bild 7 bei Media Markt gekauft

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Pretch
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bild 7 bei Media Markt gekauft

#1 Beitragvon Pretch » Sa 17. Feb 2018, 11:18

Sorry, aber ich muss mir jetzt mal meinen Frust von der Seele schreiben.

Gestern kam Einer rein, Gesicht kannte ich, hatte ich wohl mal beraten.
Er habe Probleme mit seinem bild 7. Ohh, was ist denn los?
Der Suchlauf per Sat findet nur eine Hand voll Sender und das Display fährt nicht runter, Lautsprecher ist die ganze Zeit sichtbar.
Ich fragte seit wann das denn so sei, von Anfang an, er habe den grad erst bekommen.
Da dämmerte es mir schon. Wo er den denn her habe, vom Media Markt.

Die haben den nur hingestellt und mit dem Kommentar, sie kennen sich nicht aus, sind sie wieder gegangen.
Sie haben weder die Sat Antenne angeschlossen, noch das Gerät auf Funktion geprüft. Die haben noch nichtmal die Sicherungsschraube für die Kinematik rausgedreht, geschweige denn den Kunden in die Bedienung eingeführt.
Da kann MM natürlich leicht sagen "Lieferung inclusive", wenn das bedeutet, die schicken 2 Hilfskräfte mit nem Transporter los die das Gerät nur abstellen.
Am Ende hat er aber vielleicht sogar noch für die Lieferung bezahlt.

Dem Kunden selbst kann ich dabei nichtmal so richtig böse sein. Der Media Markt hat ihm zu der 1000,- Weihnachtsaktion nochmal 500,- hinterher geworfen.
Andererseits, jetzt hier wieder aufzuschlagen und zu erwarten, daß wir den Service übernehmen den Media nicht leisten will...
Ob ich nicht mal privat vorbei kommen könnte, für`n Fuffi. Von nem Fünfziger Trinkgeld kann ich keine Miete zahlen.

Das ganze ärgert mich so sehr.
Wir reißen uns ein Bein aus, nehmen uns ewig Zeit für Beratungen, Empfehlungen, Hilfestellungen. Dann wedelt der MM mit 500,- und die Leute sind weg. Wäre er wenigstens nochmal her gekommen und hätte mit uns gesprochen...
Und das war nur einer, der dumm genug war nun direkt bei mir, der ihn mal beraten hatte, Hilfe zu suchen.

Ja, 500,- sind viel Geld. Aber bei einem 7000,- Gerät... Will er zukünftig für jede Frage die er zu dem TV hat einen Fünfziger bezahlen, sind die 500,- schnell weg.
Die ganz Schlauen sagen, es gibt doch das Internet. Wir machen hier im Forum ja nichts anderes. Nur, die meisten die hier helfen, gerade bei komplexeren Fragen, sind Fachhändler und Techniker. Kaufen alle so, stehen die hier irgendwann auch nicht mehr zur Verfügung.


Es bleibt die Bitte: interessiert ihr euch für so ein Gerät, egal ob Loewe oder was vergleichbares, geht zu einem Fachhändler. Vielleicht auch zu mehreren und kauft dort wo ihr euch am besten aufgehoben fühlt, der die Geräte kennt und euch am kompetentesten erscheint, nicht bei dem mit dem höchsten Rabatt. Wenn einer hohe Nachlässe gibt hat das meist einen Grund und die fehlenden Einnahmen muss er kompensieren, z.B. in dem er am Service spart.
Erfragt vorab die Liefer- und Servicebedingungen.
Ich weiß, daß es auch Fachhändler gibt, denen Kundenzufriedenheit egal ist. Es gibt aber auch genug, bei denen der Kunde König ist und die immer gern helfen ohne drum gebettelt werden zu müssen. Eine Werkstatt, Servicemitarbeiter, Schulungen... kosten aber eben auch Geld.
Wenn ihr ein unschlagbares Angebot habt, geht wenigstens zu dem "guten" Händler und sprecht mit ihm. Meist findet sich zumindest ein Mittelweg, mit dem beide zufrieden sind.

Sorry, aber das musste mal raus.

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#2 Beitragvon Loewengrube » Sa 17. Feb 2018, 11:59

Und was hast Du abschließend getan?

Ihm Tipps gegeben?

Ihn an den Media Markt verwiesen?

Oder hierher geschickt?




