Ich war im Kino...

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JOKER

#276 Beitragvon MovieMan » Do 10. Okt 2019, 00:48

Dieses irre Lachen geht einem durch Mark und Bein und bleibt dem Zuschauer im Halse stecken.

Der Film zeigt die Geburt eines Psychopathen aus dem DC UNIVERSUM, dem späteren Gegenspieler von BATMAN.
Die Geschichte über die Entstehungsgeschichte des JOKER ist fiktiv, gibt der Comic dazu doch keine Vorlage.
Wir sehen ein kaputtes Gotham City, eine kaputte Gesellschaft und den leidenden Einzelnen. Der Film fühlt sich so gar nicht nach Comic an, eher ein Drama, eine Tragödie und doch wird man immer an den Comic erinnert, sei es durch den Namen der Stadt oder die Namen von Personen. Das funktioniert bis zur letzten Filmsekunde außerordentlich gut und wir bekommen auch ein nach meinem Geschmack würdiges Ende dieses Films präsentiert.

Der Film ist handwerklich super gemacht, von den Kameraeinstellungen bis zum Score. Der Score ist stellenweise minimalistisch und unterstreicht die depressive Stimmung einzelner aber immer wiederkehrender Szenen perfekt, indem man einfach Streicher dunkel (wahrscheinlich Cello) aufspielen lässt.
Manchmal verharrt die Kamera auch einfach, sodass durch die Einstellung eher ein Foto entsteht, welches eben auch ein Bild im Comic sein könnte, sehr schön gemacht.
Wohltuend auch, dass nicht jede Szene von unzähligen Spezialeffekten dominiert wird, sondern die Person des Jokers und die Geschichte in den Vordergrund gerückt wird, völlig anders als der letzte AVENGERS, der sicherlich auch viel Geschichte zu bieten hatte aber die Schwierigkeit, dass diese nicht in der Bombastoptik untergeht bzw zurücksteht.

Und dann ist da natürlich noch Joaquin Phoenix.
Oder ist das gar nicht J. Phoenix, sondern der JOKER selbst, der einem vorgaukelt, das ein J. Phoenix den JOKER spielt?
Vielleicht habe ich heute Abend auch den nächsten Oscar Gewinner für die männliche Hauptrolle gesehen. Das ist so erschreckend authentisch gespielt, dass man nicht an Schauspielerei glauben mag. Phoenix zeigt sein ganzes Können und davon hat er reichlich. Der Film ist natürlich auf die Figur zugeschnitten, doch es bedarf ja noch einer Person, welche das auch ausfüllt und darstellen kann.
Und das gelingt hier doch sensationell. Wie hätte man das noch besser machen sollen? Geht eigentlich nicht.
Heath Ledger Fans müssen aber gar nicht traurig sein, auch er hat der Figur seinen Stempel aufgedrückt und sich mit dieser Performance in die Köpfe der Zuschauer eingebrannt. Phoenix hatte es teils sogar leichter, da die Vorgeschichte des JOKER nicht als bereits vorhandene Geschichte in den Köpfen der Zuseher herumspukt.
So hatten beide Schauspieler einen ganz anderen Ansatzpunkt und beide machen mehr als das Beste daraus.

Wer sich diesen Film nicht ansieht hat selbst Schuld.
Eine ganz dringende Empfehlung von mir, schon allein aufgrund der weit herausragenden Darstellung, die Phoenix hier abliefert.

Setz ein Lächeln auf denn das Leben ist eine Komödie.
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DORA UND DIE GOLDENE STADT

#277 Beitragvon MovieMan » So 20. Okt 2019, 14:00

Realverfilmung einer Nickelodeon Trickserie.

Die kleine Dora lebt mit ihren Eltern (Professoren) im Dschungel. Als die Eltern zu einer Expedition aufbrechen schieben sie Dora in die Highschool ab. Die Großstadt ist die Kleine nicht gewohnt. Plötzlich sind die Eltern verschwunden und Dora macht sich im Rahmen einer abenteuerlichen Reise auf die Suche.
Und Schatzjäger sind auch unterwegs....

Teenager Variante von INDIANA JONES mit dem Humor von CROCODILE DUNDEE. Deutlich sichtbare Spezialeffekte samt animierten Tieren. Es wird auch gar nicht versucht, das auf Blockbusterniveau zu heben. Leztlich handelt es sich um eine Low-Low-Budget Verfilmung.
Dank der zuckersüßen Hauptdarstellerin mit ordentlichem Hang zum Overacting gelingt die Produktion doch ziemlich stimmig und liebevoll.
Ein Abenteuerfilm für die Zielgruppe 10-15, größtenteils gewaltfrei, bunt und voll guter Laune.

