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#276 Beitragvon Verax » Mi 4. Jul 2018, 19:54

Das doppelseitige Klebeband, was den Schminkspiegel hält, ist eins der Schwachstellen des Model 3 :D
https://www.edmunds.com/tesla/model-3/2 ... -2018.html
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#277 Beitragvon chrissy_el » Mi 4. Jul 2018, 23:00

Habe ich heute zufällig gesehen...
Da wurde ein anscheinend wirklich gutes EV bewusst vom Hersteller GM „zerstört“.
Beleuchtet auch die Hintergründe warum in den USA (und allgemein) diese Technik noch nicht so verbreitet ist bzw. teilweise so schlecht geredet wird.
„Warum das E-Auto sterben musste“:
https://youtu.be/wq0Rc1EHruU

Ich kann diese Doku natürlich nicht objektiv bewerten da ich ja schon „versaut“ bin :D
Liebe Grüße
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#278 Beitragvon Pretch » Do 5. Jul 2018, 09:26

Waren die gleichen Argumente gegen E Autos wie heute auch wieder...

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#279 Beitragvon chrissy_el » Do 5. Jul 2018, 22:01

Pretch hat geschrieben:Waren die gleichen Argumente gegen E Autos wie heute auch wieder...

Ich hätte den Medien und E-Auto- Bashern doch irgendwie mehr Kreativität zugetraut als nur die ollen Kamellen wieder auszugraben :D
Liebe Grüße
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#280 Beitragvon Pretch » Mo 16. Jul 2018, 11:39

Ich hatte letztes Wochenende Gelegenheit mir einen 2016er Tesla Modell S 75P zu borgen und ausgiebig probezufahren.
Bin total geflasht! :woot:

Selbst fahre ich aktuell ja einen 2018er Octavia 1.8 mit DSG, den ich, zumindest im Stadtverkehr als durchaus spritzig bezeichnen würde. Als ich da gestern Abend wieder eingestiegen bin, kam er mir etwa so dynamisch vor wie ein Linienbus.
Ich hatte durchaus schon Gelegenheit den einen oder anderen Sportwagen zu fahren, an das Beschleunigungsgefühl des Tesla kommt davon aber keiner ran. Das mag auch daran liegen, daß das Ganze beim Tesla eben nahezu geräuschlos passiert (bei Last hört man den E Motor durchaus surren, geiles Geräusch wie ich finde). Beim Sportwagen schaltet man runter, tritt das Gas durch und der macht als erstes vor allem mal Lärm bevor es dann Vortrieb gibt. Da ist der Tesla gefühlt schon auf 100. Übrigens ein echtes Problem, ich war ständig zu schnell. :D
Aber gut, daß der einen in den Sitz drücken kann hatte ich erwartet. Was mich überrascht hat war, wie komfortabel der auch auf schlechten Straßen ist. Straßenbahnschienen und Kopfsteinpflaster schluckt der nicht schlechter weg als ein deutsches Oberklasse Fahrzeug. Auf der anderen Seite zirkelt der Tesla, dank des niedrigen Schwerpunkts und des Allrads um Kurven wie ein GoKart. Das macht ein Porsche auch nicht deutlich besser.

Zur Verarbeitungsqualität kann ich nichts negatives sagen. Ich hab keine Zeit damit verschwendet Spaltmaße zu prüfen, zumindest knarzt und klappert in dem 2 Jahre alten Auto auch auf schlechten Straßen nix. Laut Besitzer hatte er auch noch keine Reparaturen, von einem Unfallschaden abgesehen.

Um vielleicht wenigstens einen Kritikpunkt zu nennen, der Innenraum kam mir im Vergleich zu anderen Fahrzeugen der Preisklasse etwas spartanisch vor. Ich kann aber auch nicht so genau sagen warum. Der Tesla hat Vollleder, Alcantara auf Armaturenbrett und am Himmel, dieser hatte so schwarze Holzeinlagen, die Materialen sind durchaus hochwertig und fühlen sich auch so an...
Vielleicht ist das bessere Wort, daß er mir leer vorkam. Da ja das komplette Fahrzeug über das (real echt riesige) Display bedient wird, gibts keinerlei Knöpfe und Schalter. Da auch der "Ganghebel" am Lenkrad sitzt ist die Mittelkonsole komplett leer. Schwer zu sagen. Ein Oberklasse-Mercedes oder Audi kommt mir da etwas "wohnlicher", vielleicht auch nur vertrauter vor.

Mein Fazit: Dieser Tesla hat neu 85.000 gekostet. Hätte ich die Wahl (die Mittel) zwischen diesem und einem deutschen Oberklassefahrzeug in der Preisrange zu entscheiden, würde ich sehr wahrscheinlich den Tesla nehmen. Das Fahrgefühl und der Fahrspaß sind einfach mit nichts zu vergleichen.

btw. Ich hab mal den Tesla und meinen eine Strecke nach Hamburg (500 km) berechnen lassen. Der Tesla berücksichtigt dabei Ladestopps und Zeiten. Laut Navi brauch ich mit dem Tesla 20 Minuten länger. Das ist der eine Ladehalt am Supercharger auf der Strecke, eine Pause die ich mit meinem auf der Tour wahrscheinlich auch gemacht hätte.