Grundsätzlich kann aus meiner Sicht ja jeder kaufen, wo er mag.
Meistens (aber auch nicht immer) gilt: What you pay is what you get.

Sich aber erst beim Fachhändler beraten zu lassen, um dann bei einem Billigheimer zu kaufen, finde ich nicht in Ordnung. Bei Problemen dann zum Fachhändler zurückzukehren, erfordert aber schon Mut oder Dreistigkeit. Im günstigsten Fall Einsicht, die dem Fachhändler nachträglich aber wenig nutzt.
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#3 Beitragvon Patrick2 » Sa 17. Feb 2018, 12:03

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#4 Beitragvon Pretch » Sa 17. Feb 2018, 12:14

Er war sehr nett und reuevoll... das machts natürlich schwerer. Hab ihn erstmal vertröstet, weiß noch nicht.
Eigentlich sollte ich ihn hängen lassen, an den MM verweisen, die natürlich garnichts machen. Dafür bin ich aber andererseits zu nett... und hilft am Ende auch keinem.

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#5 Beitragvon Pretch » Sa 17. Feb 2018, 12:28

Natürlich kann jeder kaufen wo er mag. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, daß jemand wirklich vorzugsweise im Media Markt einkauft, gerade sowas wie einen Premium TV. Den neuen Benz kaufen wahrscheinlich auch die wenigsten im Container auf Rudi`s Autohof. Der einzige Grund ist wohl der Preis und die Frage ist, ob der beim Kauf eines heutzutage doch recht komplexen Produkts wie einem OLED TV die oberste Priorität haben sollte.
Vor allem sind die selten wirklich billiger. Die sind es aber gewohnt, statt über Beratung und Service, über den Preis zu verkaufen. Die werfen dir also ungefragt Rabatte nach. Fragt man beim Fachhändler einfach mal, ist meist zumindest ähnliches möglich.

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#6 Beitragvon Johannes » Sa 17. Feb 2018, 12:30

Ich kann dir hierzu voll zustimmen, Pretch - dieses Problem betrifft inzwischen leider nahezu alle Branchen, auch bei richtigen 'Luxusgütern' wie teuren Armbanduhren können niedergelassene Juweliere bei weitem nicht mit Internethändlern mithalten, und wenn dann am Armband etwas angepasst werden muss, dann geht man natürlich ins nächstgelegene Geschäft und verlangt diese Dienstleistung umsonst. Oder man lässt sich vor Ort ausführlich beraten und kauft dann online. Leider geht der bis zur 80er/90er Jahre-Generation noch ganz 'normale' Anstand immer mehr verloren, man kann da nur mit eigenem gutem Beispiel vorangehen und Foren wie dieses hier sind sicher gut dafür.

Dass Oberklasse-Geräte wie ein bild 7 überhaupt den Weg in einen MM finden, halte ich schon für nicht richtig. Und ebenso, dass in Österreich zB. ein HighEnd-Gerät wie ein Marantz PM-14S1 bei MM aufscheint - sowas gehört eindeutig nur in den Fachhandel, entweder Ladengeschäft und/oder HighEnd-Spezialversand - noch dazu wenn der selbige Händler mit 'Geiz ist geil' wirbt oder geworben hat. So ein HiFi-Gerät braucht auch entsprechende Peripheriegeräte und demzufolge auch Beratung, sonst geht die Sinnhaftigkeit der Investition ohnehin gegen Null ...

Mein Bruder wollte damals im MM einige leere Sony MiniDiscs kaufen und bekam prompt zur Antwort: "Sowas gibt's nicht".
Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als der Verkäuferin zu erklären, dass es sowas sehr wohl gibt, und wie es aussieht und funktioniert ... ;)

Gruß Johannes
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#7 Beitragvon Pretch » Sa 17. Feb 2018, 13:00

Ich verstehe warum Loewe seine Produkte in Großmärkte stellt. Man muss halt da präsent sein wo die Kunden sind.
Kunden versteh ich auch, die erstmal den Rabatt sehen.
Ich versteh sogar MM, die an einem Loewe so viel verdienen wie sonst mit 3 Samsung. Wenn ich keinerlei Mehrkosten hab, ist es verlockend da großzügige Rabatte zu geben.

Kunden haben aber bei einem Loewen einen höheren Serviceanspruch als bei einem Billig TV. Das zeigt sich ja auch hier im Forum immer wieder. TV irgendwo billig geschossen, hier wird dann über den vermeintlich schlechten Loewe Service geschimpft.