Stimmige Produktion für alle Nachwuchsabenteurer.
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MALEFICENT 2 MÄCHTE DER FINSTERNIS

#278 Beitragvon MovieMan » So 20. Okt 2019, 14:15

Aurora ("Monsterchen"), Tochter von Maleficent, hat sich in den Prinzen verliebt und möchte heiraten. Mami ist von der Idee nicht angetan und von der baldigen Schwiegermitter ihrer Tochter nach einem Besuch im Königspalast noch weniger. Durch Intrigen stehen sich dann zwei Fraktionen unerbittlich gegenüber. Kann die Hochzeit gerettet werden?

Pures Disney wie man Märchen nur dort bekommen kann. Bunt mit allen Farben, die die Palette überhaupt hergeben kann, Feen, Prinz, König, Königin, Fabelwesen, Landschaften und Bauten als hätte der gute Walt eine Märchenwahnvorstellung gehabt, die nun visualisiert wurde.
Im MIttelpunkt natürlich Angelina Jolie als titelgebende Figur, noch hagerer als sonst.
Lustig ist, dass der Prinz wie Oliver Pocher mit langen Haaren aussieht, sozusagen der Pocher-Prinz. Michelle Pfeiffer als böse Königin sticht auch (positiv) heraus. Die anderen Figuren bleiben mehr oder weniger doch blass.
Die Tricktechnik wieder auf hohem Niveau mit gutem 3D-Bild. Am Ende teils Szenen wie bei HERR DER RINGE oder FLASH GORDON.

Würdige Fortsetzung des ersten Teils für Fans desselben und alle Menschen, die an Märchen glauben.
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PARASITE

#279 Beitragvon MovieMan » So 20. Okt 2019, 14:30

Südkoreanischer Gesellschaftshammer und Gewinner der Goldenen Palme.

Eine unter ärmlichen Verhältnissen 4-köpfige Familie bekommt durch eine glückliche Fügung nach und nach Zutritt in ein Haus einer Familie der Highsociety. Durch geschickte Wahrheitsverdrehung schaffen sie es, sich vom großen Kuchen des Reichtums etwas abzuschneiden. Wäre da nur nicht dieses Geheimnis, welches das Haus verbirgt.

Wir bekommen ein Gesellschaftsdrama, eine Satire und nahezu einen Thriller zu sehen. Asiatisch üblich mit dem leichten Overacting der Protagonisten. Äußerst klug schaukelt sich die Geschichte dem Höhepunkt entgegen. Das haben wir wohl einem besonders intelligenten Drehbuchschreiber zu verdanken.
Der Zuschauer wird durch die verschiedensten Emotionen geführt: Erstaunen, Erschrecken, Humor, Spannung und und und.
Letztlich lässt sich der Film gar nicht so richtig in eine Kategorie anordnen, manch einer vergleicht ihn schon mit Tarantinos PULP FICTION. Das halte ich zwar für überzogen, doch ist der Film wirklich sehenswert. Ich wurde gute zwei Stunden wunderbar unterhalten.
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ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK

#280 Beitragvon MovieMan » So 27. Okt 2019, 13:21

Traumschiff meets Udo Jürgens Musical.
Von der Musicalbühne auf die große Leinwand.

Um die Hits von Udo Jürgens zu präsentieren hat man sich eine Art Traumschiffepisode ausgedacht, die an Konstruiertheit kaum übertroffen werden kann. Aber egal, das tut der guten Laune keinen Abbruch.
Zu den größten Hits von Jürgens singen und tanzen K. Thalbach, Moritz Bleibtreu, Heike Makatsch und Uwe Ochsenknecht sowie noch andere mehr oder weniger fähige Talente das Schiff auseinander. Mit einer Innenbrunst, dass der Funke auf das Publikum einfach übersprimngen muss.
Das Ganze wird in Bobonfarben und Massen an erkennbarer Tricktechnik auf die Leinwand gebracht, dass es so übertrieben daherkommt, dass man es schon wieder gut finden muss.
Was ich gar nicht erwartet hatte: Uwe Ochsenknecht hat den Ton von Jürgens sehr gut getroffen, das ist doch wirklich brauchbares Talent.