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#281 Beitragvon chrissy_el » Di 17. Jul 2018, 11:35

Pretch hat geschrieben:Ich hatte letztes Wochenende Gelegenheit mir einen 2016er Tesla Modell S 75P zu borgen und ausgiebig probezufahren.
Bin total geflasht! :woot:

Oh... oh... womöglich der nächste der auf die „dunkle Seite“ der Individual- Mobilität wechselt :D
Ja, son P 75D ist schon was feines ;)
Selbst bei unserem IONIQ (hat ja nur 1/3 der Leistung des P75D) sind viele Mitfahrer schon begeistert von der Beschleunigung. Und, Pretch, Du hast es genau richtig geschrieben: Während der Sportwagen erstmal ne Runde röhren muss bevor überhaupt was passiert ist man mit einem E-Auto schon weg :rofl:
Und das fast komplett geräuschlos...

Und zur spartanischen Innenausstattung: Es wird ja alles über das große Display gesteuert, dadurch entfallen ja die ganzen Schalter und Knöpfe... Das könnte der Grund sein warum es Dir ein wenig leer im Auto vorkam. Das Model 3 hat sogar noch weniger Ausstattung.

Aber schön, dass Du ein BEV ausprobiert hast. Viele schimpfen ja darüber ohne jemals eines Probe gefahren zu haben. Wenn ich das so richtig gelesen habe biste aber schon ein wenig von der E-Mobilität angefixt, oder?! ;)
Und es muss ja nicht zwangsläufig ein Tesla sein...

BTW: Im August werden wir uns den neuen Jaguar I-Pace angucken- mal gucken wie der so ist...
Liebe Grüße
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#282 Beitragvon Kujko » Di 17. Jul 2018, 12:25

Pretch hat geschrieben:Was mich überrascht hat war, wie komfortabel der auch auf schlechten Straßen ist. Straßenbahnschienen und Kopfsteinpflaster schluckt der nicht schlechter weg als ein deutsches Oberklasse Fahrzeug.


Ein Luftfahrwerk ist eben ne feine Sache - und spielt keine Rolle welches Logo dann vorne im Kühlergrill drauf ist. Hat jetzt aber weniger was mit dem Tesla zu tun, sondern ist eher der Tatsache geschuldet, dass du tagtäglich in einem Octavia unterwegs bist und dir der Komfortunterschied gleich aufgefallen ist.
Kommt man beispielsweise von einer S-Klasse, so wird einem der Komfort im Tesla eher weniger bis garnicht auffallen. Der Leistungsunterschied dann entsprechend auch eher weniger als von einem 1.8l Motor.
Ich für meinen Teil warte gespannt auf den Mercedes Elektro-SUV nächstes Jahr, der lässt seinen Bruder, den GLC43 AMG, bis auf den "Sound" ziemlich alt aussehen.

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#283 Beitragvon Pretch » Di 17. Jul 2018, 13:54

Jup, wenn ich von einer S-Klasse komme, hab ich aber auch keine Preisdifferenz mehr, bzw. komme mit einem Tesla preislich evtl. sogar günstig. ;)
Ich wollte es auch garnicht mit dem Skoda vergleichen, nur meine Ausgangssituation erwähnt haben. Ich fahre durchaus hin und wieder in oder mit luxuriösen Autos und auch mit solchen jenseits der 500 PS. Hab da im Freundeskreis Zugriff auf das eine oder andere, dem Umstand verdanke ich auch den Tesla. :D
Aber erwähnt hatte ich den Komfort eigentlich auch nur weil, mit den Fahrleistungen hatte ich gerechnet, hört und sieht man ja oft genug, daß das Ding so komfortabel ist hat mich aber überrascht.

chrissy_el hat geschrieben:Aber schön, dass Du ein BEV ausprobiert hast. Viele schimpfen ja darüber ohne jemals eines Probe gefahren zu haben. Wenn ich das so richtig gelesen habe biste aber schon ein wenig von der E-Mobilität angefixt, oder?! ;)

Ich bin absolut begeistert von E-Mobilität. Hoffe sehr, daß es wenn bei mir der nächste Fahrzeugwechsel ansteht, eine ordentliche Auswahl an guten E-Autos gibt.

Beim I-Pace hat mich ja die nur 3.7kW Ladeleistung geschockt. Den 90kw Akku bekomm ich damit nichtmal über Nacht voll...

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#284 Beitragvon chrissy_el » Di 17. Jul 2018, 14:37

Ich gehe davon aus, dass es in 2-3 Jahren deutlich mehr BEV- Modelle geben wird und die dann auch verfügbar sind.

Zur Ladeleistung: mit einem Typ-2 Kabel welches auf 32A codiert ist kann man an 22 kW AC Säulen mit Max. 7,4 kW laden. Hier scheint die Schieflast keine große Rolle zu spielen, anders als im privaten Bereich wo bei 4,6 kW Schluss ist. Ich werde mal versuchen, daran zu denken bei der Probefahrt den I-Pace mal 15 Minuten an eine 22 AC Säule mit einem 32A Kabel zu stellen um die Ladeleistung zu ermitteln.