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#8 Beitragvon mulleflup » Sa 17. Feb 2018, 13:45

Leider ist dies auch unser täglich Brot.

Ob es Dreistigkeit ist oder schlichtweg Unbedarftheit ist , beides möglich.
Wir sind ja nicht nur reiner Loewe Händler.
Wir haben fast täglich mit Ladenbesuchern ( ich sage bewusst nicht Kunden ) zu tun, die Hilfe bei einem Produkt benötigen.
Sei es bei Einstellungen oder der Anschluß von weiteren Produkten.
Ich kriege ja nun auch nicht alle Abverkäufe mit, daher frage ich, wenn es nicht klar ist ob das Produkt von uns ist, nach dem Namen.
Spätestens dann erklärt sich dann der Ladenbesucher und sagt wo er das Gerät gekauft hat.

Meistens frage ich dann nach, weshalb er seinen Verkäufer nicht auf seine Problematik anspricht. Dann kommt entweder die Anwort
ist ja von Amazon oder die bei "Zitat Kunde" Me**Ma**, Sa***n haben keine Ahnung.
Mittlerweile kosten Erklärungen ind diesen Fällen dann bei uns Geld. Auch sind die Arbeitskosten bei Fremdkunden höher.
Daraufhin bekomme ich auch häufigerweise die , für mich freche Antwort, ich bin doch hier im Fachgeschäft.

Grundsätzlich gibt es einen Wettbewerb und jedem ist es überlassen wo und zu welchen Konditionen er einkauft.
Aber dann sollte man auch mit der Entscheidung leben.

mulleflup
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#9 Beitragvon Patrick2 » Sa 17. Feb 2018, 14:51

richtig so!
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#10 Beitragvon loewenkeller » Sa 17. Feb 2018, 22:07

Diese Problematik ist inzwischen in jeder Branche leider gleich. (Bei uns: Foto)
Wir nehmen eine Beratungsgebühr bei nicht bei uns gekauften Geräten. Manche Kunden(?) verlassen entrüstet den Laden, andere zahlen gern und kommen auch gern wieder....
Loewe One 55 UHD (SL4...); Bose AVR + Dynaudio; Chromecast ultra; Pana BR; NAS an Fritz!Box

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#11 Beitragvon bubffm » Sa 17. Feb 2018, 22:18

Nett hin oder her. Ich würde ihm sagen, für 500 Euro Vorauszahlung wird das Gerät voll funktionsfähig aufgebaut und eingerichtet.

Wenn er das nicht will, würde ich ihn freundlich aber bestimmt an den Media Aldi verweisen. Nur so lernen die Leute das Service kostet. Wenn man solchen Leuten dann auch noch den Service hinterherwirft, lernen die es nie und gehen das nächste Mal wieder zum Elektro-Aldi.

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#12 Beitragvon dubdidu » Sa 17. Feb 2018, 22:29

Genau das Beispiel von Loewenkeller wollte ich auch bringen. In HH gibt es ein Fotofachgeschäft, dass eine Beratungsgebühr nimmt. Das finde ich gut. Diese wird bei einem Kauf natürlich verrechnet. So muss sich auch niemand komisch vorkommen, wenn er sich nur beraten lassen und woanders kaufen will. Und man betreibt keine Quersubventionierung des Online-Handels und sägt nicht am Arbeitsplatz des Fachberaters. Und ich muss mir nicht komisch vorkommen, wenn ich mir ein Produkt im Internet gekauft habe und wider Erwarten doch ein paar Fragen dazu habe, die ich selber nicht geklärt bekomme.

Kann die Entrüstung nicht verstehen. Diese Kunden sind wahrscheinlich die Ersten, die meckern, wenn jemand von Ihnen andauernd eine kostenlose Dienstleistung abrufen würde...
bild 7.65 mit klang 5 und klang 5 Subwoofer, bild 3.40 mit Individual Sound Subwoofer, Individual Compose 40" L2700, TV 9.29, DVB 9.43, Connect 26 SL MB180, Individual Sound L1, HD+ mit Unicam Evo (Troja), AirSpeaker, Speaker 2Go, ATV4K, Synology RS 816

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#13 Beitragvon Elkdet » So 18. Feb 2018, 12:12

Da kann ich den Fachhändlern nur zustimmen. Allerdings sollte man bedenken, wie heutzutage auch hochwertige Produkte ge- bzw. verkauft werden.
Wer fair ist, geht zum örtlichen Einzelhandel, vergleicht Produkte, erhält eine ausführliche Beratung und kauft dann bei Bedarf auch mit Lieferung und Montage. Jetzt hat nicht jeder Einzelhändler alle in Frage kommenden Marken im Programm, also kann es sein, dass der gut und ausführlich beratene Kunde doch bei einem anderen Einzelhändler kauft. Soweit so gut, ich mache das so je nach Produkt und Lieferfähigkeit.