Gutelaunefilm für die ganze Familie, vor allem für die Fans von Udo Jürgens.
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TERMINATOR 6 DARK FATE

#281 Beitragvon MovieMan » So 27. Okt 2019, 13:44

In den 90ern erblickte ein Film das Licht der Leinwand, welcher bis heute Maßstäbe setzen sollte, TERMINATOR 2 (T2), eine Ikone des Actionfilms. So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen.
Bis heute ist dieser geniale Mix aus Scifi, Action, Humor, Tricktechnik noch nahezu das Maß aller Actionfilme in Blockbusterformat (außer DIE HARD vierlleicht).
Damals habe ich den Film im altehrwürdigen Grindel Kino Hamburg auf Riesenleinwand und mit THX Sound gesehen. Eine der bis heute beeindruckensten Kinovorstellungen, denen ich jemals beiwohnen konnte. Da stecken für mich viele Erinnerungen drin.

Kann der neue Film, der thematisch an T2 anknüpfen soll (Teil 3-5 einfach mal weggedacht), das wiederholen oder sogar steigern?
Nein, kann er leider nicht, in keinem Belang.

Wir bekommen einen grundsoliden Actionfilm und den besten TERMINATOR seit T2 zu sehen, doch letztendlich wiederholt sich die Geschichte, nur mit einer leicht abgewandelten Story und dem alten Cast. Die neuen Terminatoren sind ganz cool, reißen aber die eher schwache Story nicht heraus.
Ähnlich wie bei STAR WARS (ROGUE ONE und HAN SOLO) sollte die noch unbekannte Story erzählt werden, das würde wieder mehr Spannung bringen, als Schwarzenegger immer wieder bei der Rettung der Welt zuzusehen.
Also ich fühlte mich mehr unterhalten als bei T3-5, aber an T2 kann die Qualität nicht anknüpfen. Das hört sich alles etwas negativ an, ist es so aber nicht. Wenn man nicht mit überzogenen Erwartungen in den Film geht, bekommt man einen guten Actionfilm zu sehen.

Dank FSK 16 geht es auch ordentlich rauh zu, gefallen haben mir auch die Autoszenen, in denen nach meinem Empfinden weitestgehens auf CGI Effekte verzichtet worden ist, sodass die Crashs viel glaubwürdiger rüberkommen.
Die Technik (vor allem Sound) ist ordentliuch gelungen, die visuellen Effekte erreichen schon T2-Niveau, teils aber auch nur T1-Niveau (zumindest was für Nostalgiker).
Ein Tipp: Bitte bis zum Ende sitzenbleiben. Im Abspann bekommen wir einen Ultramix des Terminator Themes geboten, metallische Klänge gemixt mit Gitarrenmusik. Das Thema von Brad Fidel wurde neu arrangiert, Augen schließen und genießen.

So mancher wird mit ambivalenten Gefühlen das Kino wieder verlassen.
Wird er jemals zurückkehren?
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ADDAMS FAMILY

#282 Beitragvon MovieMan » Di 29. Okt 2019, 20:12

Die etwas spezielle Familie als Animationsspaß.

Die Hauptcharaktere sind alle mit dabei, auch Vetter It und Onkel Fester.
Herrlich schrullig versucht die Familie ihr Dasein in dem sonderbaren Schloss auf dem hohen Berg vor dem Stadtpöbel am Fuße des Berges geheimzuhalten.
Das gelingt natürlich nicht und schon prallen zwei Welten voller Missverständnisse aufeinander.

Irgendwann stellt sich jedoch die Frage wer denn nun die Monster sind.
Eigentlich hochaktuell, geht es doch um die Akzeptanz des Anderen und um Toleranz im täglichen Miteinander.

Lustiger Film für die ganze Familie mit leiser Gesellschaftskritik im obigen Sinne.
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SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK

#283 Beitragvon MovieMan » Do 31. Okt 2019, 13:48

Stella und ein paar andere Jugendliche suchen ein Spukhaus auf und entwenden ein Buch. Dieses stammt von einer armen gequälten Seele und enthält Geschichten.
Dumm nur, dass sich das Buch selbst weiterschreibt mit Geschichten, welche die am Einbruch beteiligten Jugendlichen betreffen. Nach und nach kommt ein Jeder in Gefahr. Die Jugendlichen müssen sich mit ihren eigenen Ängsten auseinandersetzen. Der Spuk will nicht aufhören.