Dafür soll man den I-Pace mit bis zu 100 kW Laden können. Ionity fängt grade an, Ladesäulen mit bis zu 350 kW Ladeleistung aufzustellen: http://www.ionity.eu
Damit sollten dann die 100 kW Ladeleistung bei I-Pace wohl möglich sein.
Und über Nacht (nicht) vollladen: Da muss man etwas umdenken. Ich denke, im „normalen Leben“ fährst du wahrscheinlich nicht jeden Tag 400km (und damit den Akku leer). Wenn du so wie ich normalerweise 55 km/Tag fährst wird der I-Pace jeden Morgen voll sein da der I-Pace wohl länger als 8h in der Garage/ an der Wallbox stehen wird. 8h Laden mit 3,7 kW ergeben knapp 30 kWh an Kapazität. Das sind rechnerisch bei einem Verbrauch des I-Pace von 22 kWh/100km so um die 140 km Reichweite die Du über Nacht laden könntest, also knapp 85 km mehr als Du eigentlich benötigst. Ich denke, jeden Abend das Ladekabel einzustecken wird für die meisten keine große Herausforderung zu sein ;)
Ich weiß natürlich, dass dies alles sehr theoretisch ist und die Ladeinfraktur auch passen muss.
Der Unterschied zwischen Verbrenner und BEV ist halt, zu laden wenn es möglich ist und beim Verbrenner tankst Du halt wenn der Tank leer ist. „Lade wenn Du kannst, nicht wenn Du musst!“ :D
Und auch da gewinnt das BEV meiner Meinung nach auch noch an Komfort gegenüber dem Verbrenner: Ich muss zu Hause nichts tun außer ein Kabel einzustecken und das Auto macht den Rest.
Man muss halt generell ein wenig Umdenken: Beim Verbrenner tankt man unterwegs während beim BEV man eher „zielorientiert“ unterwegs ist und am Zielort lädt- wenn möglich.
Liebe Grüße
Christian

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#285 Beitragvon Pretch » Di 17. Jul 2018, 14:55

naja, aber auf Langstrecke ist das schon schwierig? Schnelllader gibts ja, im Gegensatz zu Superchargern, nicht alle Nase lang.
Auch wenn ich das nur 2-3 mal im Jahr brauch, dann brauch ich es halt und will nicht stundenlang irgendwo neben einer Ladesäule campen. ;)

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#286 Beitragvon chrissy_el » Di 17. Jul 2018, 19:03

Es hängt davon ab wo Du lang fahren möchtest. Ich habe hier mal einen Screenshot der App ChargeEV angefügt. Alle Stecknadeln (ob grau oder grün ist egal) zeigen einen Schnelllader mit mehr als 43 kW Ladeleistung.
089FA609-3891-4307-8892-B6FB308D6C58.png


Bei uns gibt es sehr viele CCS Lader an die ich fahren könnte. Einzig allein das „Wild West“ der ganzen Kartenbetreiber trübt den Spaß ein wenig :(
Ich verwende die Ladekarte der EWE und als Backup die „EinfachStromLaden“ Ladekarte der Maingau. Dort kostet die Minute für Nicht-Kunden 5Cent an der Ladesäule. Wenn ich dann 20 Minuten am 50 kW CCS stehe (Auto ist nie ganz leer) hab ich für einen 1€ den IONIQ wieder auf 94% geladen.
Lade ich nie The new motion kann mich das auch mal 15€ kosten. Da muss viel mehr Transparenz geschaffen werden. Aber mit der Maingau fährt man schon ganz gut als EV-Fahrer.
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Liebe Grüße
Christian

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#287 Beitragvon chrissy_el » Di 17. Jul 2018, 19:15

Das Bild zeigt die CCS bei uns in der Gegend. Fehlt im Post vorher.
Liebe Grüße
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#288 Beitragvon Verax » So 22. Jul 2018, 12:43

Wenn man jetzt bestellt, soll man schon den I-Pace mit drei Phasen Lader bekommen. Daher lohnt es sich schon nicht mehr darüber zu reden ;)

Und wie schon geschrieben, 50kW CCS gibt es im Gegensatz zu Tesla SC wie Sand am Meer. Dünn gestreut sind nur >=100kW CCS Säulen. Aber die werden derzeit massiv ausgebaut. Förderung für Säulen bekommt man derzeit nur für Ladeleistungen >=150kW, daher werden dieses Jahr haufenweise Säulen mit höherer Leistung von allen möglichen Betreibern kommen.
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#289 Beitragvon Pretch » So 22. Jul 2018, 18:05

Das ist ja fein. :thumbsupcool:

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#290 Beitragvon chrissy_el » Fr 3. Aug 2018, 10:04

Bin gestern mit dem IONIQ zur ersten „Inspektion“ bei meinem Hyundai Vertragspartner gewesen.
Die 15.000km Inspektion hat doch tatsächlich 79,97€ gekostet :D
Es wurde natürlich auch der Status der Batterie ausgelesen.
Die Batterie(n) sind (wie erwartet) in einem hervorragenden Zustand. Laut Diagnose- System des Händlers haben die Batterien immer noch 100% SOH (State of Health). Somit ist noch keine Abnahme der verfügbaren Kapazität erkennbar trotz vieler, vieler Schnellladungen.
Finde ich super :clap:
Anbei mal ein Auszug wie so ein Diagnose-Ausdruck aussieht.
1412C1F4-1D46-4B8C-AEA9-D743B50EABEC.jpeg