Es ist ohne Frage unfair, sich im Einzelhandel ausführlich beraten zu lassen und anschließend online oder im Kaufhaus zu kaufen.

Ich erwarte dann aber auch, dass der Fachhandel z.B. für seine nicht unwesentliche Servicepauschale mir eine einwandfreie Leistung abliefert. Hat bei mir z.B. nicht so gut geklappt. Meistens ist es sicher gut, manchmal aber auch nicht. Das ist meine Erfahrung. So ist es für mich z.B. kein Problem, auch einen Loewe TV aufzubauen und selber einzurichten. Die Erläuterungen von Loewe reichen mir eigentlich, muss mich dann eben damit befassen. Habe trotzdem den Service gegen Entgeld in Anspruch genommen.

Und das genau ist auch ein Problem, ich weiß ja vorher gar nicht, ob der Service i.O. ist. Merke ich erst später.

Als Kunde überlegt man dann beim nächsten mal vielleicht, ob der Gang zum Fachhändler der richtige war. Und dann führt der Weg halt in die Geiz ist geil Tempel.

Keine Sorge, ich werde allenfalls den Fachhändler wechseln. Habe da ja kürzlich gute Erfahrungen gemacht.
Und letztendlich gibt es ja dieses Forum zur Ablärung selbst exotischer Sachverhalte (für mich zumindest) wie ich beim fleißigen Mitlesen bemerke.

So, langer Text um folgendes zu sagen: Ich kaufe bewusst beim Fachhändler und lasse mich auch durch kleinere Rückschläge nicht entmutigen. Schiebe aber eben auch ein wenig Frust (Antennekabel!!! m.M. nach Anfängerfehler, hier viewforum.php?f=31 nachzulesen) bei diesem Thema vor mir her.

Gruß Elkdet

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#14 Beitragvon LUKLASI » So 18. Feb 2018, 12:17

Ich finde das gut, dass ihr alle konsequent seit und euch die Dienstleistungen bezahlen lasst. In der industrie war es bereits in den 70ziger Jahren üblich, dass man bei speziellen Fachfragen nach der Garantiezeit eine Rechnung erhielt. Ich erinnere mich sehr gut an ein telefonat mit IR (International Rectifire) bei dem ich Informationen zu einem Thyristor benötigte und mein Gesprächspartner plötzlich sagte, ab jetzt muss ich die Uhr mitlaufen lassen!
Wenn man einen Schulungskurs und sei es bei der Volkshochschule besucht, ist auch ein Betrag fällig.
Ich persönlich kaufe auch meine Geräte ausschließlich beim örtlichen Fachhandel (Umkreis 10 km). Wenn ich ein Problem hatte wurde mir bisher immer freundlich und schnell geholfen. Gleichgültig ob Garantie, Kulanz oder Reparatur. Wenn wir den Fachhandel "aushungern" müssen wir uns zukünftig mit den "Hotlines" zufrieden geben, ich denke, da hat der ein oder andere schon seine Erfahrungen gemacht!

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#15 Beitragvon j.j. » So 18. Feb 2018, 13:52

Über die Jahre hinweg habe ich alle Loewen beim Fachhändler immer preiswert bekommen. Da frage ich nach dem Abholpreis, weil die Geräte alle sehr selbsterklärend sind und ich noch nie Probleme mit dem Anschluss hatte, und der Händler kann so nochmal etwas günstiger kalkulieren. Bei Technik in dieser Preisklasse würde ich sicher nicht bei den genannten Volumen-Anbietern kaufen, da fehlt mir das Vertrauen. Professionelle Einkäufer kennen das Thema ISO9000 Lieferantenbewertung - nicht der Billigste ist auch der Beste. Diese Abwägung ist auch für privates Kaufverhalten anzuraten.