Ein Gruselepisodenfilm nach einer Buchvorlage unter Mitbeteiligung eines G. del Toro. Optisch daher sehr fantastisch (im Sinne von Fantasy) umgesetzt. Der Gruselfaktor hält sich eher in Grenzen, eher leicht spannend und etwas athmosphärisch. Den Hype um den Film kann ich nicht nachvollziehen. Für mich einmalige Feierabendunterhaltung.
Der Film spielt zur Zeit der Nixon Ära, insbesondere das Thema Vietnam wird beiläufig aber doch oft präsentiert. Ob der Film jetzt auf der Metaebene darauf Bezug nehmen soll, vermag ich nicht zu sagen, ich kann einen etwaigen Bezug nicht herstellen, was aber vielleicht auch nur meinem begrenzten Intellekt geschuldet ist. Vielleicht kann ja jemand anderer, der den Film gesichtet hat, mehr dazu sagen.
Auf jeden Fall müssen sich die Protagonisten mit dem Erwachsenenwerden auseinandersetzen. Insgesamt hatte ich mir viel mehr davon versprochen. Für mich leider eine Enttäuschung in diesem Filmjahr.
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HALLOWEEN HAUNT

#284 Beitragvon MovieMan » Do 31. Okt 2019, 14:06

Harper und ihre Freunde feiern immer noch Halloween. Die 08/15 Party ist aber schnell langweilig, so beschließt die Gruppe, eines der unzähligen Horrorhäuser aufzusuchen, um den Thrill etwas voranzutreiben.
Im Nachhinein war es dann wohl doch zu real mit dem Grusel und nicht unbedingt alle verlassen das Haus wieder aufrecht.

Schöner Mix aus SAW und CUBE mit einer Prise PURGE. Die ersten 15 Minuten plätschern irgendwie so dahin, aber wenn die Truppe das Horrorhaus erreicht wird es doch spannend. Und die Spannung wird dann auch bis zum Ende gut gehalten, ohne zwischenzeitlich immer wieder abzusinken.
Trotz FSK18 ist der Film nicht übermäßig explizit, aber doch dreckig und fiese. Obwohl letztendlich die Szenen vorhersehbar waren, fand ich den Film trotzdem gelungen. Einer der besseren Horrorfilme der letzten Zeit in bester Slashermanier, eben passend zu Halloween.
Wohltuend auch, dass der Film nicht durch eine übermäßige Laufzeit künstlich in die Länge gezogen wird.
Genrefreunde dürfen da mal zugreifen.

Und apropos Halloween. Vor ein paar Jahren habe ich für meine Tochter ein paar Zeilen gedichtet, damit sie nicht immer mit "Süßes oder Saures" um die Häuser ziehen musste. Diese Zeilen eignen sich zum Auswendiglernen für alle 8-12 jährigen und ich stelle sie hiermit der Allgemeinheit zur Verfügung:

Kalte Hände, Glibberschleim,
Geister streunen um dein Heim.
Panik, Angst und großer Graus,
Gespenster belagern heut' dein Haus.
Dunkelheit, kein Licht mehr da,
Grusel, Spuk wie jedes Jahr.
Erst ein Schauer, dann ein Scream,
heute Nacht ist Halloween.

Wessen Kinder Lust dazu haben, nur zu :)

HAPPY HALLOWEEN
wünscht Euch MovieMan
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DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

#285 Beitragvon MovieMan » Mo 4. Nov 2019, 20:12

Jugendfreunde versammeln sich zusammen mit ihren Partnern Jahre später zum Abendessen und spielen ein Spiel.
Alle müssen ihr Handy offen auf den Tisch legen, eingehende Anrufe müssen auf Lautsprecher geschaltet werden, Nachrichten müssen vorgelesen werden und Fotos müssen gezeigt werden. Ganz lustig, vor allem wenn ein Jeder so sein Geheimnis hat. Das das nicht lange gut geht, ist klar und so kann man der Truppe dabei zusehen, wie sich jeder Einzelne immer weiter in die Schei.....reitet.

Äußerst gelungenes Kammerspiel mit einem Teil des FACK JU GÖHTE Castes und weiteren Schauspielern. Der Cast kann sich sehen lassen:
E. MBarek, K. Herfurth, J. Hasse, W. Wilke-Möhring, J. Schwarz, F.D. Fitz und F. Lau.
Dank einem klasse Drehbuch mit sensationell aufeinander abgestimmten Dialogen, kluger Kameraarbeit und fröhlicher Spiellaune des Castes hat der Zuschauer quasi Dauerspaß. Und trotz auch dramatischen Momenten überraschte mich der Film mit einer Leichtigkeit, die deutschen Komödien meist abgeht.
Wenn sich der deutsche Film weiter so entwickelt, sehe ich einer positiven Zukunft entgegen.
Nach dem Film kann ja jeder mal überlegen ob er seinem Partner sein Handy überlassen würde.