Unten findet Ihr den SOH Wert in der Tabelle:
46E1BA2C-D9F0-4847-A662-C23B2AF17A1E.jpeg


PS: Wer noch ein kompetentes Autohaus mit motivierten Mitarbeitern zum Thema E-Mobilität im Raum Oldenburg und Bremen sucht dem schicke ich gerne per PN die Kontaktdaten zu.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Liebe Grüße
Christian

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Inspektionskosten

#291 Beitragvon Elkdet » So 5. Aug 2018, 16:03

Man muss sich das aber leisten können und eben mit der eingeschränkten Reichweite und Nutzungsmöglichkeit (Zugwagen?!) zurecht kommen.
Bei guter Ausstattung ist der Wagen ja auch nicht ganz preiswert. Wenn man da mal einen Verbrenner gleicher Größe und Ausstattung gegenrechnet, kann man sicher auch die höheren Inspektionskosten des Verbrenners tragen.
Und die Ökobilanz der E-Fahrzeuge kippt ja auch erst nach entsprechender Laufleistung ins Positive. Es gibt ja verschiedene Studien, aber unter 100.000 km tut sich da wenig. Und das nur, wenn die Batteriakapazität nicht zu groß ist. Wenn man das Fahrzeug so lange fährt! Irgendwann wird auch ein Austausch der Batterie fällig und die trägt ja im wesentlichen zur schlechten Ökobilanz bei, dann gehts wieder von vorne los.

Aus meiner Sicht sind E-Fahrzeuge im Stadt- und Kurzstreckenverkehr eine Alternative. Niemand hat was gegen weniger Emissionen in der Stadt, aber klimaneutral sind die E-Fahrzeuge nicht. Bei uns in Deutschland wird doch der Strom hauptsächlich aus Kohle und Gas gewonnen.
Sobald man Langstrecken fährt oder eben weitere Anforderungen an die Nutzung stellt, gibt es aus meiner Sicht derzeit keine vernünftige Alternative zu Verbrennern. Wasserstoff wäre evtl. noch sinnvoll, aber so richtig voran gehts da leider nicht.

Alles in allem ein spannendes Thema, aber die Entwicklung steht da wohl noch am Anfang. Richtig ist allerdings, dass keine Entwicklung von statten geht wenn die Fahrzeuge nicht gekauft und betrieben werden. Und richtig ist auch dass die E-Fahrzeuge in der Summe nicht preiswerter sind als gleichwertige Verbrenner. Der Rest ist sehr subjektiv und gleitet m.E. schnell in Ideoligie ab.

Gruß Elkdet

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#292 Beitragvon chrissy_el » Mo 6. Aug 2018, 09:48

Elkdet hat geschrieben:Man muss sich das aber leisten können und eben mit der eingeschränkten Reichweite und Nutzungsmöglichkeit (Zugwagen?!) zurecht kommen.

Das stimmt natürlich, das Auto muss zu dem persönlichen Anforderungsprofil passen. Wenn man natürlich sehr oft mit dem Anhänger unterwegs ist wird es schwierig. Statistisch gesehen fahren die Deutschen wohl irgendwas um die 60km pro Tag, aber das wird sicher auch nicht bei allen passen.
Für uns passt es jedenfalls und wir wollen (aktuell) jedenfalls nichts anderes mehr fahren als ein BEV. Reichweitenangst kennen wir jetzt auch nicht.
Ich bin immer noch sehr verwundert, dass diese "Reichweite- Diskussion" erst seit dem vermehrten Erscheinen des BEVs so zum tragen kommt. Es hat doch sonst auch kaum jemanden interessiert ob sein Auto nun 900km oder 1050km weit kommt ;) Da war der Verbrauch doch eher das entscheidende Argument pro oder Contra.
Elkdet hat geschrieben:Bei guter Ausstattung ist der Wagen ja auch nicht ganz preiswert. Wenn man da mal einen Verbrenner gleicher Größe und Ausstattung gegenrechnet, kann man sicher auch die höheren Inspektionskosten des Verbrenners tragen.

Da sage ich mal JEIN: Mein IONIQ in der Vollausstattung hat 32.500€ gekostet nach Abzug des BAFA Anteils von 4.000€. Aktuell liege ich bei monatlichen Fixkosten für Versicherung, Inspektionen und Ladekarte bei kalkulierten 30.000km/a knapp unter 100€ im Monat. Das ist mit einem vergleichbaren Verbrenner niemals zu erreichen (hier gilt: Neuwagen mit Neuwagen vergleichen). Ich denke, ein neuer Golf mit der gleichen Ausstattung dürfte kaum günstiger zu haben sein. Ich für meinen Teil bin noch nie so günstig Auto gefahren wie jetzt.
Elkdet hat geschrieben:Und die Ökobilanz der E-Fahrzeuge kippt ja auch erst nach entsprechender Laufleistung ins Positive. Es gibt ja verschiedene Studien, aber unter 100.000 km tut sich da wenig. Und das nur, wenn die Batteriakapazität nicht zu groß ist. Wenn man das Fahrzeug so lange fährt! Irgendwann wird auch ein Austausch der Batterie fällig und die trägt ja im wesentlichen zur schlechten Ökobilanz bei, dann gehts wieder von vorne los.