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#16 Beitragvon Kesan » So 18. Feb 2018, 15:42

Was hier geschrieben ist schon alles richtig, und ich habe meinen selber bei einem Fachhändler gekauft wegen der oben genannten Punkte. Nur eins habt ihr hier vergessen, nämlich Loewe. Wenn hier Loewe Premium suggeriert warum gehen Sie dann in die großen Märkte, gerade im HiFi Bereich gibt es etliche Marken die man weder bei MM Saturn Amazon usw. nicht kaufen kann. Da darf man sich nicht nur beim Kunden beschweren sondern eventuell auch mal bei Loewe. Im Raum München kenne ich 2 Märkte wo Loewe Leute Temporär zur Verfügung stellt, in einem hätte fast selber ein bild 7 gekauft. Scheiterte jedoch an den möglichen Lieferoptionen, mir wurde nur Lieferung bis zur Haustür angeboten gegen Gebühr. Ob das jetzt Verkäufer direkt von Loewe waren oder wie das auch immer läuft kann ch nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedenfalls ist so rübergekommen, Beratung durch diese Mitarbeiter und Verkauf dann durch ein Marktmitarbeiter
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#17 Beitragvon Pretch » So 18. Feb 2018, 16:17

Ich hätte es weiter oben schon kurz angerissen.
Loewe muss sichtbar sein und kann sich nicht nur bei den kleinen Fachhändler „verstecken“. Das Gros der Leute geht halt in den MM um einen Fernseher zu kaufen. Die würden nie einen Loewe zu Gesicht bekommen, wüssten garnicht, daß es Loewe gibt wenn die dort nicht vertreten sind.
Ist auch für Loewe ein zweischneidiges Schwert.

Eine Preisbindung wäre schön, die ist aber in Deutschland, aus für mich unerfindlichen Gründen, verboten.

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#18 Beitragvon Elkdet » So 18. Feb 2018, 18:29

Preisbindung ist aber sehr zweischneidig. Wo bleibt denn da die unternehmerische Freiheit? Wie weit soll die Preisbindung denn gehen, nur Gerät oder auch Service?
Es ist ja möglicherweise gerechtfertigt, ein Konsumprodukt bevorzugt über den Fach- bzw. Einzelhandel zu verkaufen. Aber nicht in Verbindung mit einer Preisbindung, das wäre ja Planwirtschaft. Hat eigentlich noch nie funktioniert. Jetzt hat z.B. Händler A auf Grund seines Standortes geringere Festkosten als Händler B. Also wird er eine höhere Marge erzielen oder überlegt sich, einfach den Preis zu senken oder seine Servicepauschale niedriger anzusetzen um ggf. mehr Geräte zu verkaufen.

Es sollte tatsächlich über Leistung gehen. Ich glaube das ein Fachhändler nur mit gutem Service punkten kann. Selbst eine Beratungsgebühr halte ich für zweischneidig. Fällt die direkt oder nach der x-ten Frage an? Ist die Beratung eine Gebühr wert? Alles nicht so einfach.

Es bleibt dem Fachändler vermutlich nur die Möglichkeit seine Kunden zu überzeugen. Ggf. auch mal mit einem Sonderpreis o.ä. Denn nicht verkaufen ist doch eher schlechter als im Preis entgegenzukommen. Ich glaube durchaus, dass Fachhändler diesen Weg in einem vertretbaren Maße gehen müssen.

Das Thema ist sicher nicht schwarz/weiß sondern hat viele graue Nuancen. Ich für meinen Teil möchte die Fachhändler gerne erhalten und bemühe mich durch mein Einkaufverhalten darum. Aber wenn der Wettbewerb prinzipiell entfallen würde, wäre mir sehr unwohl.

Und nicht zuletzt stellt sich die Frage ob der UVP oder Listenpreis eines Produktes überhaupt gerechtfertigt ist, das hat sich im Automobilhandel ja auch rasant entwickelt. Und zwar schon bevor der Internethandel dazukam.

Gruß Elkdet

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#19 Beitragvon mulleflup » So 18. Feb 2018, 18:46

Funktioniert bei Büchern und Medikamenten. Dort gibt es eine Preisbindung. Hier spricht auch keiner von Planwirtschaft.
Bei Medikamenten gibt es ja sogar Bestrebungen den Internethandel zu unterbinden, wo ist hier der Aufschrei ?