Von mir mal wieder eine Empfehlung. Gute Laune dürfte garantiert sein.
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ZOMBILAND 2 DOPPELT HÄLT BESSER

#286 Beitragvon MovieMan » Fr 8. Nov 2019, 16:11

Die altbewährte Survivalclique nistet sich im Weißen Haus ein bis ein Mitglied Lagerkoller bekommt.
Mehr will ich zum Inhalt hier mal nicht viel sagen.

Ich finde den 2. Teil mindestens genauso lustig wie den ersten. Oneliner reiht sich an Oneliner, nur skurrile Typen, Zeitlupenzombikämpfe, sarkastischer Humor, Dummtrottel, verschiedene Zombiarten und sogar Bill Murray.

Ein Gutelaunefilm der etwas deftigeren Art, hinsichtlich so mancher Metzelszene müssen sich die Macher nicht hinter den Effekten von THE WALKING DEAD verstecken.

Reingehen und Spaß haben.
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MIDWAY

#287 Beitragvon MovieMan » So 10. Nov 2019, 17:30

Roland Emmerichs Version der Schlacht um MIDWAY und dem Wendepunkt des Pazifikkrieges der Amis gegen die Japaner.
Dokumentarisch aufgebaut und bemüht, die Ereignisse in korrekt historischen Kontext zu bringen. Ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit der Geheimkräfte und Action im Rahmen der titelgebenden Schlacht sowie dem Auslöser Pearl Harbour.
Ein Teil der Geschichte auf etwas über zwei Stunden komprimiert.

Die Charaktere bleiben doch etwas blass. An den Darstellern liegt das nicht, konnte man doch namhafte Mimen für den Dreh gewinnen. Es liegt wohl eher am Drehbuch und der Laufzeit. Wollte man den Charakteren mehr Platz einräumen, hätte der Film wohl 3 Stunden Laufzeit gehabt.
Unterstellt man, dass sich große Teile so zugetragen haben und Emmerich nicht zu viel dramaturgisch dazugedichtet hat, fand ich den Film schon spannend, auf keinen Fall langweilig.

Die Flugszenen waren hervorragend. Der Eindruck von der Tricktechnik insgesamt zwiegespalten. Während der Sound gestimmt hat, war die Qualität der visuellen Effekte schwankend, teils auf Blockbuster- teils auf niedrigem Niveau.
Insbesondere den Feuersäulen nach den Explosionen hat man mangelnde Qualität angesehen. Klug war indess, das Bild etwas weichzuzeichnen um den Übergang zwischen Trickshot und realer Szene nicht zu krass zu gestalten.

Insgesamt spannende Actionunterhaltung mit Anspruch auf historische Korrektheit, doch von einem INDEPENDENCE DAY weit entfernt.
Ob R. Emmerich seinen Zenit in Hollywood überschritten hat?
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THE REPORT

#288 Beitragvon MovieMan » So 10. Nov 2019, 18:21

Investigativhammer mit A. Driver und A. Benning über das Audecken der CIA Machenschaften nach 9/11 hinsichtlich der Verhörmethoden der Bundesbehörde.
Die US Senatorin Feinstein und deren Mitarbeiter versuchen herauszufinden, wer die Folter an den Gefangenen befohlen hat und wer was wusste.

Am Ende des Films war ich ziemlich geschafft.
Man glaubt einfach nicht, was man zu sehen bekommt. Hollywood arbeitet Schritt für Schritt dieses Trauma und dessen Nachwirkungen auf. Ein Film schmerzlicher als der andere. Ein weiteres Beispiel nach dem schon hervorragend gelungenem VICE.

Der Film stellt Fragen auf.
Wie kann eine CIA überhaupt so autark agieren?
Wusste der Präsident wirklich lange nichts?
Wer regiert eigentlich das Land?
Funktioniert parlamentarische Opposition?
Kann der Bevölkerung die Wahrheit zugemutet werden?
Und und und.......

Und wer jetzt sagt, die Amis spinnen, der braucht sich nur mal die hoffnungslos misslungene Aufarbeitung der NSU Affäre in Deutschland ansehen.
Alles auch hier nicht besser.

In jedem Land braucht es Personen, die an den Werten der Demokratie und Rechtstaatlichkeit festhalten und Missstände schonungslos aufdecken.
Und wir sollten das aushalten können.
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