Warum sollte eine Batterie ausgetauscht werden- pauschal wird da sicher nichts getauscht. Es gibt bereits viele Teslas die mit mehr als 500.000km auf der Uhr und mit der selben Batterie an Board. Nissan mit ihrem Leaf (meist verkauftes E-Auto der Welt) hat meines Wissens nach so gut wie keine Probleme mit defekten Batterien.
Und mittlerweile werden auch nicht die Batterien komplett ausgetauscht sondern es werden die defekten Zellen entnommen und mehr nicht.
Außerdem werden defekte Batterien entweder in den "2nd Life Modus" verbracht (z.B. stationäre Speicher) oder recycelt. Weggeworfen wird da ganz sicher nichts, dafür steckt da einfach zu viel Rohstoff drin.
Es gibt auch nun mehrere neuere Studien, die zu einem anderen Ergebnis kommen als die berühmte "Schwedenstudie" (bei der sich selbst die Autoren mittlerweile "entschuldigt" haben und sagen, dass es wohl nicht ganz korrekt war was die da so geschrieben haben).
Ich führe mal nur eine Berechnung an, da ich hier die Quelle dafür habe:
Laut einer Berechnung des Fraunhofer Institut ISI in der Autobild aus Oktober 2017 benötigt ein e-Golf wenn er mit dem deutschen Strommix geladen wird ca. 52.000km um den CO2 Rucksack zu egalisieren. Wird das E-Auto nur mit ÖKO-strom geladen (so wie das gefühlt 90% aller E-Auto Fahrer machen) ist der Rucksack deutlich schneller weg. Generell gilt natürlich, je kleiner die Batterie desto kleiner der Rucksack.
Das kann man natürlich auch auf die Verbrenner genau übertragen. Ein 4 Liter V8 Audi A8 braucht sicher mehr CO2 in der Herstellung und im Fahrbetrieb als ein Polo 1.2 TFSI. Und auch hier hat es bisher kaum jemanden interessiert wie viel C02 bei seinem Verbrenner bei der Produktion so anfällt.
Elkdet hat geschrieben:Aus meiner Sicht sind E-Fahrzeuge im Stadt- und Kurzstreckenverkehr eine Alternative. Niemand hat was gegen weniger Emissionen in der Stadt, aber klimaneutral sind die E-Fahrzeuge nicht.

Vollkommen richtig, klimaneutral sind E-Autos auch nicht, jedoch habe ich keine lokalen Belastung mit NOx und Konsorten, dazu weit aus weniger Lärmbelastung der Umgebung.
Elkdet hat geschrieben:Bei uns in Deutschland wird doch der Strom hauptsächlich aus Kohle und Gas gewonnen.

Das ist leider nicht korrekt.
Hier die aktuellen Zahlen des BDEW (Bund deutscher Energie Wirtschaft): https://www.bdew.de/media/documents/201 ... ix-Hj1.pdf
Du wirst sehen, dass die Erneuerbaren Energien die Stein- und Braunkohle als Haupt-Energieträger abgelöst haben.

Elkdet hat geschrieben:Wasserstoff wäre evtl. noch sinnvoll, aber so richtig voran gehts da leider nicht.

Ob Wasserstoff wirklich die Lösung ist vermag ich nicht zu sagen. Nach meinen Informationen benötigt man für die Produktion eines Kilos Wasserstoffs ca. 55 kWh an Energie (damit fahre ich mit meinem IONIQ knapp 400km) . H2- Tankstellen liegen preislich irgendwo zwischen 700.000- 1,2 Mio €. Das Kilo Wasserstoff kostet derzeit im Schnitt etwa 9,50€ und der aktuelle Hyundai Nexo braucht auf der BAB bei 130 km/h etwa 1,2 kg H2. Und dazu dann der Grundpreis des Fahrzeugs von 70.000€ und genauso anfallende Servicekosten während des Betriebes.

Elkdet hat geschrieben:Alles in allem ein spannendes Thema, aber die Entwicklung steht da wohl noch am Anfang. Richtig ist allerdings, dass keine Entwicklung von statten geht wenn die Fahrzeuge nicht gekauft und betrieben werden. Und richtig ist auch dass die E-Fahrzeuge in der Summe nicht preiswerter sind als gleichwertige Verbrenner. Der Rest ist sehr subjektiv und gleitet m.E. schnell in Ideoligie ab.