Es muss nicht unbedingt einen Preisbindung her. Aber alle Unternehmen die hier in Deutschland Ware verkaufen wollen sollten die gleichen Spielregeln haben.
Es kann nicht sein das bestimmte Unternehmen durch , leider legale Schlupflöcher, hier keine MwSt oder Gewerbesteuer oder Steuern auf Gewinne abführen.
Oder das das grösste Internet Unternehmen welches sich als Händler sieht, die Beschäftigten nur anglehnt an den Logistik Bereich entlohnt.

Hinzu kommt ,das es auch ein Verdrängungswettbewerb gibt. Dieser wird ausschließlich über den Preis und nicht die Qualität der Leistung geführt.
Das führt dazu das, auch wenn es viele Endverbraucher nicht glauben wollen, Waren weit unter EK verkauft werden. Das nicht nur in der Unterhaltungselektronik.
Gerade im Lebenmittelhandel ist das an der Tagesordnung.

Ich fände eine Regelung gut , die aufgrund wirrer Äuswüchse im Wettbewerb, nun wohl in Frankreich eingeführt wird. VK preis muss mindesten zum EK plus 10 % sein,
damit auch kleine Geschäfte eine Chance haben. Hier sieht wohl die franz. Regierung Handlungsbedarf , da die grossen Ketten die anderen an die Wand drücken.
Wobei hier der Auslöser die Auswüchse im Lebensmitteleinzelhandel waren.

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#20 Beitragvon Elkdet » So 18. Feb 2018, 19:31

Da der Hersteller ja den EK bestimmen kann, ist das sicher ein guter Ansatz. Da stimme ich voll zu. Den Rest kann der Händler kalkulieren.
Und selbst ein Hersteller wie Loewe zeigt ja durch seine Weihnachtsaktion dass sie den Großmärkten Paroli bieten wollen indem sie ihre Fachhändler konkurrenzfähiger machen. Zumindest bei den hochpreisigen Geräten. Auf etwas anderes zielt die Aktion für mich nicht. Ist nur nicht so gut beworben worden, die Aktion.

Die Preisbindung für Bücher verstehe ich überhaupt nicht, zumal der Markt total unübersichtlich ist. Da wird ja z.B. Zur Umgehung der Buchpreisbindung ein Abverkauf „beschädigter“ Exemplare massenweise getürkt. Mal sehen wie das bei den E-Books laufen wird.
Medikamente sollen m.E. da durch Preisbindung (Maximalpreis) reglementiert werde, wo sie lebenswichtig sind. Der Rest kann sich doch mal europaweit in den Wettbewerb stellen. Die Konzerne fragen sich doch je nach Verkaufsland offensichtlich unterschiedliche Preise.

Und selbstverständlich müssen die Steuerrahmenbedingungen für alle, die im gleichen Land Waren verkaufen auch gleich sein. Man liest leider etwas anderes, aber unsere Politiker arbeiten sicher an mehr Gerechtigkeit :rofl: , fragt sich nur für wen :???: .

Und Lebensmittel, das ist doch ein Thema für sich. Wer kauft denn die ganzen günstigen Waren beim Discounter? Fertigwaren oder Fleisch für 1,99 € je Kilo. Eingeflogen oder per Straßentransport aus fernen Ländern? Auch da zählt doch nur der Preis, wer achtet denn auf die Qualität? Jedem einigermaßen intelligenten Menschen muss doch klar sein, dass bei solchen Preisen Einsparungen in der „Produktion“ die Folge sind. Liest man jeden Tag, es gibt genug kritische Berichte (oft im WDR). Und, ändert sich etwas?
Es wird immer die Menschen geben, die lieber auf einem Wochemarkt oder beim Einzelhändler einkaufen. Aber auch die Anderen, und jeder hat sicher Gründe für sein Verhalten. Verbrauchs- oder Kleinartikel bestelle ich übrigens auch bei Amazon, sitze also auch im Glashaus und lasse die Steine mal lieber liegen.

Aber wir Verbraucher haben es in der Hand, den Einzelhandel am Leben zu erhalten. Das können und müssen wir beeinflussen.
Und ganz ehrlich, unseren bild 5 hätten wir nie gekauft, ohne ihn gesehen und getestet zu haben. Und zwar mit sachkundiger Beratung. Und das geht im Internet noch nicht, zumal ein nettes Verkaufsgespräch live einfach am schönsten ist.

