein, kein Weltraumhorror sondern ein philosophisches Drama.
Die Suche nach sich selbst, nach dem Sinn und nach der Bestimmung. Hier wird das noch zusätzlich mit einem Beziehungsdrama kombiniert.
Ein leiser, ein nachdenklicher Film. Lässt man sich ein erhält man vielleicht einen Denkansatz für das eigene Dasein.
Natalie Portman in der Hauptrolle spielt gewohnt überzeugend.
Vielleicht sollte man sich etwas Zeit für den Film und seine etwaige Nachwirkung nehmen, also nichts für zwischendurch.

Und nein, die Antwort auf das Universum und alles ist diesmal nicht 42, sondern sehr individuell.
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THE SECRET - TRAUE DICH ZU TRÄUMEN

#367 Beitragvon MovieMan » Sa 8. Aug 2020, 13:33

Miranda ist wohl das, was man einen Pechvogel nennt. Als leidgeprüfte und überforderte Witwe muss sie sich um ihre drei Sprösslinge kümmern, kann denen aus Geldmangel aber kaum einen Wunsch erfüllen. Zudem ist sie eine schlechte Autofahrerin und rummst Bray auch noch in die Stoßstange.
Der reagiert verhältnismäßig harmslos und ungewöhnlich. Das Unglück schlägt bei Miranda in der nächsten Nach erneut zu. Doch plötzlich steht Bray wieder vor der Tür, nicht ganz ungeplant.

Katie Holmes als leidgeprüfte Mutter liefert nur eine durchschnittliche Leistung in diesem Drama. Auch der Rest des Castes ist eher Durchschnitt. Die Charaktere sind aber so ausgewogen, dass das ganze Ensemble hervorragend interagiert und die Geschichte voranbringt.
Da darf man den Drehbuchautoren zu ihrer Arbeit gratulieren.
Der Film enthält auch ein gewisses Spannungsmoment in der Hinsicht, dass es zunächst unklar ist, wer dieser Bray eigentlich ist und was er will. Dazu wird dann noch eine ordentliche Portion Gefühl obenauf gepackt.
Der Höhepunkt des Films - und das meine ich nicht ironisch - ist hier das ausgewogene Zusammenspiel der Schauspieler.

Für alle Pechvögel - oder solche, die sich dafür halten und den Glauben an bessere Tage schon verloren haben.
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IRRESISTIBLE - UNWIDERSTEHLICH

#368 Beitragvon MovieMan » So 9. Aug 2020, 17:40

Wahlkampfsatire aus den USA.

Ex-Soldat Jack gibt in dem heruntergekommenen Provinzkaff Deerlaken während einer Bürgerversammlung seine für einen Soldaten recht linken, demokratischen Ansichten zum Besten. Ein Video über die Versammlung erreicht den Wahlkampfstategen der Demokraten, Gary, in Washington DC.
Er macht sich auf den Weg nach Deerlaken, um Jack bei der Wahl zum Bürgermeister zu unterstützen. Das "Projekt" soll u.a. dazu dienen, die verlorene Wählerschaft der Demokraten in den Heartlands der USA zurück zu gewinnen.
Zunächst läuft es gut.....bis der Gegner auch einen Strategen sendet.

Das amerikanische Wahlkampfsystem samt Ringen um die Wählerschaft heruntergebrochen auf eine Bügermeisterwahl im Nirgendwo.
Herrlicher Film zum Verständnis dafür, warum Donald Trump die Wahl gewinnen konnte. Mit Kritik wird nicht hinter den Berg gehalten. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen.
Kein Wunder, dass die Gräben innerhalb der Bevölkerung immer tiefer werden.

Herrlich selbstüberschätzt und arrogant agiert Steve Carell als Stratege. Immer kurz vor dem Overacting bekommt er aber noch die Kurve. Der Rest- pure Satire.
Für alle politisch Interessierten, die jetzt schon den Blick auf die USA richten, wo im November wieder gewählt wird.
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