Ideologie gehört wohl für beiden Seiten dazu. Die, krampfhaft das neue pushen wollen und auch die, die mit aller Macht an alten Gewohnheiten festhalten wollen.
Ich für meinen Teil sehe es weder schwarz noch weiß. Es wird Bereiche geben, dass passt der Verbrenner besser als das BEV und umgekehrt. Und ja, die BEVs müssen günstiger werden damit sich mehr so ein Fahrzeug leisten können.
Letztendlich muss das jeder selber entscheiden was er braucht und wofür er bereit ist Geld auszugeben.
Wenn Du magst kannst Du Dir ja mal den "Mythbuster E-Auto" durchlesen: http://homepage.hispeed.ch/martin_rotta ... -Rotta.pdf
Dort steht viel wissenswertes über E-Autos drin.
Liebe Grüße
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#293 Beitragvon Pretch » Mo 6. Aug 2018, 13:07

Würde die E-Auto Seite so argumentieren wie es die Verbrenner Verfechter tun, müsste man wohl auch mal über Ölkatastrophen sprechen oder darüber wie viel Strom das Tankstellennetz so braucht, der Transport des Treibstoffs ... spricht eigentlich irgendwer über Lärmverschmutzung in Städten...?
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen plötzlich ihr Herz für Umweltschutz entdecken, wenn es darum geht E Autos zu kritisieren.
Alle werden zu Experten was Batterieproduktion und Entsorgung betrifft, kaum einer davon hat je einen Gedanken daran verschwendet, was die Produktion seines Diesel/Benzin PKW die Umwelt kostet, geschweige denn die Förderung, Produktion und der Vertrieb des Treibstoffs.
Ich kann mich nicht erinnern, in irgendeinem PKW Test jemals etwas zur Ökobilanz oder Energieeffizienz eines Verbrenner Autos gelesen zu haben, oder daß das jemals irgendwo Gesprächsthema oder gar ein Kaufargument gewesen wäre.

Ich hab schon weiter vorn geschrieben, für mich persönlich ist der ökologische Aspekt ohnehin relativ nebensächlich. Bin kein Ökokrieger. :D
Ich will ein leises, komfortables Auto, bei dem ich mir möglichst keine Gedanken um Wartung oder Ähnliches machen muss und das ich möglichst billig bewegen kann.

Wasserstoff finde ich einigermaßen uninteressant. Der Nexo sieht erstmal nach einem interessanten Auto aus. Hab mal geschaut, in Ostdeutschland gibt es abgesehen von Berlin genau keine Wasserstofftankstelle. Die Karte für den zukünftigen Ausbau sieht eine einzelne in 50 km von meinem Wohnort vor... E-Ladesäulen hab ich schon heute 2 in der Straße.
Dazu kommt, daß der Wasserstoffantrieb halt doch überraschend ineffektiv und relativ teuer ist.

chrissy_el hat geschrieben:Statistisch gesehen fahren die Deutschen wohl irgendwas um die 60km pro Tag,

Das find ich allerdings immer eine schwierige Argumentation. Der Durchschnitt, selbst mein persönlicher spielt ja keine so große Rolle.
Selbst wenn ich jeden Tag nur 5 km fahre, am Wochenende will ich aber auch mal die Oma besuchen die 150km weg wohnt, ohne Angst haben zu müssen ob ich zurück komme.
Für mich wären auch die 32000,- für einen Ioniq zu viel für einen Zweitwagen. Daher muss er bei mir auch als Erstfahrzeug funktionieren, was er nach meinen Überlegungen übrigens täte. Ich käme damit ganz entspannt bis nach Italien. Mit zwei kleinen Kindern muss ich eh regelmäßige Stops, im besten Fall noch eine Übernachtungen einplanen, die kann ich genauso gut an einer Ladesäule machen.
Direkt auf der Strecke zu meiner Mutter, also ohne noch irgendwie groß von der fovorisierten Route abzuweichen, gibt es allein 5 Schnelllader >50KW, 2 davon sogar kostenlos. Allein auf der Strecke, die ich im Schnitt einmal im Monat fahre, verfahr ich üblicherweise für 30 € Benzin. Lade ich an der kostenpflichtigen Säule bei mir in der Straße, komm ich für den gleichen Preis mehr als Doppelt so weit.

Bei guter Ausstattung ist der Wagen ja auch nicht ganz preiswert. Wenn man da mal einen Verbrenner gleicher Größe und Ausstattung gegenrechnet, kann man sicher auch die höheren Inspektionskosten des Verbrenners tragen.

Da wäre ich mir jetzt auch nicht so sicher... Mein Skoda kostet etwa das gleiche, ist aber bei weitem nicht so umfangreich ausgestattet (einiges davon bietet Skoda nichtmal optional).
Schau dir mal die Ioniq Videos hier an: https://www.youtube.com/channel/UCWHa4l ... 0mrTZ5ewVA


Die einzigen Gründe die mich abhalten: nicht genug Kofferraumvolumen (ich brauch halt einen Kombi), er gefällt mir optisch nicht so richtig, Lieferzeiten.

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#294 Beitragvon chrissy_el » Mo 6. Aug 2018, 13:29

Pretch hat geschrieben:Bin kein Ökokrieger.

So dann und wann hab ich ein bis zwei Messer zwischen den Zähnen wenns um "Öko" geht :rofl:

Pretch hat geschrieben:Ich will ein leises, komfortables Auto, bei dem ich mir möglichst keine Gedanken um Wartung oder Ähnliches machen muss und das ich möglichst billig bewegen kann.

Zur Zeit geht das nur mit einem BEV, wenn es zum eigenen Anforderungsprofil passt
Pretch hat geschrieben:Dazu kommt, daß der Wasserstoffantrieb halt doch überraschend ineffektiv und relativ teuer ist.,

Und trotzdem kommt H2 immer als "Killer- Argument" gegenüber BEVs... Die Leute wollen wohl anscheinend immer gerne viel fürs Autofahren bezahlen...