Dieses Thema ist eigentlich epochal, es geht um Lebensqualität im allgemeinen und natürlich hier auch im speziellen. Gerade über unseren Umgang mit Lebensmittel wundere ich mich oft, aber das führt jetzt zu weit.

In dem Sinne noch mal eine Lanze pro Fachhändler.

Gruß Elkdet

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#21 Beitragvon Pretch » So 18. Feb 2018, 20:32

Was eine Preisbindung mit Planwirtschaft zu tun haben soll erschließt sich mir nicht.
Es stünde ja jedem Hersteller frei zu sagen mein Produkt darf nicht unter Preis xy verkauft werden oder macht den Preis den ihr für richtig haltet.
Ich fordere nicht, ein Fernseher muss Summe x kosten, sondern ein Hersteller sollte den untersten Preis für sein Produkt festlegen dürfen. Händler haben dann jede unternehmerische Freiheit, das Produkt ins Sortiment zu nehmen oder eben nicht.
Das gäbe engagierten Händlern zumindest die Möglichkeit mit Servicequalität zu punkten.

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#22 Beitragvon Elkdet » So 18. Feb 2018, 23:04

Planwirtschaft ist das u.a. unterbinden des freien Handels. Nicht der Markt bestimmt den Preis sondern der Hersteller. Das würde, falls es erlaubt wäre, den Herstellern jede Möglichkeit bieten ihr Produkt zu einem ihm genehmen und ggf. überhöhten Peis anzubieten.
Damit so etwas klappt, müssten natürlich noch einige andere Randbedingungen gelten wie z.B. ein Alleinstellungsmerkmal. Sonst könnte man ja auch gleichwertige Produkte anderer Hersteller kaufen. Aber halt, für die würde das mit der Preisuntergrenze ja auch gelten, machen wir also z.B. Fernseher einfach mal 50% teurer. Die hätten einen Heidenspass.
Ist natürlich Quatsch, was ich da geschrieben habe. Unsere Gesetze verbieten ja i.d.R. so etwas und zwar aus gutem Grund. Davon abgesehen würden die Kistenverschieber und Großmärkte doch nicht mehr als den Mindestpreis nehmen. Und wenn der Preis das Kriterium ist, sind die Fachhändler nicht besser gestellt. Zumindest bei den Kunden, die Service nicht bezahlen extra wollen.

Ich glaube einfach das es Kunden und Potential für guten Service gibt und darauf muss de Fachhandel setzen. Es gibt da keine Alternative. Und wen der Service nicht interessiert, der kauft billig und sucht wie beschrieben bei Problemen den Fachhändler auf. Da müsst ihr Fachhändler, wenn ihr diese Leute bedienen wollt euch den Service eben angemessen bezahlen lassen. Der ein oder andere als erinnert sich dann hoffentlich daran und empfiehlt euch weiter. Und wenn ihr sie nicht bedient und wegschickt, werden sie sich das auch merken und eben nicht eure Kunden.
Und ihr Fachhändler müsst natürlich Kunden, die beim Fachhändler gekauft und für den Service zusätzlich bezahlt haben entsprechend gut bedienen. Auch nach dem Kauf. Das werden ja die meisten Fachhändler auch machen.

Meiner Meinung nach funktioniert das nur so, auch wenn Fachhändler das nicht toll finden. Es geht anderen Branchen nicht besser, macht es zwar für den Einzelnen nicht besser aber ist so. Das ist nun mal dem Fortschritt Internet (Informationsbeschaffung und Preisvergleich, nicht Leistungsvergleich) geschuldet.

Es wird nur über guten Service funktionieren, und den müssen die Fachhändler bieten, und zwar immer. Das hat sogar die Ceconomy AG (MM und Saturn) gemerkt, wie aktuell verlautbart. Konnte man heute schon in den Zeitungsbeilagen lesen.

Gruß Elkdet

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#23 Beitragvon Agena » So 18. Feb 2018, 23:36

Es gibt schon eine Möglichkeit der legalen Preisbindung. Indem jeder Kunde direkt bei Loewe kauft und der Händler eine Provision von Loewe bekommt. Mafell führt dies gerade ein.
Nachteil dieser Lösung wäre dann dass Loewe für Gewährleistungsansprüche gerade stehen muss und dem Händler der Umsatz fehlt.