Pretch hat geschrieben:
chrissy_el hat geschrieben:Statistisch gesehen fahren die Deutschen wohl irgendwas um die 60km pro Tag,

Das find ich allerdings immer eine schwierige Argumentation. Der Durchschnitt, selbst mein persönlicher spielt ja keine so große Rolle.

Ich schrieb ja auch, das das nicht für alle passen wird ;)
Pretch hat geschrieben:Selbst wenn ich jeden Tag nur 5 km fahre, am Wochenende will ich aber auch mal die Oma besuchen die 150km weg wohnt, ohne Angst haben zu müssen ob ich zurück komme.
Für mich wären auch die 32000,- für einen Ioniq zu viel für einen Zweitwagen. Daher muss er bei mir auch als Erstfahrzeug funktionieren, was er nach meinen Überlegungen übrigens täte. Ich käme damit ganz entspannt bis nach Italien. Mit zwei kleinen Kindern muss ich eh regelmäßige Stops, im besten Fall noch eine Übernachtungen einplanen, die kann ich genauso gut an einer Ladesäule machen.
Direkt auf der Strecke zu meiner Mutter, also ohne noch irgendwie groß von der fovorisierten Route abzuweichen, gibt es allein 5 Schnelllader >50KW, 2 davon sogar kostenlos. Allein auf der Strecke, die ich im Schnitt einmal im Monat fahre, verfahr ich üblicherweise für 30 € Benzin. Lade ich an der kostenpflichtigen Säule bei mir in der Straße, komm ich für den gleichen Preis mehr als Doppelt so weit.

Ich sehe schon, Du bist auf dem richtigen Weg... :D

Pretch hat geschrieben:Die einzigen Gründe die mich abhalten: nicht genug Kofferraumvolumen (ich brauch halt einen Kombi), er gefällt mir optisch nicht so richtig, Lieferzeiten.

Ja, die Lieferzeiten sind echt ein Problem... Das nervt sehr viele und hält sie davon ab ein BEV zu kaufen.
BTW: VW hat einen Lieferstopp auf alle Hybrid, Erdgas- E-Autos verhängt da sie keine WLTP-Zertifizierungen für die Autos haben. Ist ja auch erst seit gestern bekannt dass die Autos nach WLTP zertifiziert sein müssen :rofl:
https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... os-6466038
Liebe Grüße
Christian

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#295 Beitragvon Pretch » Mo 6. Aug 2018, 13:52

Ich hatte kürzlich auch ein witziges Erlebnis mit Mercedes. Auf der Website wird mit großen Bannern für E Mobiltät geworben. Irgendwo hatte ich was von einer C Klasse mit E-Antrieb gelesen und bei Mobile bin ich über eine E Klasse Electric gestolpert. Es war aber nicht klar ob das nicht nur ein Hybrid war. Hab ewig auf der Mercedes Seite im Konfigurator gesucht, irgendwann poppte ein Chat Fenster auf, ich dürfe Fragen stellen.
Hab ich gemacht, nach 5 Minuten Wartezeit wurde mir mitgeteilt, daß es aktuell in der E und C Klasse weder Elektisch noch Hybrid gibt. OK, welches Elektro oder Hybridfahrzeug kann ich denn aktuell bei Mercedes kaufen? Wieder ein paar Minuten später: Keins, :buck: aber ganz bald würd Mercedes seine E-Offensive starten. Man könne mich dann per Email informieren, was ich dankend ablehnte.

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#296 Beitragvon Elkdet » Mo 6. Aug 2018, 14:25

chrissy_el hat geschrieben:
Elkdet hat geschrieben:Bei uns in Deutschland wird doch der Strom hauptsächlich aus Kohle und Gas gewonnen.

Das ist leider nicht korrekt.
Hier die aktuellen Zahlen des BDEW (Bund deutscher Energie Wirtschaft): https://www.bdew.de/media/documents/201 ... ix-Hj1.pdf
Du wirst sehen, dass die Erneuerbaren Energien die Stein- und Braunkohle als Haupt-Energieträger abgelöst haben.

Aus der zitierten Statistik erkenne ich aber das die Stromerzeugung aus herkömmlicher Energieerzeugung noch ca. 50% höher ist als aus erneuerbaren Energien. Dabei habe ich Kernkraft nicht berücksichtigt.

Diese Verhältnisse unterliegen ja auch dem Wandel. Ich freue mich zumindest im Winter, wenn die Windräder stillstehen und die Photovoltaik mangels bedecktem Himmel nur begrenzt Energie erzeugen kann, dass es aus dem Schornstein des Braunkohlekraftwerkes raucht. Bin eben ein egoistischer Banause.

Trotzdem sind wir gar nicht so weit auseinander, es muss zumindest eine sinnvolle Alternative für Verbrenner geben. Die Menschen in den Ballungsgebieten werden davon profitieren.

Pretch hat geschrieben:Würde die E-Auto Seite so argumentieren wie es die Verbrenner Verfechter tun, müsste man wohl auch mal über Ölkatastrophen sprechen oder darüber wie viel Strom das Tankstellennetz so braucht, der Transport des Treibstoffs ... spricht eigentlich irgendwer über Lärmverschmutzung in Städten...?
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Ich kann mich nicht erinnern, in irgendeinem PKW Test jemals etwas zur Ökobilanz oder Energieeffizienz eines Verbrenner Autos gelesen zu haben, oder daß das jemals irgendwo Gesprächsthema oder gar ein Kaufargument gewesen wäre.

Keine Ahnung, wer sich hier zum Experten für Batterieproduktion aufgeschwungen hat. Die Ökobilanz kann man in verschiedenen Studien (z.B. Spektrum der Wissenschaft, BMU ...) nachlesen, einfach mal im Internet suchen. Im wesentlichen kristallisierte sich eben die Batterie als Hauptfaktor für die anfänglich ungünstige Bilanz heraus.
Eine Technik von allen Seiten zu betrachten und eben verschiedenste Aspekte einzubeziehen mag für den einen negative Kritik sein, für den anderen nicht. In meinem Beruf versucht man durch Austausch und Diskussion vorwärts zu kommen.

Das die Ökobilanz vor Einführung der E-Fahrzeuge nicht betrachtet wurde, liegt vermutlich an der oft verbreiteten Aussage das E-Autos klimaneutral sein sollen. Ich gehöre zu den Menschen, die Dinge hinterfragen und sich dann entscheiden. Sicher nicht immer richtig, aber auch daraus lernt man.

Es wird kein Weg an alternativen Antrieben vorbeigehen und ich glaube an den Mix aus verschiedenen Techniken.

Preise kann man recherchieren, also da sehe ich noch Unterschiede.

Gruß Elkdet

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#297 Beitragvon Pretch » Mo 6. Aug 2018, 14:46

Elkdet, du warst garnicht direkt angesprochen. ;) Sorry falls das so rüberkam.

Elkdet hat geschrieben:Das die Ökobilanz vor Einführung der E-Fahrzeuge nicht betrachtet wurde, liegt vermutlich an der oft verbreiteten Aussage das E-Autos klimaneutral sein sollen.

Die Aussage versteh ich leider nicht. Die Frage hat ja mit E Mobilität erstmal nicht viel zu tun. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, daß sich niemand je um die Ökobilanz eines Autos Gedanken gemacht hat. Nun wird das ständig thematisiert, aber ausschließlich bei E-Autos.
Daher erscheint es mir eher wie ein vorgeschobenes Argument. ;)

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#298 Beitragvon chrissy_el » Mo 6. Aug 2018, 15:01

Mich stört persönlich bei der Werbung für BEVs auch immer, dass dort immer mit „0 Gramm CO2/ km“ geworben wird.
Dem ist nun mal nicht so. Auch ein BEV produziert CO2- wenn auch deutlich reduziert. Und darauf stürzen sich halte viele BEV- Gegner. Keine Ahnung warum die Hersteller immer mit „0 CO2“ werben...

Mir persönlich ist es wichtig, dass lokal keine Emissionen produziert werden. Ich sehe das ja sehr oft wenn ich mit den Kids (5 und 2 Jahre alt). Die beiden Knirpse haben halt die „beste Größe“ um direkt am Auspuff zu schnuppern. Und zumindest das könnte man mit BEVs ein wenig reduzieren.
Ich habe diesen Sommer mal die Stickoxid Konzentration bei uns im Dorf über einen Monat messen lassen.
Der Platz befindet sich nach allen Seiten hin offen und doch wurden dort 20 mcg/m^3 gemessen. Der europäische Grenzwert liegt zwar bei 40 mcg/m^3 aber ich war doch erstaunt, dass an einem derartigen offenen Gelände doch noch eine gewisse Konzentration von Stickoxiden zu messen war.
Liebe Grüße
Christian

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#299 Beitragvon Elkdet » Do 9. Aug 2018, 07:34

Mal unabhängig von allem Pro und Contra zu Elektromobilität las ich heute eine interessante Meldung in der Zeitung.
Aldi wird damit beginnen an Filialen in Autobahnnähe Schnellladestationen zu errichten, man spricht von max. 200 km Reichweitenverlängerung bei 30 min laden. Die Ladevorgänge sollen kostenlos sein, wird sicher irgendwelche Bedingungen wie z.B. Mindesteinkauf o.ä. geben.
Andere Discounter oder Lebensmittelketten machen das wohl auch.

Auch wenn ich nicht so euphorisch bezüglich E-Mobilität bin und meine grundsätzliche Meinung zu dem Thema beibehalte, das ist zumindest für die Zukunft gedacht.

Natürlich möchte man Kunden werben und halten, ist doch auch ok.

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#300 Beitragvon Pretch » Do 9. Aug 2018, 10:33

Ladestationen an Lebensmittelläden, Einkaufsscentern und Co. machen in meinen Augen maximalen Sinn. Da muss man eh 1-3 mal die Woche hin und hält sich üblicherweise lange genug auf, um das Auto für die nächsten Tage aufzuladen.

Autobahnnähe find ich in diesem Fall allerdings keinen so wichtigen Faktor. Ich will auf Langstrecken ja nicht erst von der Autobahn runter und weitere Kilometer bis in den nächsten Ort fahren um aufzuladen. Auf Autobahnen braucht es ein Ladenetz, wie es aktuell Tankstellen gibt oder Tesla Supercharger.


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