Von einer unteren Preisgrenze halte ich eher wenig, da große Ketten genügend Druck ausüben können um auf diese untere Grenze Einfluss zu nehmen.
Ich würde eine Zufriedenheitsabfrage direkt im TV einbauen. Nach xx Betriebsstunden erscheint eine Meldung ob man denn zufrieden ist und noch Fragen oder Wünsche zum Gerät hat. Dank Internet wird das Feedback sofort übertragen, mit der Seriennummer vom Gerät merkt Loewe dann wie viele Unzufriedene es mit dem Fachhandelsparter "ich-bin-blöd" gibt. Das kann man noch weiter treiben, wenn der Kunde den Händler wechselt, dass dann die Pluspunkte vom "ich-bin-blöd" weg zum "Top-TV-Service" wechseln und dieser dann bessere Preise und Vergünstigungen bekommt, der "ich-bin-blöd" Händler dagegen zur Nachschulung einbestellt wird.

Perfekt ist das auch nicht. Das kann dann wie bei VW dazu führen dass jeder Händler einen bittet bei der Werksnachfrage ein "äußerst zufrieden" anzugeben, weil ein "sehr zufrieden" nicht die Bestnote ist...
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#24 Beitragvon Pretch » So 18. Feb 2018, 23:44

Elkdet hat geschrieben:Planwirtschaft ist das u.a. unterbinden des freien Handels. Nicht der Markt bestimmt den Preis sondern der Hersteller. Das würde, falls es erlaubt wäre, den Herstellern jede Möglichkeit bieten ihr Produkt zu einem ihm genehmen und ggf. überhöhten Peis anzubieten.


Ich kann dir nach wie vor nicht folgen was das mit Planwirtschaft zu tun haben soll.
Warum würde dann nicht mehr der Markt den Preis bestimmen? Es gibt nunmal nicht nur einen TV Hersteller, aber das wäre die Grundvoraussetzung für deine Befürchtungen.
Die Möglichkeit astronomische Preise anzusetzen hätten die Hersteller auch jetzt schon, beim EK. Tun sie aber nicht, da sie sich nunmal im Wettbewerb miteinander befinden.

Apple zum Beispiel hat eine, für sie schöne Lösung gefunden. Die EKs sind so hoch, so nahe an den UVPs angesetzt, daß den Händlern kaum Spanne bleibt. Das sorgt dafür, daß Apple Produkte überall nahezu das gleiche kosten und von niemandem verramscht werden. Gut für Apple, gut für den Gebrauchtmarkt von Apple Produkten, schlecht für den Handel.
Sorgt aber gleichzeitig dafür, daß Kunden ihre Apple Produkt da kaufen, wo sie am besten beraten werden und/oder den besten Service bekommen, wenn einer in der Nähe ist direkt im Apple Store.

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#25 Beitragvon Elkdet » Mo 19. Feb 2018, 06:26

Planwirtschaft bedeutet doch, das es ein Gesetz gibt das die Einhaltung z.B. de Mindestpreise regelt und Nichteinhaltung bestraft. Also der Staat die Preise überwacht. Aber eigentlich ist die Diskussion diesbezüglich nicht weiterführend.
Apple ist tatsächlich der Sonderfall, das der Hersteller auf Grund der Produktbeliebtheit nur zu einem bestimmten Preis liefert. Darf er ja auch, er trägt ja das auch Risiko, dass die Konsumenten das mittragen.

Und der Service bei Apple ist sehr teuer, deshalb etablieren sich diverse Zweitanbieter für Serviceleistungen. Gekauft wird auch oft genug über Großmärkte oder TK- Unternehmen. Sei’s drum, wenn Loewe so einen Hype entfachen könnte würdet ihr eher über die ausreichende Beschaffung von Ware nachdenken und wahrscheinlich große Mühe haben, auf Grund der Vielzahl verkaufter Geräte einen guten Service zu bieten mangels Personal.

Schwieriges Thema, wer weiß, wie der Markt für TV-Geräte in einigen Jahren aussieht. Ich glaube das guter Service ein Alleinstellungsmerkmal ist. Dieses Thema ist unendlich, ich habe meine Meinung ausreichend kund getan. Bestehe auch nicht darauf, Recht zu haben, klinke mich daher aus und hoffe auf guten Service der Fachhändler.

Gruß Elkdet


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